Tabou Pocket Tri Fin 75

 • Publiziert vor 10 Jahren

Überzeugt vor allem bei moderaten Bedingungen mit kleinen und mittleren Wellen als radikal eng drehendes, variables Waveboard. Empfiehlt es sich vor allem für typische Nord- und Ostseebedingungen. Wer regelmäßig in kraftvollen Ozeanwellen surft, könnte ein wenig die Kontrolle auf dem Rail und die Drehfreudigkeit bei schnellen Ritten vermissen. Für den Starkwindeinsatz auf Flachwasser ein Top-Brett.

[Board] Tabou POCKET Tri Fin 75 : [Tester] Frank Lewisch : [Spot] Witsands

Bei Tabou gibt es, parallel zum Da Curve Team Quad, einen shapegleichen Da Curve Singlefin. Der bekannte Pocket wird seit dieser Saison mit einem Drei-Finnen-Setup ausgeliefert, kann aber auch, mit einer herkömmlichen US-Box-Finne, als Singlefin gefahren werden. Alle Boards sind in einer Bauweise erhältlich. Die Footpads fallen bei allen Tabou-Boards extrem dick aus, in Verbindung mit den durchweg runden Deckshapes hat man das Gefühl sehr hoch zu stehen.

An Land: Alle vier Finnen des Da Curve werden, aus Gründen der Gewichtsoptimierung, in einer Slotbox befestigt. Dieses System, welches dem gängigen FCS-System bei Wellenreitern abgeschaut wurde, ist etwa 70 Prozent leichter als die US-Box. Wer große Füße hat und mit Schuhen surft, kann die Schlaufen auch in nicht-zusammengehörende Plugs schrauben, da die Plugabstände recht schmal erscheinen. Die Mittelfinne sitzt beim Tabou Pocket Tri Fin in einer Standard-US-Box, die beiden kleinen, zehn Zentimeter langen Seitenfinnen werden, wie beim Da Curve Team, in einer Slotbox befestigt. Das Board kann, mit einer größeren Mittelfinne bestückt (nicht im Lieferumfang enthalten), auch als Singlefin gefahren werden.

Auf dem Wasser: Auch der Tabou Pocket wirkt im Dümpeln klein und kipplig. Obwohl das Brett passiv etwas zögerlich ins Gleiten kommt, beschleunigt es doch bei einfallenden Böen druckvoll und wirkt dann sehr frei und agil. Besonders gut funktioniert das Brett in moderaten Bedingungen, also dann, wenn es gilt, aus kleinen bis mittelgroßen Wellen und wenig Segelzug das Beste herauszuholen. Das Board beschleunigt auch auf drucklosen Wellen sehr gut und nimmt den Speed im Bottom Turn gut mit hoch an die Wellenlippe, wo man den Pocket radikal und eng drehen kann. Wenn es darum geht, kurze, enge Turns über den hinteren Fuß zu zirkeln, gehört der Pocket zweifellos zu den absoluten Favoriten. Nur wenn man auf der Welle sehr schnell wird, beispielsweise bei viel Wind oder mit viel Wellenschub, fällt es etwas schwerer, den Tabou noch in enge Turns zu pressen. Die tolle Drehfreudigkeit geht dann etwas verloren. Hohe Wellen und schnelle Down-the-line-Ritte liegen dem Board auch deshalb eher weniger, weil es dann auf der Kante etwas unruhig läuft und einen erfahrenen Piloten erfordert.

Aufgrund der guten Fahrleistungen, freier Gleitlage und runden Manövereigenschaften eignet sich der Pocket auch sehr gut als Flachwasser- Starkwindbrett, zumal er sich im Singlefin-Setup (mit einer größeren Mittelfinne) noch auf mehr Fahrleistung tunen lässt.

surf-Empfehlung: Beide Tabou-Boards haben ihre Stärken, auch aufgrund der guten Dreheigenschaften, vor allem in typischen Nord- und Ostseebedingungen. Dabei erweist sich der Da Curve Team als spürbar variabler, einen Tick radikaler und mit etwas mehr Kontrolle in großen Wellen. Der Pocket Thruster glänzt in moderaten Bedingungen und kleinen Wellen mit guter Beschleunigung, tollen Dreheigenschaften und schönem Speedhalte-Potenzial. Deshalb dürfte der Pocket für Gelegenheits- Waver, Wellen-Einsteiger und Starkwind-Freerider die bessere Wahl sein, zumal sich die Fahrleistungen – mit größerer Singlefin – für böige Onshore- Bedingungen noch tunen lassen.

Web: www.tabou-boards.de

 

 

 

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