F2 Barracuda 77

 • Publiziert vor 10 Jahren

surf-Empfehlung: Aufgrund der hervorragenden Fahrleistungen und der radikalen Dreheigenschaften eignet sich der F2 Barracuda als Allrounder vor allem für typische Nord- und Ostseebedingungen, da man das Maximum aus moderaten Bedingungen herausholen kann. Wer Multifin-Boards bisher wegen der im Durchschnitt schlechteren Gleit- und Beschleunigungseigenschaften aus dem Weg ging, den könnte der Barracuda überzeugen. Surfer, die regelmäßig in ruppigen Wavebedingungen oder bei Hack im Flachwasser surfen, dürften etwas Kontrolle und Laufruhe vermissen.

[Board] F2 Barracuda 77 : [Tester] Manuel Vogel : [Spot] Langebaan

An Land: Der Barracuda geht im Vergleich zum Vorjahr shapegleich in die neue Saison. Das kurze Board ist im Deckbereich recht domig und hat ein ausgeprägtes Swallowtail. Im Kantenbereich vor dem Heck befinden sich kleine Winger, wodurch sich die Breite des Hecks reduziert. Zur Ausstattung gehören dicke Footpads und ordentliche Schlaufen. Die zwischen den Pads aufgeklebte Design-Plakette ist beim Dümpeln und Wenden etwas rutschig. Sämtliche Finnen sitzen jetzt in einer Slotbox, wodurch Gewicht eingespart wurde.

Auf dem Wasser: Der Barracuda wirkt im Dümpeln recht kipplig und will beim Queren von Weißwasser sensibel dirigiert werden, um nicht den kurzen Bug auf Tauchstation zu schicken. Erfreulicherweise gleitet das Brett im Gruppenvergleich hervorragend an und beschleunigt mit der ersten Böe druckvoll auf Topspeed. Angepowert läuft das Brett frei und direkt, wodurch man besonders bei den kurzen Wellenabständen auf Nord- und Ostsee schnell auf sprungtaugliche Geschwindigkeit kommt. Bei Hack und im Kabbelwasser gibt es definitiv kontrollierbarere Bretter, im normalen Windbereich ist es aber gerade diese Agilität, die den F2 so gut macht.

Mit keinem anderen Brett der Gruppe lässt sich aus kleinen und mittleren Wellen so viel Speed für radikale Turns herausholen, was vor allem bei wenig Wind oder in kleinen Wellen ein Vorteil ist. Zudem setzt der F2 jeden Steuerimpuls unmittelbar um und lässt sich sowohl bei langen Turns über den vorderen Fuß als auch bei engen Haken über den hinteren Fuß radikal und variabel drehen. Einzig in sehr großen, schnellen Wellen, dann wenn man sich bei lang gezogenen Turns maximale Kontrolle und Laufruhe auf der Kante wünscht, kommt der F2 an seine Grenzen und wird zunehmend unruhig. Waver, die nicht regelmäßig bei Sideoffshore-Bedingungen und in dicken Ozeanwellen surfen, müssen sich daran aber nicht stören. Wave-Einsteigern und Cracks kommt zudem gleichermaßen entgegen, dass der Barracuda auch vor drucklosen Wellen gut den Speed hält, wodurch man noch genügend Dampf für den Cutback hat.

Preise: 1849*/1899** Euro

surf-Messung:Volumen: 76 L Gewicht: 6,12 kg Länge: 221,5 cm Breite: 55,2 cm

Info: F2 International GmbH, Tel.: 00493663/4245715,

www.f2.com

 

 

 

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