Redaktion

Test 2015: WindSUP Allround aufblasbar

  • Stephan Gölnitz
03.08.2015

Zwischen den langen Touringboards und den kürzeren Windsurf-Spezialisten sind diese Allrounder die Multi-WindSUPs.

Simmerstyle Makana WS 11'2" gegen Naish Crossover Air 9'10"

Die Länge von meist etwa 11 Fuß reicht für entspannte Touren-Ausflüge, lässt sich aber ebenfalls noch ordentlich mit kleineren Segeln drehen.  Auch bei "Nur-Paddlern" decken Boards zwischen 10‘2” und 12‘0” geschätzte 80 Prozent des gesamten Marktes ab. Wer gerne längere Strecken mit Paddel zurücklegt, tendiert eher zu Boards von 11 Fuß aufwärts. Wem gute Dreheigenschaften fürs LightRiding mit Segel wichtig erscheinen, oder wer seine Kids mit Kinderrigg zum Windsurfen bringen möchte, orientiert sich Richtung 10 Fuß.

Simmerstyle Makana WS 11'2"

Zum Leichtwindtricksen hätten wir uns auf einigen Boards einen längeren Pad vorne gewünscht. Finne voraus surfen, Nose Tacks – alle Moves, bei denen man vorne auf dem Bug steht, erfordern Halt. Hier hilft nur, mit einem zusätzlichen Pad aus dem Wellenreitzubehör (ist leicht aufzukleben) nachzurüsten oder im Zweifel Surfwachs aufreiben. In dem Fall sollte immer Warmwasserwachs verwendet werden, denn auch bei kaltem Wasser ist das Deck im Gegensatz zu Wellenreitern immer an der Luft und daher warm. Ansonsten haben die Bretter selbst verwöhnten Australien-Heimkehrern ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert, selbst bei zwei Windstärken ermöglichen die Boards spielerische Action.

Vandal Flow WS 11'0"

Naish bestückt seine SUPs mit dem klassischen SUP-Kasten, in den die Finnen nur eingeschoben werden, was sich als praktisch erwiesen hat, dazu sind diese Finnen groß genug und haben ein dickes, gutes Profil zum Höhelaufen. Die Boards von JP-Australia und Mistral tragen sich nicht nur extrem lässig, sondern wirken auch auf dem Wasser beim Windsurfen hammermäßig leicht. Ein Board in diesen Dimensionen mit gerade mal acht Kilo in fester Bauweise? Da ist sonst Vollcarbon unabdingbar, über Hohlbauweise sollte man nachdenken. Das Naish-Board dreht wunderbar auch mit kleinen Segeln und läuft besser Höhe als die Boards mit kleiner Mittelfinne, nur Mistral und RRD können da mithalten. Das Pad reicht im Gegensatz zum Touring-SUP weit genug nach vorne, der Mastfuß ist im Gegensatz zum letztjährigen 11‘0”er jetzt perfekt positioniert. Kompakt, breit und mit hochgebogener Nase ist das Naish-Board aus dieser Gruppe auch erste Wahl fürs SUP auf fließenden Gewässern, die ersten sprudelnden Stellen lassen sich damit sicher gut bewältigen (Achtung: Flusspaddeln kann lebensgefährlich sein, bitte unbedingt vorher entsprechende Infos/Schulungen von Fachleuten nutzen). Für SUP-Touren würden wir eine längere Version wählen, fürs Leichtwind-Windsurftricksen eignet sich der Naish perfekt.

JP-Australia Allround Air LE 11'0"

Das Mistral-Board dreht gemeinsam mit dem Naish am besten, wirkt super leicht und dreht gut. Beim Paddeln wirkt es durch das geringe Gewicht ebenfalls sehr spritzig.

