F2 Barracuda 76

 • Publiziert vor 10 Jahren

Der neue F2 Quad zählt zum Quirligsten, was man sich für kleinere und mittlere Wellen vorstellen kann und dreht vor allem über den hinteren Fuß blitzschnell. In großen Klopfern wird man sich öfter mal bessere Laufruhe auf dem Rail wünschen. Ein Top-Brett für snappy Turns entlang der Lippe.

[Board] F2 Barracuda 76 : [Tester] Bart de Zwart : [Spot] Swartriet

Mit dem neuen Barracuda hat F2 jetzt ebenfalls eine umfangreiche Wavepalette zu bieten: Die Shapes von Rave (Twin) und Rebel (Singlefin) bleiben unverändert – im Test ist daher Shaper Daniel Aeberlis neues Lieblingsboard der neue Quad. Ähnlich wie beim Freestyleboard setzt er auf einen ultrakurzen Shape.

An Land: Der F2 wirkt, ganz anders als der gleichnamige Fisch, eher kurz, knubbelig und ist im Deck recht verrundet. Die hinteren Finnen stehen weit auseinander, im breiten Heck ist aber auch reichlich Platz.

Auf dem Wasser: Ähnlich wie beim Freestyler hat F2 mit dem Barracuda ein kompromissloses New-School-Board im Rennen. Das Brett dümpelt etwas wackeliger, kippelt etwas mehr um die Längsachse, doch wegen der guten Gleitleistung kommt man selten in diese Situation. Vor allem die Beschleunigung beeindruckt: Anpumpen, losrasen und schon hat man sich mit einem engen Haken die erste Welle gepickt. Und dann gibt es bei gemäßigten Wellenbedingungen kein Halten mehr. Der F2 schlägt bei geringstem Fußdruck die zackigsten Haken, perfekt für Backsideaerials, aber auch, um frontside immer an der Lippe zu bleiben. Wie ein Fish-Wellenreiter will der Barracuda nicht geradlinig Speed aufnehmen, sondern von einem Turn in den anderen umgelegt werden. Die Drehqualitäten sind so gut, dass man bei richtig großen Wellen schon mal davon überfordert wird. Nämlich dann, wenn man gar nicht vertikal ins Face reinfahren will. Weite Turns sind sensibel zu steuern, das Board hoppelt dann im Chop stärker auf dem Rail. An masthohen Platboom-Tagen kann der Shape seine eigentlichen Stärken nicht zeigen, da wünscht man sich mehr Kontrolle bei langen Turns auf dem Rail.

Die Stärken liegen eindeutig bei den überwiegend in Deutschland oder Dänemark vorkommenden Wellenhöhen und Windrichtungen. Auch aus “schlechten” Wellen lässt sich immer noch ein zusätzlicher Turn rausmelken, denn auch die Fähigkeit den Speed im Turn zu halten, beeindruckt beim F2. Die kurze Nase taucht bei extremen Cutbacks gerne mal ein, hier liegt es am Fahrer, den fehlenden Auftrieb fahrtechnisch auszugleichen. Genügend Wellen zum Üben dürfte er mit dem F2 locker bekommen.

surf-Empfehlung: Der F2 ist das quirligste Brett für gemäßigte Wellen. Wer regelmäßig in Sideoffshore-Revieren und Big Waves über drei Meter surft, sollte sich nochmal den letztjährigen Test des F2 Rave durchlesen. Für die meisten Nordund Ostseetage ist der Barracuda der Top-Shape, der für maximale Frequenz an Bottom Turns sorgt.

Web: www.f2.com

 

 

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