Tabou Da Curve 79 Team

 • Publiziert vor 10 Jahren

Macht vor allem angepowert in typischen Nord- und Ostseebedingungen viel Spaß, hier kann das Brett seine hervorragenden Dreheigenschaften voll ausspielen und setzt geübten Waveridern in punkto Radikalität keinerlei Grenzen. In großen Wellen und ruppigen Bedingungen würde man sich etwas mehr Kontrolle auf der Kante wünschen, die Fahrleistungen sind durchschnittlich.

[Board] Tabou Da Curve 79 Team : [Tester] Frank Lewisch : [Spot] Langebaan

Bei Tabou gibt es, parallel zum Da Curve Team Quad, einen shapegleichen Da Curve Singlefin. Der bekannte Pocket wird seit dieser Saison mit einem Drei-Finnen-Setup ausgeliefert, kann aber auch, mit einer herkömmlichen US-Box-Finne, als Singlefin gefahren werden. Alle Boards sind in einer Bauweise erhältlich. Die Footpads fallen bei allen Tabou-Boards extrem dick aus, in Verbindung mit den durchweg runden Deckshapes hat man das Gefühl sehr hoch zu stehen.

An Land: Alle vier Finnen des Da Curve werden, aus Gründen der Gewichtsoptimierung, in einer Slotbox befestigt. Dieses System, welches dem gängigen FCS-System bei Wellenreitern abgeschaut wurde, ist etwa 70 Prozent leichter als die US-Box. Wer große Füße hat und mit Schuhen surft, kann die Schlaufen auch in nicht-zusammengehörende Plugs schrauben, da die Plugabstände recht schmal erscheinen. Die Mittelfinne sitzt beim Tabou Pocket Tri Fin in einer Standard-US-Box, die beiden kleinen, zehn Zentimeter langen Seitenfinnen werden, wie beim Da Curve Team, in einer Slotbox befestigt. Das Board kann, mit einer größeren Mittelfinne bestückt (nicht im Lieferumfang enthalten), auch als Singlefin gefahren werden.

Auf dem Wasser: Aufgrund des domigen Decks wirkt der Da Curve Team im Dümpeln zunächst vergleichsweise klein und kippelig. Das Brett benötigt etwas mehr Wind, um über die Gleitschwelle zu kommen, beschleunigt dann aber ordentlich, läuft angepowert angenehm frei und bleibt auch im Kabbelwasser stets gut kontrollierbar. Seine Stärken entfaltet das Brett dort, wo man es von einem Quad erwartet: Auf der Welle. In puncto Drehfreudigkeit und Variabilität im Bottom Turn ist das Board absolute Spitzenklasse, egal ob bei cleanen Down-the-line-Bedingungen oder auf der Ostsee. Einen Bottom Turn mit viel Vorlage über den vorderen Fuß fahren, dann eng zur Lippe hochziehen, diese vertikal treffen und ordentlich Spray verteilen – dies gelingt auch leichten Fahrern ohne großen Krafteinsatz. Auch bei kurzen Haken ins Weißwasser über den hinteren Fuß, wie man sie häufig vor kleinen Onshorewellen fahren muss, ist der Da Curve extrem radikal und drehfreudig, wodurch der Quad auch für windige Tage in heimischen Gefilden eine echte Empfehlung ist.

Lediglich im unteren Windbereich macht sich die kleine Gleit- und Durchgleitschwäche bemerkbar, das Brett bleibt dann im Bottom Turn etwas schneller stehen als manch anderes Brett der Gruppe, was vor allem Welleneinsteigern zu schaffen machen könnte. In ruppigen Bedingungen und in hohen Wellen, dann wenn man maximale Kontrolle auf der Kante braucht, läuft das Brett etwas unruhiger und erfordert eher einen geübten Piloten.

surf-Empfehlung: Beide Tabou-Boards haben ihre Stärken, auch aufgrund der guten Dreheigenschaften, vor allem in typischen Nord- und Ostseebedingungen. Dabei erweist sich der Da Curve Team als spürbar variabler, einen Tick radikaler und mit etwas mehr Kontrolle in großen Wellen. Der Pocket Thruster glänzt in moderaten Bedingungen und kleinen Wellen mit guter Beschleunigung, tollen Dreheigenschaften und schönem Speedhalte-Potenzial. Deshalb dürfte der Pocket für Gelegenheits- Waver, Wellen-Einsteiger und Starkwind-Freerider die bessere Wahl sein, zumal sich die Fahrleistungen – mit größerer Singlefin – für böige Onshore- Bedingungen noch tunen lassen.

Web: www.tabou-boards.de

 

 

 

 

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