Simmer liefert einen echten Boliden mit üppiger Breite über die gesamte Boardlänge, der aber erstaunlich leichtfüßig auf Segelimpulse reagiert und gut dreht. Ähnlich wie bei festen Boards nimmt der besonders breite Shape auch Böen sehr willig an, beschleunigt beim Abfallen, so dass man am ehesten ein annäherndes Gleitgefühl erlebt. Das Deckpad ist riesig, der Mastfuß gut positioniert und die Centerfinne so wie bei den meisten eine recht kleine US-Box-Finne. Simmer hat damit im Vergleich zum Vorjahrestest den größten Sprung getan, 2014 war der Mastfuß noch eher als Provisorium zu sehen und die fehlende Mittelfinne machte das Board zum Leichtwind-Windsurfen eigentlich unbrauchbar. 2015 hatten unsere Tester gerade auch auf dem Simmer-Board viel Spaß. JP-Australia und Vandal ähneln sich als sehr ausgewogene Formen (mit sehr ähnlichen Eckdaten), die nicht zu klobig wirken, aber genügend Stabilität bieten und gut drehen. Vandal überzeugt mit einem vergleichsweise günstigen Preis und JP-Australia mit dem Hammergewicht von unter neun Kilo.

Nein, das Foto stammt nicht aus dem Archiv. Vom Null-Wind-Posing bis zu nahezu Gleitmanövern lässt sich auf den Allround-Boliden eigentlich alles probieren. Zum Paddeln auf dem See eignen sich alle Boards dieser Größenordnung. (Naish Crossover Air 9'10")

Das RRD-Modell ist mit nur 10‘2” und 4 1/4 Inch Dicke eher für nicht ganz so schwere Surfer empfehlenswert, es dreht aber gut und läuft mit den leistungsstarken Finnen (siehe Seite 30) besonders gut Höhe, wegen der kurzen Länge und geringeren Dicke ist es dazu bestens vorbereitet für kleinere Kindersegel.

Fazit: Boards dieser Gruppe können von allem etwas, sind die vielseitigsten WindSUPs, die der Markt hergibt. Eine richtige Familienpackung: Tricksen, Touren, Paddeln, Windsurfen – alles auf einem Board.

Eignung WindSUP Allround aufblasbar

CHARAKTERISTIK

PLUS Paddeln, Light Riding, Windsurfen lernen MINUS nichts

Länge: 10‘0” - 11‘2’’ (305 – 340 cm) Breite: 81 – 91 cm Eignung: Leichtwindspaß jeder Art, vom Kinderrigg bis Tourensegel, zum Tricksen und Paddeln

Diese aufblasbaren WindSUP-Boards haben wir gefahren:

• JP-Australia Allround Air LE 11‘0" x 34" • Mistral CrossOver 10‘0" x 33" • Naish Crossover Air 9‘10" x 34" • RRD Airsup Conv plus 10‘2" x 32" • SimmerStyle Makana WS 11‘2" x 36" • Vandal Flow WS 11‘0" x 34"

Zwischen den langen Touringboards und den kürzeren Windsurf-Spezialisten sind diese Allrounder die Multi-WindSUPs. 

    • Photograph einsetzen

    JP-Australia Allround Air LE 11‘0" x 34"Gewicht: 8,46 kg Länge: 335,0 cm Breite: 87,0 cm Preis: 849 Euro Info: www.jp-australia.com

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    Mistral CrossOver 10‘0" x 33"Gewicht: 8,02 kg Länge: 300,0 cm Breite: 84,0 cm Preis: 1299 Euro Info: www.Sport-Vibrations.com

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    Naish Crossover Air 9‘10" x 34" Gewicht: 10,92 kg Länge: 300,0 cm Breite: 86,4 cm Preis: 1329 Euro Info: www.naishsails.com

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    RRD Airsup Conv plus 10‘2" x 32" Gewicht: 12,32 kg Länge: 310,0 cm Breite: 81,0 cm Preis: 1099 Euro Info: www.robertoriccidesigns.com

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    SimmerStyle Makana WS 11‘2" x 36" Gewicht: 10,52 kg Länge: 323,0 cm Breite: 91,0 cm Preis: 1218 Euro Info: www.simmerstyle.com

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    Vandal Flow WS 11‘0" x 34" Gewicht: 13,04 kg Länge: 335,0 cm Breite: 86,5 cm Preis: 999 Euro Info: www.vandalsails.com

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    Exzellent zu paddeln, stellen solche Boards jedes kürzere WindSUP-Board und die meisten Aufblasbaren in den Schatten.

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