Goya Custom Twin LTD 74

 • Publiziert vor 12 Jahren

Der Goya Custom Twin gehört auf der Welle zu den absolut besten Boards der Gruppe und vereint radikale Dreheigenschaften mit Top-Kontrolle. Vor allem gute Surfer und Leichtgewichte erhalten mit dem Goya ein Brett, das in allen Wellenbedingungen bestens funktioniert. Waveeinsteiger und schwere Surfer (über 80 Kilo) könnten sich etwas mehr Gleitleistung wünschen.

[Board] Goya Custom Twin LTD 74 : [Tester] Frank Lewisch

An Land: Beim Goya Custom Twin sind die 16 Zentimeter langen Twinser-Finnen leicht schräg in beide Richtungen angestellt, die Finnenkästen sind relativ weit vorne angebracht und vergleichsweise lang. Zwischen den Finnenkästen ist eine Skala aufgedruckt. Sie hilft, beide Finnen gleich zu montieren. Die sonstigen Ausstattungsdetails müssen sich vor denen großer Marken nicht verstecken: Sehr weiche MFC-Schlaufen und angenehm weiche Pads lassen keine Wünsche offen. Die Schlaufenplugs bieten ebenfalls relativ viel Spielraum für individuelles Setup.

Auf dem Wasser: Obwohl der Goya Twin nach dem Volumen zu den kleineren Boards der Gruppe gehört, steht man auf dem flachen Deck recht stabil. Auch Weißwasser queren gelingt dank harmonischer Volumenverteilung vergleichsweise gut. Allerdings fehlt dem Goya auf dem Weg nach draußen etwas die Gleitstärke und Beschleunigung anderer Boards, das Brett braucht einfach immer etwas mehr Druck, um in Fahrt zu kommen. Einmal auf Touren läuft der Custom Twin aber ausreichend frei.

Dank der gedämpften Gleitlage und der hervorragenden Kontrolle eignet sich das Brett auch für den Starkwindeinsatz zum Freestylen oder Heizen. Auf der Welle schafft der Goya den Spagat zwischen Radikalität und Kontrolle wie kaum ein anderes Brett: In großen Wellen und bei langgezogenen Bottom Turns ist es durch nichts aus der Ruhe zu bringen und vermittelt perfekte Kontrolle und spielerisches Rail-to-Rail-Feeling. Die Radien lassen sich hervorragend variieren, auch leichte Fahrer können ohne großen Kraftaufwand in weiche, enge Radien ziehen. In kleinen Wellen und mit wenig Segelzug fällt es allerdings etwas schwerer, die Geschwindigkeit mit hoch zum Cutback zu nehmen.

Für Wave-Neulinge oder Reviere mit Leichtwindbedingungen gibt es deshalb sicherlich geeignetere Bretter mit mehr Fahrleistung. Kommt man mit genügend Speed beim Cutback an, fliegen ordentlich die Fetzen, was die Drehfreudigkeit über den hinteren Fuß betrifft, kann lediglich der Fanatic Twinser noch mithalten.

Web: www.goyaboards.com

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