Tabou Pocket HD 75

 • Publiziert vor 11 Jahren

Selbst unter den Singlefin-Boards ist der Pocket ein überragender Gleiter, beschleunigt in der Böe sofort und dreht dabei sauber über den hinteren Fuß. Damit ist der Pocket weiterhin ein Tipp für Nord- und Ostsee und Surfer, die mehr Wert auf Springen als auf Abreiten legen. Mit den guten Fahrleistungen ebenfalls ein Tipp für Starkwindbedingungen ohne Welle.

[Board] Tabou Pocket HD 75 : [Tester] Jonas Holzhausen

TABOU

Tabou geht 2010 mit drei Modellen in zwei verschiedenen Shapes an den Start. Der erfolgreiche Pocket bleibt unverändert, eine neue Finne muss als Tuning ausreichen. Die beiden Da Curve-Modelle sind shapegleich, einmal als ”Team Edition” mit Twinser-Finnen und in einer etwas flexibleren Kevlar-Bauweise, oder – 100 Euro günstiger – als ”HD”-Version mit Singlefi n. Alle Tabou-Boards sind mit dicken, recht straffen Pads gepolstert, das hintere Pad endet in einem stylishen Spoiler. Die hinteren Schlaufen sind sehr solide jeweils mit Doppelschrauben befestigt.

An Land: Der Pocket hat im Vergleich zu den radikaler ausgelegten Boards ein etwas breiteres Heck und auch einen eher gemäßigten Rocker. Zwischen den Schlaufen findet man eine kurze, plane Gleitfläche. Der Shape ist als durchgehendes doppelkonkaves V ausgelegt, mit sparsamer Konkave und von vorne (minimal) bis ins Heck (sehr ausgeprägt) kontinuierlich zunehmendem V.

Auf dem Wasser: Der Pocket bleibt ein hervorragender Vertreter klassischer Singlefin- Boards für überwiegend Sideshore- bis Onshorebedingungen. Obwohl das Board recht klein wirkt, dümpelt es recht stabil durch die Brandung und beschleunigt mit der ersten besseren Böe sofort auf sehr guten Speed, läuft frei und ermöglicht kurze, schnelle Sprints zwischen den Wellen für ordentlichen Take-Off-Speed. Hier kann das Board seine Singlefin-Stärken voll ausspielen.

Auf der Welle dreht es besonders eng über den hinteren Fuß und behält dabei viel Speed, so wie man es beinahe nur den Quads zuschreiben kann. Dabei bleibt der Pocket immer einfach zu fahren, geht auch ordentlich in weite Turns über den vorderen Fuß, nur auf richtig großen, kabbeligen Wellen, mit viel Speed bei Sideoffshore-Wind bounct er stärker auf dem Rail, da kann der Shape mit den Twinsern und Quads nicht mithalten.

Wir können den Pocket aber weiterhin für viele europäische Reviere gut empfehlen. Vor allem auch als Kombi-Brett für Flachwasser und gemäßigte Brandung oder für Waveeinsteiger bleibt der Tabou in der ersten Wahl.

surf-Empfehlung: Unter allen getesteten Singlefin-Boards zählt der Pocket zu den absoluten Favoriten. Beide Da Curve können vor allem bei gutem Wind auf der Welle die gelungene Kombination aus Dreheigenschaften und sehr guter Kontrolle auf dem Rail ausspielen.

Web: www.tabou-boards.com

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