Quatro Twin Fin Wave 76

 • Publiziert vor 12 Jahren

Der Quatro Twin Fin Wave 76 ist ein sehr gelungenes Waveboard, das mit hervorragender Kontrolle und durchweg guten und radikalen Dreheigenschaften einen recht großen Wave-Einsatzbereich abdeckt. Schwere Surfer (über 80 Kilo) könnten sich mitunter etwas mehr Gleitleistung und Beschleunigung wünschen.

[Board] Quatro Twin Fin Wave 76 : [Tester] Frank Lewisch

An Land: Beim Quatro Twin Fin sitzen die Finnenkästen weit vorne im Board, die 16 Zentimeter langen Finnen sind nicht seitlich angestellt, sondern parallel zur Fahrtrichtung. Beim Quatro ist zwischen den Finnenkästen eine Skala aufgedruckt. Sie hilft, die beiden Finnen immer wieder richtig zu montieren. Auch die übrige Ausstattung ist identisch zum Goya: Weiche, angenehme MFC-Schlaufen und -Pads lassen keine Wünsche offen, die Deckskontur ist auch hier vergleichsweise flach.

Auf dem Wasser: Das Grundkonzept, welches hinter den beiden Marken Goya und Quatro steht, scheint relativ ähnlich zu sein. Beide Marken werden in der Werkstatt von Keith Teboul auf Maui designt. Und so fühlt man sich auch auf dem Quatro Twin Fin zunächst bestens aufgehoben. Auf dem recht flachen Deck steht man vergleichsweise sicher und kippstabil, was nicht nur Wave-Novizen auf dem Weg durch die Brandung hilft.

Auch der Quatro benötigt etwas mehr Segelzug, um ins Rutschen zu kommen und auf verwertbare Geschwindigkeit zu beschleunigen. Dann läuft das Brett sehr kontrollierbar, lästige Kabbelwellen werden mit gedämpftem Fahrverhalten einfach eliminiert. Im Vergleich zum Goya wirkt der Quatro etwas geradliniger und freier, das Brett vermittelt stets einen Tick mehr Geschwindigkeit.

Auf der Welle zeigt sich der Quatro von seiner besten Seite: Wer sich mit viel Speed und Vorlage in den Bottom Turn wirft, wird mit sehr guter Kontrolle und super Grip auf der Kante belohnt, auch wenn das Brett nicht ganz so leichtfüßig und agil wirkt wie ein Fanatic Twin, JP Quad oder Goya. Seine Stärken hat der Quatro vor allem dann, wenn man genügend Segelzug oder Wellenschub hat und Kontrolle auf dem Rail der wichtigste Faktor ist. Vor kleinen Wellen und am unteren Windlimit fehlt dem Brett etwas die Gleitreserve und der Drive, um mit maximalem Speed oben an der Wellenlippe anzukommen. Beim Cutback dreht das Brett, wie man es von einem Twinser erwartet: Eng und radikal, aber nie unkontrolliert.

Aufgrund der durchweg sehr guten Kontrolle und der schönen Dreh- und Halseneigenschaften ist das Brett auch für den Starkwind-Flachwassereinsatz eine gute Alternative.

Web: www.ttproject.com

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