JP-Australia Polakow Twinser Wave PRO 74

 • Publiziert vor 12 Jahren

Das Polakow-Board bleibt auch mit Twinser-Finnen die radikalste Option für richtig große Wellen. Doch auch in kleineren Wellen funktioniert das Board sehr ordentlich. Die extravaganten Finnen erfordern viel Gefühl, ermöglichen aber radikalste Slides. Wer nicht regelmäßig in Top-Bedingungen surft, ist mit dem normalen Twinser oder Quad besser bedient.

[Board] JP-Australia Polakow Twinser Wave PRO 74 : [Tester] Bart de Zwart

JP-AUSTRALIA

Die Qual der Wahl haben diese Saison vor allem eingefleischte JP-Fahrer. Vier Modelle mit drei verschiedenen Shapes (Twinser und Quad sind shapegleich, der Quad lässt sich mit größeren Finnen auch als Twin fahren) – da sollte eigentlich für jeden Fahrer und jedes Revier etwas dabei sein. Das Singlefin- Waveboard ist der Nachfolger des “Real World Wave”, das Jason-Polakow-Board kommt jetzt auch mit Twinser-Finnen. Alle Testboards sind in der Pro Edition makellos gefi nisht, bei JP wirkt der “unfinished”-Look besonders sorgfältig ausgeführt. Nicht fleckig, sondern mit sichbarem, blitzsauberem Carbon-Kevlar-Gewebe auf dem Deck. Die Schlaufen sind weich und sehr bequem (2010 dicker gepolstert), die Pads darunter im Fersenbereich gedoppelt.

An Land: Das Heck des Polakow-Boards ist erwartungsgemäß auffällig dünn und schmal, garniert mit super dünnen Rails. Die extrem steil stehenden Finnen gehen an den Tips leicht “x-beinig” auseinander.

Auf dem Wasser: Beim Losdümpeln wirkt das Polakow-Board erstmal klein und kippelig, gleitet dann aber mit der ersten Böe relativ flott an. Nicht wie die besten Gleiter, aber die Gleiteigenschaften liegen für so ein radikales Board im grünen Bereich. Denn selbst in unserem großen und umfangreichen Testfeld geht der kleine JP-Twinser als eines der extremsten Boards aus dem Test hervor. Kein Brett lässt sich ähnlich hirnlos und dennoch sicher richtig große Wellen runterfetzen. Dabei kann man den Bottom Turn schön lang ziehen, aber auch sehr variabel drehen, das Brett nimmt enorm Speed auf und bleibt dabei noch leichtfüßig umzukanten.

Der Top Turn erfordert dann viel Gefühl, sonst wird daraus schnell ein unfreiwilliger Taka-Versuch. Dafür kann man das Board nach Belieben sehr leicht sliden lassen, das tut es allerdings auch auf der Geraden gerne mal ungewollt – der Polakow-Twinser muss schließlich auch keinem Waveeinsteiger gefallen. Grund dafür sind beinahe ausschließlich die Finnen, die radikale Lip Slides erlauben und beim Rausfahren einen sensiblen Fuß erfordern. Mit den Finnen des “normalen” JP Twinsers fährt das Board spurtreuer, slidet aber auch auf der Welle nicht mehr so leicht.

Schwere Fahrer können auf kraftlosen Wellen bei weniger Wind schwieriger den Speed halten. Richtig stark ist das Board ordentlich angepowert, in großen, ruppigen Wellen, da vermittelt es das sichere Gefühl von einer Windstärke weniger als auf einigen nervöseren Kandidaten. Unser Top-Tipp für große, schnelle Wellen!

Web: www.jp-australia.com

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