Test 2016: Waveboards 82 - 88 Liter

 • Publiziert vor 5 Jahren

Meilensteine im Waveboard-Design – das waren Konzepte wie der kompakte Starboard Evo oder die ersten Multifins. Jetzt herrscht Aufbruchstimmung: Der Grund dafür ist knapp 2,15 Meter lang. Wir testen, ob die neuen Stummel-Konzepte besser sind als die Klassiker.

Fanatic Stubby 88 TE - Tester: Manuel Vogel - Spot: Lippe

Wenn im Herbst die Kartons mit den ersten Testboards in der Redaktion eintrudeln, hüpfen selbst testerprobte Redakteure immer wieder aufgeregt im Dreieck. Diesmal war’s besonders schlimm, denn ein Blick auf die Produktpaletten der Hersteller verhieß bereits im Vorfeld große Spannung: Die Stummel kommen! Fanatic machte mit dem Stubby den Anfang, JP zog direkt nach und auch Starboard brachte mit dem Reactor ein Konzept an der Start, was selbst dem Laien als "anders" ins Auge springt. So stand unser Test, den wir im September an Nord- und Ostsee mit einem Team aus erfahrenen Testern und Test-Novizen durchgezogen haben, in erster Linie unter dem Aspekt, ob die neuen Stummel-Boards wirklich eine neue Ära einläuten können. Die Ergebnisse waren teilweise überraschend und völlig anders als auch wir es erwartet hätten. 

Die Testergebnisse dieser Boards finden Ihr unten als PDF-Download:

• Fanatic Stubby 88 TE • Fanatic TriWave 82 TE • Goya Custom Quad 86 • JP-Australia Thruster Quad 84 Pro • JP-Australia Wave Slate 86 Pro • Naish Wave 82 • NoveNove Chameleon 85 • Patrik Campello Wave 87 • Quatro Cube Quad 84 • RRD Wave Cult V6 82 Ltd • Starboard Kode Wave 83 Carbon • Starboard Reactor 82 Carbon • Tabou Da Curve 86 • Tabou Pocket 86

Test 2016: Waveboards 82 - 88 Liter

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Meilensteine im Waveboard-Design – das waren Konzepte wie der kompakte Starboard Evo oder die ersten Multifins. Jetzt herrscht Aufbruchstimmung: Der Grund dafür ist knapp 2,15 Meter lang. Wir testen, ob die neuen Stummel-Konzepte besser sind als die Klassiker.

AN LAND

Shapes: Bei der Mehrheit der Modelle setzen die Shaper auf ein "V mit Doppelkonkave" als durchgehendes Merkmal im Unterwasserschiff. "V" bedeutet hierbei, dass die Mittellinie tiefer liegt als die Kanten, dieser angedeutete Kiel soll den Brettern ein weicheres Einsetzen in Kabbelwellen verleihen.

Schlaufen und Pads: Zuerst die gute Nachricht: Bei keinem Board sind Schlaufen und Pads richtig schlecht, trotzdem gibt es auch hier wichtige Unterschiede. Besonders komfortabel steht man in den weichen und breiten Starboard-Schlaufen. Alle anderen Marken liefern Standard-Straps, an denen es wenig zu bemängeln gibt.

Finnen: Hier vertritt jede Marke ihre eigene Philosophie – mit allen Vor- und Nachteilen. Als etwas schwerer aber bewährt und haltbar gilt nach wie vor die US-Box.

AUF DEM WASSER

Gleiten und Beschleunigen: Ob man fluchend in der Brandungszone versauert oder direkt in die Schlaufen schlüpft und fünf Sekunden später die erste Höhenluft schnuppert, liegt zu großen Teilen am Board. Die Unterschiede sind groß! Wir erspüren diese, indem wir beim Testen die Segel behalten und die Boards im Team "reihum" kreisen lassen. Nach einigen Sessions bei unterschiedlichen Bedingungen ergibt sich dann ein gutes Bild der Gleitleistung und vor allem der Beschleunigung, also der Qualität, Segelzug schnell in Speed umzusetzen. Letzteres ist vor allem auf Nord- und Ostsee wichtig, weil Strömung dort zum Alltag gehört und man aufgrund kurzer Wellenabstände wenig Zeit hat, auf sprungtauglichen Speed zu kommen.

Kontrolle bei Starkwind: Wer nur ein Waveboard hat, erwartet einen möglichst großen Einsatzbereich – neben frühem Gleiten soll das gleiche Board auch im Vollgasmodus mit dem 4,0er noch funktionieren. Dabei hilft es, wenn Bretter satt und laufruhig im Wasser liegen und eine gewisse Dämpfung bieten.

Eignung für Wave-Einsteiger: Weil wir uns während des Tests auch regelmäßig Feedback von "normalen" Surfern und  Welleneinsteigern einholen und alle unserer vier Stammtester langjährige Erfahrung als Surflehrer und Trainer haben, wissen wir, was Gelegenheits-Waver brauchen: Gutes Gleiten, Kippstabilität beim Queren von Weißwasser, unkompliziertes Drehverhalten und das Potenzial, die Geschwindigkeit vor drucklosen Wellen und bei Belastungsfehlern möglichst lange zu halten.

Waveriding vorderer Fuß – Kontrolle: Wer zu 90 Prozent auf Nord- und Ostsee unterwegs ist, kann dieses Kriterium bei der Wahl seines neuen Boards getrost außen vor- lassen. Warum? Weil es hier darum geht, wie sicher die Boards in extremen Bedingungen mit viel Wind, großen Wellen und entsprechender Fahrweise über den vorderen Fuß die Spur halten. Wer gerade in Chile, Südafrika oder Hawaii bei Down-the-Line-Bedingungen ein Fünf-Meter-Set herunterrast, will beim Bottom Turn nur eines: Grip und Kon­trolle!

Waveriding vorderer Fuß – Drehen: Das wohl wichtigste Kriterium für ein Waveboard! Wir vergleichen hier wie drehfreudig ein Brett im Bottom Turn ist, beispielsweise wenn man einen lang gezogenen Turn eng zur Wellenlippe hochziehen will. Vor allem leichte Fahrer merken hier gravierende Unterschiede, die sich auch mit Technik und Kraft nicht ausgleichen lassen. Die Drehfreudigkeit bei Turns über den vorderen Fuß kann also durchaus als Gradmesser für die Radikalität eines Brettes herangezogen werden.

Waveriding hinterer Fuß – Speed halten: Jeder kennt das Problem – sind Wind und Wellen eher schlapp, ist es eine echte He­rausforderung, den mühsam aufgesammelten Speed im Bottom Turn auch zu halten und mit zum Cutback an die Wellenlippe zu bringen. Vor allem für Wave-Einsteiger ist dieser Aspekt essentiell, aber auch Cracks haben im Grenzbereich mehr Spaß, wenn das Potenzial des Boards stimmt. Vier Bretter stachen dabei positiv aus dem Feld heraus.

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Schlagwörter: Fanatic Goya JP-AUSTRALIA Naish Novenove Patrik Quatro RRD RRD Starboard Tabou Test Waveboards

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