Tabou 3Style 86 Tabou 3Style 86 Tabou 3Style 86

Tabou 3Style 86

 • Publiziert vor 9 Jahren

surf-Empfehlung: Wer nur selten im Jahr in richtiger Brandung surft und sonst eher im Flachwasser oder Dünungswelle unterwegs ist oder ein Bump&Jump-Brett für Starkwind sucht, ist mit dem Freestyle-Waveboard sicher besser beraten. Mit etwas mehr Fußdruck dreht der 3Style bei gemäßigten Bedingungen sehr ordentlich und bietetdarüber hinaus viel Kontrolle, Sicherheit beim Rausfahren und Speed für hohe Sprünge – darüber hinaus hat man für jeden Flachwassertag garantiert das bessere Board dabei. Erst wenn die Welle größer wird und man mit Vorlage über den vorderen Fuß carvt, beginnen die dicken Rails des Freestyle-Wave- Konzeptes zu stören. Dann hat ein echtes Waveboard wie der Pocket spürbare Vorteile: Er bleibt variabler und lässt sich an der Wellenlippe deutlich enger und radikaler drehen. Surfer, die regelmäßig auf Nord- und Ostsee unterwegs sind und Brandungswellen frontside abreiten, sollten daher in jedem Fall zu einem reinen Waveboard greifen.

Stephan Gölnitz [Board] Tabou 3Style 86 [Tester] Friedrich Maier : [Spot] Hanstholm

An Land: Beide Tabou-Boards sind mit sehr dicken Fersenpads ausgestattet, die Landungen angenehm dämpfen und, ganz nebenbei, auch die Haltbarkeit der Boards erhöhen dürften. Beim 3Style hat man die Option, eine weiter außen liegende Schlaufenposition zu wählen, was den Einsatzbereich in Richtung Starkwind- Bump&Jump deutlich erweitert. Die große 25,5 Zentimeter lange Originalfinne passt zum Heizen und Halsen sicher gut, sollte aber in der Welle gegen eine etwas kürzere Finne getauscht werden (21 bis 23 Zentimeter). Der Pocket ist insgesamt waviger ausgelegt und kann als Thruster oder mit einer größeren US-Box-Singlefin genutzt werden (nicht im Lieferumfang enthalten). Die äußeren Finnen sitzen in Slotboxen.

Stephan Gölnitz

Auf dem Wasser: Wir haben den 3Style zunächst mit etwas kleinerer 23er-Finne bestückt, was an der hervorragenden Fahrleistung wenig ändert. Auch der Pocket gehört sicher zu den gleitstärksten Waveboards auf dem Markt, trotzdem kommt man mit dem 3Style nochmal deutlich früher ins Rutschen, hat mehr Speed für Sprünge und läuft deutlich besser Höhe – womit die Hauptsorgen vieler Gelegenheitswaver schon mal beseitigt wären. In kleiner Welle kann man mit beiden Brettern gut über den hinteren Fuß wedeln, sowohl der Pocket als auch der 3Style nehmen den Speed sehr gut mit durch den Turn. Erst wenn man höheres Fahrkönnen in der Welle hat und mit Vorlage und Speed frontside in den Bottom Turn geht, kommt der 3Style an seine Grenzen. Dann lässt sich der Radius nur mit sehr viel Kraft noch variieren, mit dem Pocket geht dies vergleichsweise leicht und spürbar radikaler. Auch beim Cutback lässt sich der Pocket wie zu erwarten leichter und enger drehen.

Info: New Sports GmbH, Tel.: 02234/933400, www.tabou-boards.de

surf-Messung: Gewicht: 6,75 kg Preise: 1899* / 1499** Euro

Stephan Gölnitz Finne: Tabou X Ride 25,5/ Power-Box/G10

Stephan Gölnitz

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