Fanatic NewWave Twin 79 TE

 • Publiziert vor 11 Jahren

Der Fanatic NewWave Twin ist ein sehr drehfreudiges und radikales Brett, das – auch aufgrund der guten Beschleunigung – vor allem in europäischen Bedingungen glänzt. Lediglich bei Hack und in ruppigen Bedingungen würde man sich etwas mehr Kontrolle auf dem Rail wünschen.

[Board] Fanatic NewWave Twin 79 TE :  [Tester] Tobias Holzner :  [Spot] Swartriet

Neben dem FreeWave, dem NewWave Single Fin und dem NewWave Twinser hat Fanatic nun auch einen Quad im Sortiment. Mit Ausnahme des FreeWave, den es zusätzlich in etwas günstigerer Bauweise gibt, sind alle Boards ausschließlich als Team Edition (TE) erhältlich.

An Land: Zur Ausstattung gehören die bewährten, dick gepolsterten Footpads und optisch aufgepeppte, weiche Schlaufen. Der Quad wurde von Shaper Sebastian Wenzel als das radikalste Brett der Fanatic-Range konzipiert. Die beiden kleinen Seitenfinnen werden von oben über eine Mini-Tuttlebox befestigt, die großen Finnen sitzen, wie üblich, in einem US-Box-Kasten. Das Deck ist im gesamten Bereich vergleichsweise rund, außerdem weist der Fanatic im Unterwasserschiff sehr viel Bodenkurve und tiefe Konkaven auf. Der NewWave Twin geht unverändert in die neue Saison. Einige Designmerkmale des Quad finden sich auch beim Twinser wieder: Tiefe Konkaven im Unterwasserschiff, ein domiges Deck und dünne Rails. Die 16er Twinserfinnen stehen parallel in den Boxen und bieten noch etwas Spielraum für individuelles Tuning.

Auf dem Wasser: Zwar wirkt der NewWave Twin 79 TE auf den ersten Metern klein und kippelig, erfreulicherweise beschleunigt das Brett allerdings bei der ersten Böe druckvoll, läuft sehr frei und sportlich direkt, womit die Grundvoraussetzungen für ordentlich Airtime schon einmal erfüllt sind. Wer Multifin-Boards nachsagt sie seien langsam und träge, kann sich vom NewWave Twin eines Besseren belehren lassen. Auf der Welle fühlt sich das Board vor allem in kleinen und mittelgroßen Wellen à la Nord- und Ostsee wohl. Da man das Brett bereits mit geringem Kraftaufwand ankanten und sehr variabel durch den Bottom Turn ziehen kann, hat man beste Voraussetzungen, um im richtigen Moment oben an der Wellenlippe anzukommen.

Die Drehfreudigkeit beim Cutback ist vom allerfeinsten, eng und radikal lässt sich das Brett hier fahren. Kleinere Abstriche muss man hingegen bei überpowerten Bedingungen und vor großen Wellen in Kauf nehmen: Bei lang gezogenen Bottom Turns mit viel Speed wird der Fanatic auf der Kante etwas unruhig und erfordert höheres Fahrkönnen, um ihn in der Spur zu halten – hier hat der Fanatic Quad spürbare Vorteile. Wer allerdings hauptsächlich in Revieren zwischen Rügen, Altenteil, Sylt und Klitmøller unterwegs ist, muss sich daran nicht stören. Welleneinsteigern dürfte der Twin etwas zu kippelig und anspruchsvoll sein, es finden sich innerhalb der Testgruppe – oder Markenintern mit dem Fanatic FreeWave – geeignetere, weil einfacher zu fahrende, Alternativen.

surf-Empfehlung: Die Fanatic-Palette ergänzt sich perfekt. Beide getesteten Fanatics gehören in puncto Dreheigenschaften und Radikalität zur absolut obersten Liga. Wer das radikalste Board der Range fahren will und in Revieren surft, in denen entweder große Wellen schieben oder ordentlich Druck in der Tüte ist, kommt am Quad nicht vorbei. Der Twin punktet mit guter Beschleunigung und ebenfalls radikalen Dreheigenschaften vor allem in typischen Nordund Ostseebedingungen. Gelegenheitswaver und Welleneinsteiger werden mit dem FreeWave sicher den meisten Spaß haben.

Web: www.fanatic.com

 

 

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