JP-Australia Wave PRO 75

 • Publiziert vor 12 Jahren

Unter den vielen Spezialisten wirkt der JP-Australia Wave im Test recht unauffällig. Das Board dürfte vor allem in Revieren mit Onshore- oder Sideonshore-Bedingungen besonders gut ankommen, obendrein empfiehlt es sich als Starkwind-Flachwasserbrett. Eine gute Wahl für Surfer, die ein Board für alle Fälle und nicht unbedingt für maximales Potenzial auf der Welle suchen.

[Board] JP-Australia Wave PRO 75 : [Tester] Frank Lewisch

JP-AUSTRALIA

Die Qual der Wahl haben diese Saison vor allem eingefleischte JP-Fahrer. Vier Modelle mit drei verschiedenen Shapes (Twinser und Quad sind shapegleich, der Quad lässt sich mit größeren Finnen auch als Twin fahren) – da sollte eigentlich für jeden Fahrer und jedes Revier etwas dabei sein. Das Singlefin- Waveboard ist der Nachfolger des ”Real World Wave”, das Jason-Polakow-Board kommt jetzt auch mit Twinser-Finnen. Alle Testboards sind in der Pro Edition makellos gefi nisht, bei JP wirkt der ”unfinished”-Look besonders sorgfältig ausgeführt. Nicht fleckig, sondern mit sichbarem, blitzsauberem Carbon-Kevlar-Gewebe auf dem Deck. Die Schlaufen sind weich und sehr bequem (2010 dicker gepolstert), die Pads darunter im Fersenbereich gedoppelt.

An Land: Der Wave gleitet auf einem durchgehenden, gemäßigten, doppelkonkaven V mit der größten Tiefe etwa in Brettmitte.

Auf dem Wasser: Der JP ist ein klassischer Vertreter der “breiten” Singlefin-Waveboards. Ordentliche Gleiteigenschaften, eine freie Gleitlage und ein sportlich freies Fahrgefühl machen die allgemeine Fahrcharakteristik aus. So geht der JP flink und einfach übers Weißwasser, springt gut und bereitet Waveeinsteigern, die von größeren Boards kommen, wenig Probleme.

Gerade bei wenig Wind und wenig Wellenschub haben solche Boards weiterhin eine klare Berechtigung. Die gute Beschleunigung sorgt dafür, dass man auch mit kleinen Wellen noch etwas anfangen kann, auch wenn der Shape schon ordentlich Druck benötigt, um eng zu drehen. Da kann der vergleichsweise brav wirkende JP Wave mit den Twinsern oder dem radikaleren Fanatic NewWave nicht mithalten. Waveinsteiger werden sich aber auf Anhieb wohl fühlen und selbst auf großen Wellen erlaubt der JP schnelle Turns – zumindest solange die Wellen nicht zu ruppig werden.

Auf der Geraden ist die Dämpfung sehr gut, das Board bleibt auch im Kabbelwasser gut kontrollierbar und macht daher auch als Starkwindboard eine gute Figur, wenn mal keine brechende Welle in Sichtweite ist.

surf-Empfehlung: Teilt man die JP-Palette auf, so sollte das Heimatrevier des Polakow-Twinsers regelmäßig mit großen Wellen von zwei Metern und mehr gesegnet sein. Der Quad ist der wahrscheinlich beste Allrounder, der in allen Wave-Bedingungen Spaß macht. Der shapegleiche Twinser ähnelt dem Quad in vieler Hinsicht, ist bei viel Wind minimal kontrollierbarer, dafür mit minimal weniger Fahrleistung gesegnet – aber günstiger. Und der “Wave” bleibt eine Empfehlung für Onshore-Reviere, Vorlieben fürs Springen und als Board für Surfer, die überwiegend Flachwasser fahren – und nur selten in richtigen Wellen.

Web: www.jp-australia.com

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