RRD WaveCult X-Tech 75

 • Publiziert vor 12 Jahren

Der WaveCult entpuppte sich als einfach zu fahrendes Allround-Waveboard, das in fast allen Bedingungen funktioniert. Aufgrund seiner tollen Gleiteigenschaften und Kontrolle dürfte es auch Waveeinsteigern gefallen. Wer Wert auf maximale Drehfreudigkeit und spielerisches Umkanten legt, wird beim WaveCult den letzten Biss und Radikalität vermissen. Für den Starkwind-Flachwassereinsatz gehört das Brett zu den besten der Gruppe.

Der WaveCult entpuppte sich als einfach zu fahrendes Allround-Waveboard, das in fast allen Bedingungen funktioniert. Aufgrund seiner tollen Gleiteigenschaften und Kontrolle dürfte es auch Waveeinsteigern gefallen. Wer Wert auf maximale Drehfreudigkeit und spielerisches Umkanten legt, wird beim WaveCult den letzten Biss und Radikalität vermissen. Für den Starkwind-Flachwassereinsatz gehört das Brett zu den besten der Gruppe.

[Board] RRD WaveCult X-Tech 75 : [Tester] Bart de Zwart

RRD

RRD

Die RRD-Palette umfasst 2010 drei Wave-Linien. Als Neuheit bringt RRD als einzige Marke einen Thruster (drei Finnen) auf den Markt. Alle Boards haben recht dünne Footpads, unter denen aber Heel Bumper eingearbeitet sind. Die Schlaufen sind sehr bequem. Was die Designs mit dem hochglanzpolierten Unterwasserschiff betrifft, sind die Bretter von Roberto Ricci nach wie vor ein echter Blickfang.

Die RRD-Palette umfasst 2010 drei Wave-Linien. Als Neuheit bringt RRD als einzige Marke einen Thruster (drei Finnen) auf den Markt. Alle Boards haben recht dünne Footpads, unter denen aber Heel Bumper eingearbeitet sind. Die Schlaufen sind sehr bequem. Was die Designs mit dem hochglanzpolierten Unterwasserschiff betrifft, sind die Bretter von Roberto Ricci nach wie vor ein echter Blickfang.

An Land: Auffallend beim WaveCult ist der vergleichsweise lange Finnenkasten, der recht viel Spielraum für individuelles Tuning lässt. Zum Lieferumfang gehört eine recht weiche 22 Zentimeter lange Finne von MFC. Sämtliche Ausstattungsdetails wie Pads und Schlaufen lassen keine Wünsche offen.

An Land: Auffallend beim WaveCult ist der vergleichsweise lange Finnenkasten, der recht viel Spielraum für individuelles Tuning lässt. Zum Lieferumfang gehört eine recht weiche 22 Zentimeter lange Finne von MFC. Sämtliche Ausstattungsdetails wie Pads und Schlaufen lassen keine Wünsche offen.

Auf dem Wasser: Der RRD WaveCult vermittelt im Vergleich zu seinen beiden Stallgefährten deutlich mehr Gleitleistung und Beschleunigung. Vor allem in böigen Onshore-Revieren, dann wenn Strömung an der Finne zerrt, kommt man mit dem Singlefin vergleichsweise locker durch die Brandung nach draußen. Das Board läuft hierbei relativ geradlinig, hält auch in Windlöchern gut den Speed und erfordert kaum Eingewöhnungszeit.

Auf dem Wasser: Der RRD WaveCult vermittelt im Vergleich zu seinen beiden Stallgefährten deutlich mehr Gleitleistung und Beschleunigung. Vor allem in böigen Onshore-Revieren, dann wenn Strömung an der Finne zerrt, kommt man mit dem Singlefin vergleichsweise locker durch die Brandung nach draußen. Das Board läuft hierbei relativ geradlinig, hält auch in Windlöchern gut den Speed und erfordert kaum Eingewöhnungszeit.

Auf der Welle bleibt das Brett auch vor großen Klopfern, also bei Wellenritten über den vorderen Fuß, brav in der Spur ohne zu verkanten. Einziges Manko bleibt hierbei die vergleichsweise schlechtere Drehfreudigkeit: Bei einem lang gezogenen Bottom Turn den Radius variieren und eng zur Wellenlippe hochziehen – das gelingt nur mit deutlichem Krafteinsatz, allerdings können selbst Schwergewichte dem Board nicht das letzte Quäntchen Drehfreudigkeit entlocken, welches sich radikale Waver mitunter wünschen würden.

Auf der Welle bleibt das Brett auch vor großen Klopfern, also bei Wellenritten über den vorderen Fuß, brav in der Spur ohne zu verkanten. Einziges Manko bleibt hierbei die vergleichsweise schlechtere Drehfreudigkeit: Bei einem lang gezogenen Bottom Turn den Radius variieren und eng zur Wellenlippe hochziehen – das gelingt nur mit deutlichem Krafteinsatz, allerdings können selbst Schwergewichte dem Board nicht das letzte Quäntchen Drehfreudigkeit entlocken, welches sich radikale Waver mitunter wünschen würden.

