Lorch Oxygen 73

 • Publiziert vor 12 Jahren

Insgesamt sehr einfach und komfortabel zu fahren, fordert der Lorch auf der Welle interessanterweise den besseren Waverider. Bei Frontside-Wellenritten will der Shape aktiv über das Rail gefahren werden, dann begeistert er mit absolut bestem Grip und bester Kontrolle. Engen Radien sind allerdings Grenzen gesetzt und auch die Dreheigenschaften über den hinteren Fuß fallen weniger wild aus. Neu 2009: Die Finne gehört zum Lieferumfang.

[Board] Lorch Oxygen 73 : [Tester] Frank Lewisch

An Land: Der Oxygen ist in der Mittellinie etwas dicker und hat vor allem im Centerbereich eine vergleichsweise geradlinige Outline. Erst kurz vor der hinteren Schlaufe bekommt die Outline deutlich Kurve und endet in einem verrundeten Squaretail, so bleiben die Linien recht gestreckt bis weit hinten. Die hintere Schlaufe wird solide und verdrehsicher mit vier Schrauben verankert. Als einzige Marke verbaut Lorch auch beim Waveboard eine praktische Powerbox. Das Unterwasserschiff wirkt unspektakulär, mit leichtem, planen V ohne wilde Konkaven. Die vollen Rails schließen auch im vorderen Bereich zur Gleitfäche weniger stark verrundet ab als bei einigen anderen Boards.

Auf dem Wasser: Der Lorch Oxygen zeigt sich als Gegenpol zu einem Fanatic NewWave, die Bedingungen können dem Board nicht ruppig genug sein. Wenn es eine Big-Wave-Gun gibt, dann ist das der Lorch.

Auf dem Rail vermittelt das Board beste Laufruhe und Kontrolle. In schwierigen Bedingungen, vielleicht auch noch ordentlich angepowert, zählte der Oxygen zur Premium-Wahl im Testteam. Mit guten Gleiteigenschaften, Freeride-ähnlicher Beschleunigung und kippstabiler Gleitlage überwindet der Lorch die Weißwasserzone sicher und schnell. Mit etwas weiterem Radius – satt und rund – halst das Board in die Welle und beschleunigt dann sehr schön. Wer jetzt beherzt Druck gibt, kann vor allem schnelle, weite Turns völlig entspannt in die ruppigsten Wellenhänge meißeln.

Richtig eng fallen die Radien dabei nicht aus. Auch wenn man über den hinteren Fuß nachsteuert, vermisst man etwas Feuer. Und auch der Cutback fällt eher harmonisch rund als radikal geslidet oder snappy aus. Als Starkwind-Flachwasserboard kann der Lorch dagegen wieder punkten.

surf-Tipp: Besonders gut für ruppige Big- Wave-Reviere wie in Südafrika und als Starkwind-Flachwasserboard.

Preis: 1549 Euro

Material/Herstellung: Gelcoat-Sandwich

Finne: Lorch Wave 22,0 cm/ Powerbox/GFK

Volumen: 73 Liter

Web: www.lorch-boards.de

 

 

 

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