JP-Australia Quad Wave PRO 74

 • Publiziert vor 11 Jahren

Der neue Quad ist ein radikales Waveboard und dabei eines der vielseitigsten, das man finden kann. Wir empfehlen es vor allem fortgeschrittenen Wavesurfern, die ein Board für möglichst viele verschiedene Bedingungen suchen. Kontrolle und Drehqualitäten sind beim JP-Australia Quad außerordentlich gut vereint.

[Board] JP-Australia Quad Wave PRO 74 : [Tester] Bart de Zwart

JP-AUSTRALIA

Die Qual der Wahl haben diese Saison vor allem eingefleischte JP-Fahrer. Vier Modelle mit drei verschiedenen Shapes (Twinser und Quad sind shapegleich, der Quad lässt sich mit größeren Finnen auch als Twin fahren) – da sollte eigentlich für jeden Fahrer und jedes Revier etwas dabei sein. Das Singlefin- Waveboard ist der Nachfolger des ”Real World Wave”, das Jason-Polakow-Board kommt jetzt auch mit Twinser-Finnen. Alle Testboards sind in der Pro Edition makellos gefi nisht, bei JP wirkt der ”unfinished”-Look besonders sorgfältig ausgeführt. Nicht fleckig, sondern mit sichbarem, blitzsauberem Carbon-Kevlar-Gewebe auf dem Deck. Die Schlaufen sind weich und sehr bequem (2010 dicker gepolstert), die Pads darunter im Fersenbereich gedoppelt.

An Land: Im schmalen, dünnen Heck des Quad stecken die großen Finnen hinten und die kleinen vorne, alle in einer kurzen US-Box. Die Outline wirkt schmal und gestreckt, das Deck recht domig. Das Unterwasserschiff verläuft als doppelkonkaves V bis zu den vorderen Finnen und dann als plane Doppelkonkave zum Heck.

Auf dem Wasser: Der Quad wirkt etwas kippeliger im Dümpeln, etwa in einer Liga mit dem Fanatic Twin und vermittelt schon beim Rausfahren das Gefühl eines lebendigen Waveboards, allerdings mit ordentlichen Gleiteigenschaften und einem guten Winkel beim Höhelaufen. Auf der Welle kann der Quad auch im Gruppenvergleich überzeugen, so wie es unser erster Fahrbericht (surf 10/2009) schon erahnen ließ.

Das Board verbindet sehr gute Kontrolle mit besten Dreheigenschaften: Auf dem Rail steht das Brett stabil, lässt sich mit wenig Fußdruck auch eng ziehen, im Top Turn beißen sich die vier Finnen wahlweise in die Wellenlippe oder lassen sich, vor allem im Vergleich zu den Twinsern, sehr kontrolliert sliden. Wie auch der Starboard Quad überzeugt das Board mit viel Drive, wenn es auch in engen Turns maximalen Speed bis ans Face mitnimmt. Quad-typisch ist auch der recht aufrechte Stand “über” dem Board, der den Fahrer beinahe automatisch in eine gute Vorlage für Bottom Turns über den vorderen Fuß bringt.

Viel Grip und die ruhige Wasserlage sorgen auch bei viel Wind für Sicherheit auf der Welle, beste Voraussetzungen, auch bei schwierigen Bedingungen eine freche Linie zu fahren. Auf der Welle benötigt das Board wenig Schub, surft ähnlich wie ein Wellenreiter und bietet insgesamt die vielleicht ausgewogensten Waveeigenschaften dieses Tests.

Web: www.jp-australia.com

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