Fanatic NewWave Twin 86 TE vs. Fanatic Quad 87 TE

 • Publiziert vor 10 Jahren

surf-Empfehlung: Zwischen den zwei Fanatic-Boards kann man für Nord- und Ostseespots recht frei wählen, beide entpuppen sich als waschechte Waveshapes. Der 2012er Quad ist etwas zahmer geworden und daher auch in unseren Breitengraden gut einsetzbar. Mehr Kontrolle in großen Wellen bietet der Quad; noch etwas spritziger beim Rausfahren und im Shorebreak wirkt dafür der Twin. Wer ein Brett überwiegend für Spots wie Kapstadt & Co. sucht, ist mit dem Quad besser beraten.

[Board] Fanatic NewWave Twin 86 TE : [Tester] Manuel Vogel : [Spot] Langebaan

“Keine Angst vorm großen Quad!” – Nach den doch sehr speziellen, radikalen und etwas gleitschwachen 2011er Quads hat Fanatic mit dem neuen Shape jetzt ein Board im Programm, das sich neben dem Twin als Wave-Allrounder für sehr viele Reviere empfiehlt. Beide Shapes sind hundertprozentig auf den Waveeinsatz zugeschnitten, für Gelegenheits-Wavesurfer, die ansonsten viel im Flachwasser rumdüsen, lohnt es sich wahrscheinlich, sich auch mal die kleineren FreeWave-Shapes anzuschauen.

An Land: Der Twin ist bereits bekannt und unverändert zum Vorjahr. Der neue Quad schmückt sich im Vergleich zum Twin mit den etwas tieferen Doppel-Konkaven und etwas stärkerem Tailkick (Heckaufbiegung), obendrein fällt der Shape gedrungener (kürzer/breiter) aus. Beide sind mit dicken Pads und bequemen, weichen Schlaufen bestückt.

Auf dem Wasser: Fährt man die aktuellen Twin und Quad von Fanatic direkt nacheinander, fällt der Unterschied nicht ganz so gewaltig aus wie bei einigen anderen Marken. Der komplett neu geshapte Quad 87 präsentiert sich mittlerweile als ordentlicher Gleiter und hat damit sein größtes Manko abgeschüttelt. Irgendwie ist es den Designern dabei gelungen die überragende Kontrollierbarkeit auf großen, schnellen Wellen beizubehalten. Schon beim Rausgleiten vermittelt das Board viel Sicherheit, gleitet recht satt und gedämpft, sogar kippstabiler als der schmalere Twin. Dabei bleibt das Board beim Angleiten dem Twin ganz knapp am Heck kleben. In der ersten Böe beschleunigt der Twin dann aber doch noch spürbar rasanter. Vor allem dieses etwas bissigere, freiere Gleitverhalten zeichnet den Twin aus. Besonders in kleineren Wellen mit weniger Schub wirkt der Twin etwas schneller, lebendiger, reaktiver, flinker und auch etwas lockerer am Fuß. Leicht lässt sich das Heck mit den zwei Flossen an der Wellenlippe zum Sliden zwingen, perfekt für “Skate-Style” urteilten die Tester. Der Quad wirkt auch beim Cutback mit seinen vier Finnen griffiger, lässt sich mehr mit Drive durch den Turn drücken, die Radien fallen dabei bei Bedarf bei beiden Shapes extrem eng aus. Bei viel Wind, ruppigen Bedingungen oder kabbeligen Wellen schlägt eindeutig die Stunde des Quads – dann lässt sich der 87er auch mit einem 4,2er-Segel und gut angepowert noch mühelos kontrollieren. Wie auf vorgegebenen Spuren schneidet das Board seine Spur in den Wellenhang. Doch auch trotz maximalem Grip auf dem Rail lassen sich Turns noch blitzartig eng ziehen, der spurstabile Shape kann bei Bedarf jederzeit zum radikalen Drehwunder mutieren. Der Twin verlangt auf richtigen Big Waves mehr Konzentration, auf masthohen Klopfern würde man sich das Board vielleicht sogar etwas langsamer wünschen. Bei “normalen” Wavebedingungen bietet der Fanatic Twin dafür genau das Speedpotenzial, das man für schnelle Ritte benötigt.

Web: www.fanatic.com

Fanatic NW Twin 86 TE

Finnen: Fanatic NewWave 16,5 cm/US-Box/G10

Fanatic Quad 87 TE

Finnen: Choco Fins 2 x 14,5 cm,2 x 10 cm/Slotbox/G10

Fanatic NW Twin 86 TEPreis: 1899 Euro surf-Messung:Volumen: 86 L Gewicht: 6,70 kg Länge: 234,0 cm Breite: 57,6 cm

Fanatic Quad 87 TEPreis: 1999 Euro surf-Messung:Volumen: 87 L Gewicht: 6,76 kg Länge: 228,0 cm Breite: 58,6 cm

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