Wer die Finne in der langen US-Box weit nach vorne schiebt, kann das Brett an dieser Stelle sinnvoll tunen, natürlich nicht, ohne etwas an Gleitleistung einzubüßen. Radikales Skateboard-Feeling wie beim Fanatic Twin oder beim JP Quad kommt aber auch so nicht auf.

Wer die Finne in der langen US-Box weit nach vorne schiebt, kann das Brett an dieser Stelle sinnvoll tunen, natürlich nicht, ohne etwas an Gleitleistung einzubüßen. Radikales Skateboard-Feeling wie beim Fanatic Twin oder beim JP Quad kommt aber auch so nicht auf.

Mit wenig Segelzug und vor kraftlosen Wellen hält der RRD dafür sehr gut den Speed und hilft so auch ungeübteren Fahrern mit genügend Geschwindigkeit an der Wellenlippe anzukommen. Auch hier zeigt sich dasselbe Bild: Der WaveCult dreht problemlos, smooth und sehr kontrollierbar, lediglich etwas weniger eng und radikal.

Mit wenig Segelzug und vor kraftlosen Wellen hält der RRD dafür sehr gut den Speed und hilft so auch ungeübteren Fahrern mit genügend Geschwindigkeit an der Wellenlippe anzukommen. Auch hier zeigt sich dasselbe Bild: Der WaveCult dreht problemlos, smooth und sehr kontrollierbar, lediglich etwas weniger eng und radikal.

Für Starkwind-Freerider und Waveeinsteiger ist das Brett aufgrund sehr guter Kontrolle und den tollen Gleiteigenschaften uneingeschränkt empfehlenswert.

Für Starkwind-Freerider und Waveeinsteiger ist das Brett aufgrund sehr guter Kontrolle und den tollen Gleiteigenschaften uneingeschränkt empfehlenswert.

Webwww.robertoriccidesigns.com

Webwww.robertoriccidesigns.com

Gehört zur Artikelstrecke:

Waveboards 75 2010


  • Waveboards 75 2010

    20.01.2010Wie in einem Messerblock stecken die Finnen, bis zu vier Stück, fein säuberlich sortiert, in den Hecks einiger der neuesten 2010er-Waveboards. Wie die beiden Quads von ...

  • F2 Rave 78

    20.01.2010Der F2 Rave ist einer der Top-Twinser, glänzt mit Allround-Qualitäten und funktioniert sowohl in kraftvollen Ozeanwellen als auch bei Sideonshore-Wind am Ostseespot. Auf der Welle ...

  • F2 Rebel 75

    20.01.2010Die Stärke des F2 Rebel ist, dass er einfach keine Schwächen hat. Auch im dritten Jahr in Folge bleibt das Board aufgrund hervorragender Kontrolle und Gleitleistung sowie ...

  • Fanatic NewWave TE 76

    20.01.2010Der New Wave ist ein radikales Waveboard, das einen großen Einsatzbereich abdeckt und vor Hawaii oder Südafrika und auch auf Nord- und Ostsee tadellos funktioniert. Wer Twinsern ...

  • Fanatic NewWave Twin TE 79

    20.01.2010Der Twin überzeugt mit guten Beschleunigungseigenschaften sowie hervorragender Drehfreudigkeit und Variabilität auf der Welle und eignet sich sowohl für kleine Ostseewellen als ...

  • Goya Custom Twin LTD 74

    20.01.2010Der Goya Custom Twin gehört auf der Welle zu den absolut besten Boards der Gruppe und vereint radikale Dreheigenschaften mit Top-Kontrolle. Vor allem gute Surfer und ...

  • JP-Australia Polakow Twinser Wave PRO 74

    20.01.2010Das Polakow-Board bleibt auch mit Twinser-Finnen die radikalste Option für richtig große Wellen. Doch auch in kleineren Wellen funktioniert das Board sehr ordentlich. Die ...

  • JP-Australia Wave PRO 75

    20.01.2010Unter den vielen Spezialisten wirkt der JP-Australia Wave im Test recht unauffällig. Das Board dürfte vor allem in Revieren mit Onshore- oder Sideonshore-Bedingungen besonders gut ...

  • Quatro Twin Fin Wave 76

    12.04.2010Der Quatro Twin Fin Wave 76 ist ein sehr gelungenes Waveboard, das mit hervorragender Kontrolle und durchweg guten und radikalen Dreheigenschaften einen recht großen ...

  • RRD WaveCult X-Tech 75

    20.01.2010Der WaveCult entpuppte sich als einfach zu fahrendes Allround-Waveboard, das in fast allen Bedingungen funktioniert. Aufgrund seiner tollen Gleiteigenschaften und Kontrolle dürfte ...

