RRD Wave Cult Quad V4 75 LTD RRD Wave Cult Quad V4 75 LTD RRD Wave Cult Quad V4 75 LTD

RRD Wave Cult Quad V4 75 LTD

 • Publiziert vor 10 Jahren

Der neue Quad hat das Zeug, den Twin abzulösen. Ebenso gut kontrollierbar und komfortabel, ist das Board mit einem Tick besseren Gleiteigenschaften ausgestattet und bietet beim Cutback den typischen Quad-Biss. Auf großen Wellen lässt sich der Quad auch übers Rail noch variabler fahren. Besonders gut, wenn’s ruppig wird.

Stephan Gölnitz [Board] RRD Cult Wave Quad V4 75 LTD : [Tester] Frank Lewisch : [Spot] Scarborough

Bei RRD bleibt der bewährte Twin erhalten, neu ist der Quad. Anders als beispielsweise bei Fanatic ist der Quad als Nachfolger des alten Singlefin-Board Cult Wave nicht als das extremste Brett der Palette angelegt, sondern beinahe im Gegenteil weiterhin eher als Euro-Wave- Konzept.

An Land: Beide RRD glänzen im Unterwasserschiff wie frisch poliert, an Deck findet man bequeme Schlaufen und eher direkte Pads. Der Twin ist im Deck recht domig, der neue Quad eher flacher gehalten. Der Quad ist auch im Bug noch recht breit und voluminös. Die Rails fallen ebenfalls eher voll aus, der Bodenshape verläuft beim Quad von einem planen V im Bug zu einem doppelkonkaven V im Heck. Im Gegensatz dazu ist der Twin durchgehend monokonkav mit integrierter Doppelkonkave in der Mitte. Die langen US-Boxen für alle vier Finnen erlauben beim Quad viel individuelles Tuning und sorgen für dauerhaft sicheren Sitz, allerdings auch für ein an Land spürbar etwas höheres Gewicht.

Auf dem Wasser: Der RRD Quad lässt die Shaperhandschrift erkennen, die auch bereits den Twin charakterisiert. Das Board zeigt seine sanften Krallen, wenn die Bedingungen ruppig werden, wenn die See kocht und die Wellen lange Schatten werfen. Dabei gleitet das Board einen Tick besser an als der Twin und dreht eine Spur flotter über den hinteren Fuß. Vor allem etwas schwerere Fahrer können dem Brett mit viel Druck sehr enge Radien abverlangen, bei weiten Bottom Turns und beim Top Turn ist etwas Gefühl erforderlich, damit das etwas satter und sehr kontrollierbar gleitende Board auf dem Rail nicht abbremst.

In puncto Agilität und Direktheit erreicht der RRD nicht die Eigenschaften wie ein super agiler JP Quad oder einige andere, dafür wirkt es auch auf diesem RRD bei Hackbedingungen beinahe so komfortabel als wäre eine Windstärke weniger. Das Brett eliminiert den Chop auf der Welle und hält die Spur gnadenlos, ohne dabei so tief im Wasser zu liegen wie der extreme Fanatic Quad. Im Vergleich zum RRD Twin greifen die vier Finnen vor allem beim Cutback aggressiver, bieten besseren Halt und geben daher viel Sicherheit für eine gewagte Linie auch auf großen Wellen.

surf-Empfehlung: Beide Riccis vermitteln vor allem maximalen Komfort und Kontrolle, dafür etwas weniger spritzig in kleineren Wellen. Dabei erscheint der neue Quad noch einen Tick vielseitiger als der ohnehin schon sehr universell einsetzbare Twin.

Web: www.robertoriccidesigns.com

 

 

 

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