Fanatic NewWave Twin TE 79

 • Publiziert vor 11 Jahren

Der Twin überzeugt mit guten Beschleunigungseigenschaften sowie hervorragender Drehfreudigkeit und Variabilität auf der Welle und eignet sich sowohl für kleine Ostseewellen als auch für cleane Sideoffshore-Tage. Bei ruppigen Bedingungen würde man sich etwas mehr Kontrolle auf der Kante wünschen. Waveeinsteiger finden in nerhalb der Gruppe sicherlich geeignetere Alternativen. Bei passenden Bedingungen ist der Twin das radikalste Board.

[Board] Fanatic NewWave Twin TE 79 : [Tester] Manuel Vogel

FANATIC

Die 2010er-Wavepalette besteht aus den drei Modellen FreeWave, NewWave und NewWave Twin, der AllWave gehört in diesem Jahr nicht mehr zum Programm. Die Shapes von NewWave und NewWave Twin unterscheiden sich deutlich und sind ausschließlich als Team Edition erhältlich, den FreeWave bekommt man zusätzlich in etwas günstigerer Bauweise. Die Ausstattung der Boards umfasst dick gepolsterte Footpads und sehr weiche, angenehme Schlaufen, die sich an jeden Fuß optimal anpassen lassen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Plugabstände der Schlaufen auf das allgemein übliche Maß (15 Zentimeter) angepasst. Große Füße haben jetzt auch mit Schuhen ausreichend Platz.

An Land: Im Vergleich zum Singlefin sind die Abmessungen des Twin etwas gedrungener, das Deck ist ebenfalls sehr verrundet und domig. Im Mittelbereich wirkt das Brett recht dick. Die 16 Zentimeter Twinser-Finnen stehen etwas enger als bei anderen Twinsern und sind in allen Richtungen parallel angeordnet.

Auf dem Wasser: Obwohl sich die beiden NewWave Shapes deutlich unterscheiden, lassen sich doch einige Gemeinsamkeiten feststellen: Auch der Twin wirkt, aufgrund des domigen, runden Deckverlaufs im Dümpeln kippelig und vergleichsweise klein. Wer also recht selten in der Brandung surft und mitunter noch Probleme beim Rausfahren gegen die Welle hat, ist mit dem Twinser deshalb weniger gut bedient.

Dass Shaper Sebastian Wenzel großen Wert auf Gleitleistung und Beschleunigung legt, merkt man hingegen auch beim Twin: Im Vergleich zu vielen anderen Twinsern gleitet der Fanatic recht früh an und beschleunigt sehr druckvoll – von klebendem oder bremsendem Fahrgefühl keine Spur.

Der Wellen-Einsatzbereich ist im Vergleich zum NewWave Singlefin etwas eingeschränkter: Vor allem bei kabbeligen, ruppigen Bedingungen läuft der NewWave Twin auf der Kante etwas unruhig und schwerer kontrollierbar. Besonders bei langgezogenen Bottom Turns würde man sich dann etwas mehr Kontrolle und Sicherheit auf dem Rail wünschen.

Im normalen Windbereich zeigt sich der Twin dann von seiner besten Seite: Kein anderes Brett reagiert so spielerisch leicht auf Steuerimpulse, die Drehfreudigkeit auf der Welle ist kaum zu toppen. Die Radien lassen sich spielerisch variieren – beste Voraussetzungen also, um im richtigen Moment oben beim Cutback anzukommen. In den Bottom Turn gehen, eng zur Welle hochziehen, im Kauli-Style über die Lippe sliden und ordentlich Spray verteilen, der Twin überzeugt hierbei wie kaum ein anderes Brett. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um kleine Ostsee-Brecher oder um cleane Ozeanwellen handelt, die Anzahl der Turns ist mit dem NewWave Twin einfach größer als mit den meisten anderen Boards der Gruppe.

Guten Wavern dürfte es ziemlich egal sein, dass der NewWave Twin etwas feinfühliger gesteuert werden will und sich eher weniger als Einsteiger- Waveboard eignet.

surf-Empfehlung: Die drei Boards der Fanatic-Range ergänzen sich sehr sinnvoll. Der NewWave Twin 79 ist dabei zweifellos das radikalste, drehfreudigste Board für Nord- und Ostsee. Im Vergleich dazu ist der Einsatzbereich des NewWave Singlefin etwas größer, die Dreheigenschaften sind fast auf Twinser- Niveau. Beide Boards erfordern etwas höheres Fahrkönnen als der FreeWave.

Web: www.fanatic.com

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