  • Starboard Kode WoodCarbon 74

    20.01.2010Der Kode zählt als Acid-Nachfolger zu den Wave-Klassikern. Besondere Auszeichnung: Beste Kontrolle in weiten Turns auf großen Wellen. Aber auch auf Flachwasser bewährt sich der ...

  • Starboard Quad 76 WoodCarbon

    20.01.2010Der 76er Quad passt mit seiner immensen Breite eigentlich nicht perfekt in die Vergleichsgruppe und so polarisiert das Board ordentlich: Bei Leicht- bis Mittelwind findet man kaum ...

  • JP-Australia Quad Wave PRO 74

    20.01.2010Der neue Quad ist ein radikales Waveboard und dabei eines der vielseitigsten, das man finden kann. Wir empfehlen es vor allem fortgeschrittenen Wavesurfern, die ein Board für ...

  • RRD WaveTwin LTD 74

    20.01.2010Der RRD WaveTwin ist ein guter Allrounder, der in unterschiedlichsten Bedingungen funktioniert. Dabei ist er nicht ganz so radikal und drehfreudig wie die besten Boards der ...

  • RRD WaveThruster LTD 76

    20.01.2010Der RRD WaveThruster punktet bei viel Wind mit guter Kontrolle auf der Welle und im Flachwassereinsatz. Aufgrund vergleichsweise schlechter Gleitleistung und Beschleunigung sowie ...

  • Tabou Da Curve HD 79

    20.01.2010Der Da Curve ist nicht die Gleitgranate der Saison, dafür auf der Welle ein besonders einfach und gleichzeitig radikal zu fahrendes Brett. Mit weichem Grip und flinkem Wechsel von ...

  • Tabou Da Curve TE 79

    20.01.2010Der Tabou Twinser zählt leider zu den schwächeren Gleitern und ist daher für Onshore-Reviere keine echte Empfehlung. Auf der Welle ist das Board noch einen Tick besser als der ...

  • Tabou Pocket HD 75

    20.01.2010Selbst unter den Singlefin-Boards ist der Pocket ein überragender Gleiter, beschleunigt in der Böe sofort und dreht dabei sauber über den hinteren Fuß. Damit ist der Pocket ...

Themen: DownloadRRDRRDWavecultX-Tech

  • 2,00 €
    Waveboards 75 2010

Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Kroatien

    19.05.2008Es gibt sie noch, die Sponsoren, die sich um das Wohl ihrer Athleten sorgen. Red Bull und Quicksilver stellten einer Horde Freestyler eine 30-Meter-Yacht zur Verfügung, mit der ...

  • Deutschlandt: Epplesee (Leserspot)

    21.10.2004Um seiner größten Leidenschaft noch mehr Zeit widmen zu können, entschied sich Tobias Friederichs nach seinem Studium zum Diplom-Ingenieur für den Job im Surfshop, denn somit ...

  • Lorch Hunter 140

    15.06.2011surf-Empfehlung: Top-Kontrolle und eine ausgewogene Charakteristik – das sind die Gründe, warum der Lorch vor allem im mittleren und oberen Windbereich jede Menge Spaß macht. Im ...

  • Freestyleboards 2006

    03.04.2006„Zeitlupe bitte!“ möchte man schreien, wenn man die Youngster im Worldcup zaubern sieht. Die Tricks im Profis-Zirkus haben in den letzten Jahren Copperfield-Niveau erreicht. Doch ...

  • RRD X-Fire 112 LTD

    20.03.2010Der RRD bietet maximale Kontrolle und beste Manövereigenschaften. Ein Board, das allen Testern sehr gut gefallen hat und bei beinahe allen Bedingungen sehr konkurrenzfähig ...

  • Einsteigerboards 2002

    30.03.2005Die Pisa-Studie lässt grüßen: Fast alle Hersteller starten jetzt eine Ausbildungsoffensive – kurze, breite Boards mit scharfem Shape und sanftem Softdeck als Lehrmittel für den ...

  • Freeridesegel mit Camber 2009

    15.06.2009Die fünf Freeridesegel mit zwei Cambern im Test sind praktisch ausgereift – ein Fehlkauf ist beinahe ausgeschlossen. Spannend wird es, weil wir zusätzlich einen Vertreter der ...

  • Freemoveboards 105 2005

    26.07.2005Bei den 105ern findet man einige runderneuerte alte Bekannte aus der vergangenen Saison wieder und komplett neue Shapes, die beinahe alle dem Trend zur kompakten Outline – kürzer ...

  • F2 RX 132

    20.05.2010Der RX wirkt wie ein extrem komfortabel abgestimmtes Slalomboard. Bei viel Wind ist bester Topspeed drin, im unteren Windbereich wirkt der bullige Sportler etwas träge.