Starboard EVO IQ 76 Wood

 • Publiziert vor 10 Jahren

Der Evo ist die Leichtwind-Maschine dieses Tests. Mit größter Breite auch der beste Gleiter, in den Drehqualitäten kann das Board allerdings auf der Welle in den Dreheigenschaften nicht ganz mithalten. Bei Leichtwind, wenn Speed halten das wichtigste Kriterium ist und man nicht zu schnell wird, war der Evo aber dennoch im Test extrem beliebt.

[Board] Starboard Evo IQ 76 Wood [Tester] Frank Lewisch : [Spot] Swartriet

Neben dem schmalen, klassischen Singlefin-Waveboard Kode erscheinen vor allem der Evo (shapegleich mit dem Quad 2010) mit neuer Twinseroption und der neu geshapte Quad mit ebenfalls abgeänderter Finnenbestückung für die meisten Revierbedingungen interessant.

An Land: Beide Starboards wirken, einmal in WoodCarbon und einmal in Woodbauweise, im Deck sehr nobel. Das Unterwasserschiff ist dagegen vergleichsweise wenig elegant in angeschliffenem weiß gehalten – was allerdings sehr reparaturfreudig ist und ein paar Schrammen mehr oder weniger fallen auch nicht so schnell auf. Die 2011er Starboardschlaufen sind nicht nur leicht verstellbar mit Markierungen für gleiche Weite bei allen Schlaufen, sondern besonders breit und weich. Sehr bequem, aber auch etwas weniger direkt wirkend. Beide Starboards fallen bei gleichem Volumen deutlich breiter aus als die Boards anderer Marken. Wirklich praktisch ist, dass man von der Luftschraube bis zu sämtlichen Finnenschrauben nur ein Werkzeug benötigt. Im Quad sitzen vier Slotboxen. Der Evo besitzt ein starkes, doppelkonkaves V in Boardmitte, das in eine Monokonkave zum Heck ausläuft. Beim Quad ist der Grundshape ähnlich, allerdings doppelkonkav bis ins Heck und der Gesamttrimm (Schlaufen, Finne, Mastspur) sehr weit nach hinten ausgelegt. Die hintere Schlaufe steht fast am Heck.

Auf dem Wasser: Bei Leichtwind bleibt der Singlefin-Evo in dieser Gruppe fast ungeschlagen. Das breite Brett dümpelt nicht nur super kippstabil, sondern beschleunigt ruckartig mit der ersten stärkeren Böe und rast dann frei und mit bestem Winkel nach Luv. Auf der Welle beschleunigt das Brett freiwillig auch ohne großen Wellenschub, selbst auf eher kraftlosen Wellen gelingen so schon schnelle, flüssige Ritte, dabei dreht der Evo gut über den hinteren Fuß – solange man nicht zu viel Gas gibt. Erstaunlich bleibt, wie gut sich das Brett trotz der üppigen Breite über den vorderen Fuß aufs Rail stellen lässt. Dazu ist zwar schon ordentlich Krafteinsatz nötig und von den Radien darf man einfach keine Wunder erwarten, die Kontrolle in weiten Turns ist aber selbst auf großen Wellen noch ordentlich. Lediglich enge schnelle Linien entlang der Lippe gelingen irgendwann nicht mehr, gerade dann, wenn die radikaleren Boards erst anfangen, sich so richtig wohl zu fühlen.

Als Board für richtig große Wellen haben Konzepte wie der Evo daher bessere Nachfolger gefunden. Gerade bei Onshore-Bedingungen, Jumpsessions oder in weniger kraftvollen Wellen kann der Evo, ähnlich wie der JP Thruster, weiterhin auftrumpfen. Bei Leichtwind sideonshore und mittelgroßen Wellen zählte der Evo auch unter anspruchsvollen Testfahrern zur ersten Wahl. Als Twinset umgebaut büßt das Board minimal an Gleitleistung ein, gewinnt dafür geringfügig an Drehfreudigkeit und wird beim Top Turn etwas lebendiger. Im Vergleich zum ähnlich angelegten JP Thruster ist der Evo noch stärker auf Leichtwind ausgelegt.

surf-Empfehlung: Der Quad kann fast alles, was der Evo auch kann und noch mehr. Nämlich auch bei viel Wind immer noch richtig eng über den hinteren Fuß drehen. Für Surfer, die nur bei Seebestattungs- Bedingungen ab vier Meter rausgehen, ist der Kode wahrscheinlich immer noch die beste Wahl innerhalb der Starboard-Range, allen anderen würden wir den Quad empfehlen.

Web: www.star-board.com

 

 

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