Test: Bruch Boards Happy Test: Bruch Boards Happy Test: Bruch Boards Happy

Test: Bruch Boards Happy

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 6 Monaten

Gleich drei Wavemodelle hat Dany Bruch in seine neue Boardrange gepackt – das Modell „Happy“ klang vielversprechend. Ob uns das Brett ein Grinsen ins Gesicht zaubern konnte, lest ihr im Test.

An Land: Dass das Modell Happy rein äußerlich etwas an frühere Starboard-Shapes wie Black Box oder Reactor erinnert, verwundert nicht – schließlich war Dany Bruch seinerzeit maßgeblich in die Entwicklung dieser Boards eingebunden. Das Happy 95 fällt mit 215 x 63 Zentimetern sehr kompakt aus, markant ist in jedem Fall das breite, voluminöse Heck. Deck und Unterwasserschiff sind komplett mit Biax-Carbon laminiert, das Gewicht von 6,6 Kilo kann sich sehen lassen. Das Board wird in 10er-Schritten von 85 bis 115 Liter angeboten.

Das Heck des Bruch Happy ist ziemlich breit, die Thrusterfinnen sitzen in drei US-Boxen

Kurz und mit gerader Outline – das sind die Eckdaten des Bruch Happy

Auf dem Wasser: Eines vorweg: Das Bruch­ Happy ist ein sehr gleitstarkes Brett. Allerdings erfordert es etwas Eingewöhnung, um dem Shape diese Stärke auch zu entlocken. Verglichen mit anderen, weniger kurzen Shapes, muss man den Happy auf der Querachse schon sensibel belasten. Wer beim Anfahren nicht weit genug hinten steht, schickt schnell den Bug auf Tauchstation und auch in der Wende sind flinke Füße gefragt. Hat man sich mal eingegroovt, flutscht das Brett aber mühelos über die Gleitschwelle, die Beschleunigung ist hervorragend und dank der freien Gleitlage hat man auch im unterpowerten Windbereich trotzdem das Gefühl, sofort zum ersten Sprung ansetzen zu können. Bei Front- oder Backloops fühlt sich das Bruch dann auch sehr kompakt am Fuß an. Halsen gegen die Welle gleitet man problemlos durch und dank der starken Gleitperformance fällt es leicht, sich auf der Welle richtig zu positionieren. Beim Wellenabreiten zieht das Happy mit gutem Grip übers Rail, vor allem in mittleren Radien bleibt man voll im Flow. Ganz enge Radien und schnelle Haken macht das breite Heck unserem Testeindruck nach weniger gut mit. Knackige Cutbacks gelingen aber in drucklosen Wellen noch recht gut, denn das Board nimmt den Speed sehr gut mit durch den Turn.

surf-Fazit: Als maximal drehfreudiges Performance-Waveboard für Turns auf dem Teller ist das Bruch Happy nicht gemacht – dafür gibt es in der Bruch-Range ja Modelle wie „Madness“ oder „Stoked“. Das Happy glänzt vor allem in weniger guten Wavebedingungen und bei leichtem Wind – dann surft man damit stets im Flow der Welle und hat aufgrund der tollen Beschleunigung beste Voraussetzungen für zünftige Sprünge.

Infos: www.bruchboards.com

Schlagwörter: Custom Test


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