Starboard EVO IQ 86 WoodCarbon

 • Publiziert vor 10 Jahren

Die üppige Breite erweist sich, je nach den persönlichen Ansprüchen an ein Waveboard, als Segen oder Fluch. Bei Bedingungen am unteren Gleitlimit gibt es kein anderes Brett, das selbst schwere Brocken derart früh über die Gleitschwelle hievt. Das Queren von Weißwasser gelingt, dank gleichmäßiger Volumenverteilung und des flachen Decks, sehr einfach.

[Board] Starboard Evo IQ 86 Woodcarbon : [Tester] Manuel Vogel : [Spot] Weißenhaus

An Land: Der Starboard Evo 86 ist – bei gleichem Volumen – etwa drei Zentimeter breiter als die Konkurrenz. Das Board wird mit einer Singlefin ausgeliefert, kann aber auch als Twinser gefahren werden (nicht im Lieferumfang enthalten). Mitgeliefert werden zwei Plastikabdeckungen, mit denen die seitlichen Finnenkästen abgedeckt werden können. Die Schlaufen sind wohl das Beste, was man seinen Füßen bieten kann.

Auf dem Wasser: Die üppige Breite erweist sich, je nach den persönlichen Ansprüchen an ein Waveboard, als Segen oder Fluch. Bei Bedingungen am unteren Gleitlimit gibt es kein anderes Brett, das selbst schwere Brocken derart früh über die Gleitschwelle hievt. Das Queren von Weißwasser gelingt, dank gleichmäßiger Volumenverteilung und des flachen Decks, sehr einfach. Zwischen den Wellen beschleunigt das Starboard hervorragend, wodurch man sofort genügend Speed erreicht, um sich über die erste Welle in die Umlaufbahn zu katapultieren. Erfreulicherweise bleibt das Brett auch angepowert gut zu kontrollieren. Auf der Welle funktioniert der Evo vor allem in gemäßigten Bedingungen mit kleineren Wellen. Dann dreht er, besonders bei kurzen Turns über den hinteren Fuß, recht gut und hält – für Welleneinsteiger und Cracks gleichermaßen wichtig – den Speed im Turn hervorragend.

Die Schattenseiten des Konzepts bekommen all diejenigen zu spüren, die ihr Brett stur nach dem Volumen gekauft und die Breite nicht beachtet haben: Der Evo 86 fühlt sich auf der Welle schlichtweg eine Nummer größer an als andere Konzepte mit gleichem Volumen. Richtig angepowert gelingt es dann kaum noch den Radius im Bottom Turn zu variieren und eng zur Lippe hoch zu ziehen. Auch über den hinteren Fuß lässt sich das Brett beim Cutback nicht so radikal drehen.

Wir würden für den Einsatz in der Welle fast ausnahmslos das Twinser-Setup empfehlen, die Einbußen bei der Gleitleistung sind nur gering und die Drehfreudigkeit verbessert sich spürbar – im Zweifel kann man den Evo auch eine Nummer kleiner wählen (81 Liter). Wer sein Waveboard auch regelmäßig bei Starkwind über die Flachwasserpiste prügelt und nur gelegentlich in der Welle unterwegs ist, dürfte trotzdem absolut glücklich werden.

surf-Tipp: Großer Einsatzbereich aufgrund verschiedener Finnen-Optionen.

Volumen: 86 L Gewicht*: 6,9 kg Länge*: 233,5 cm Breite*: 60,5 cm Preis: 1849 Euro

Finnen: Drake, 1 x Natural Wave 25 cm + 2 x Side Fins/Slot- + US-Box/G10

* = surf-Messung

Web: www.star-board.com

 

 

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