RRD WaveTwin LTD 74

 • Publiziert vor 12 Jahren

Der RRD WaveTwin ist ein guter Allrounder, der in unterschiedlichsten Bedingungen funktioniert. Dabei ist er nicht ganz so radikal und drehfreudig wie die besten Boards der Gruppe, die Fahrleistungen sind für einen Twinser gut. Echte Stärken hat das Brett vor allem bei Starkwind – hier glänzt es mit Top-Kontrolle auf der Welle und im Flachwassereinsatz.

[Board] RRD WaveTwin LTD 74 : [Tester] Frank Lewisch

RRD

Die RRD-Palette umfasst 2010 drei Wave-Linien. Als Neuheit bringt RRD als einzige Marke einen Thruster (drei Finnen) auf den Markt. Alle Boards haben recht dünne Footpads, unter denen aber Heel Bumper eingearbeitet sind. Die Schlaufen sind sehr bequem. Was die Designs mit dem hochglanzpolierten Unterwasserschiff betrifft, sind die Bretter von Roberto Ricci nach wie vor ein echter Blickfang.

An Land: Der RRD WaveTwin geht im Vergleich zum Vorjahr unverändert ins Rennen, mit relativ vollen Kanten im vorderen Bereich und vergleichsweise breiter Nase. Im Gegensatz zum Thruster sind beim RRD Twinser die Finnen parallel zur Fahrtrichtung angeordnet und auch nicht nach außen angestellt oder gekippt.

Auf dem Wasser: Der RRD WaveTwin ist auch in diesem Jahr wieder die Komfort-Sänfte unter den Twinsern. Bereits in Dümpelfahrt liegt das Brett stabil und ausbalanciert im Wasser. Weißwasserqueren gelingt deutlich leichter als auf vielen anderen Brettern der Gruppe. Der RRD kommt etwas zögerlicher auf Touren und beschleunigt nicht wirklich brachial, Waveeinsteiger werden sich auf dem Weg durch die Brandung mitunter etwas mehr Fahrleistung wünschen. Normal angepowert läuft das Brett jedoch ausreichend frei und hat glücklicherweise nicht das bremsende Fahrgefühl des Thruster. Besonders bei Hack bleibt der Twinser gut kontrollierbar, Kabbelwellen werden angenehm gedämpft – das Brett gehört hierbei zweifellos zu den Besten der Gruppe und eignet sich daher auch als Starkwind-Flachwasserbrett.

Auf der Welle lässt das Board kaum Wünsche offen und erweist sich als guter Allrounder ohne echte Schwächen: Bei schnellen Down-the-line-Ritten und Sideoffshore-Wind hält es gut die Spur – ohne zu verspringen. Die Radien lassen sich jederzeit von weit bis eng variieren, allerdings braucht der Twin etwas mehr Fußdruck als die leichtfüßigsten Bretter der Gruppe. Leichte Surfer (unter 70 Kilo) könnten sich ein etwas agileres Brett wünschen. Wer etwas mehr Gewicht auf die Waagschale bringt, kann das Brett aber sehr variabel und radikal drehen. Mit weniger Segelzug und vor kraftlosen Wellen hält das Brett etwas weniger gut den Speed, hier erfordert es etwas gehobenes Fahrkönnen, um den Speed mit hoch an die Wellenlippe zu bringen.

Web: www.robertoriccidesigns.com

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