DKMS Botschafterin Lina Erpenstein“Jeder kann ein Leben retten!”

Andreas Erbe

 · 01.09.2021

DKMS Botschafterin Lina Erpenstein: “Jeder kann ein Leben retten!”Foto: John Carter

Weltklasse-Windsurferin und WBCD (World Blood Cancer Day) Botschafterin Lina Erpenstein ruft beim Mercedes-Benz Surf-Festival zur Registrierung bei der DKMS auf, um Menschen mit Blutkrebs die Chance zu geben, die Krankheit zu besiegen.

Ob vor den Kanaren, Hawaii, Peru oder Australien – als beste deutsche Wave-Windsurferin ist Lina Erpenstein an etlichen Küsten weltweit unterwegs. Und trotz der Suche nach den besten Spots ist die 25-Jährige bodenständig geblieben. In ihrer Wahlheimat Kiel ist sie seit fünf Jahren fest verankert und konzentriert sich neben dem Sport auf ihr Studium. Als Medizinstudentin freut sie sich besonders auf ihre Rolle als WBCD Botschafterin beim Mercedes-Benz Surf-Festival mit circa 30.000 Besuchern – und betont, wie wichtig das Engagement junger Menschen ist, um Blutkrebs zu besiegen.

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Lina Erpenstein ist DKMS Botschafterin aus ÜberzeugungFoto: privat
Lina Erpenstein ist DKMS Botschafterin aus Überzeugung

In diesem Jahr ist die DKMS Charity Partner beim Mercedes-Benz Surf-Festival und sucht in der Surfer-Szene nach potenziellen Lebensrettern. Was ist das Besondere an der Szene und dem Sport?

Windsurfen und Surfen im Allgemeinen sind kräftezehrende Sportarten. Das heißt gleichzeitig, dass man sehr genau auf seinen Körper achten und in sich hineinhorchen muss. Gesundheit ist ein wichtiges Thema, denn nur gesund kann ich meine Leistung abrufen und die Freiheit in Wind und Wellen genießen. Da schlägt sich der Bogen zum Thema Stammzellspende. Denn mit einer Stammzellspende kann man im besten Fall nicht nur ein Leben retten – man schenkt einem anderen Menschen mit etwas Glück wieder seine Gesundheit und damit die Freiheit, das zu tun, was er liebt. Das fasziniert mich und spricht mich auch als Windsurferin sehr persönlich an.

Ist das einer der Gründe, warum du dich für DKMS als WBCD Botschafterin einsetzt?

Auf jeden Fall! Ich finde es wichtig, junge Menschen auf diese Thematik aufmerksam zu machen. Für mich als Medizinstudentin ist es außerdem spannend, dass die Stammzellspende eine wahnsinnig effektive medizinische Maßnahme ist, die Menschen das Leben retten kann. Mit wenig Aufwand kann man einem Menschen vielleicht das Leben retten – das ist gerade bei Krebserkrankungen überhaupt nicht die Regel. Wir alle tragen ein Mittel gegen Blutkrebs in uns – was für eine Chance! Daher finde ich es megawichtig, dafür auch zu werben und freue mich, als WBCD Botschafterin bei dem Surf-Festival auf die Themen Blutkrebs und Stammzellspende aufmerksam zu machen. Besonders junge Menschen wie ich machen dabei den Unterschied und kommen überdurchschnittlich oft als Stammzellspender in Frage. Die tummeln sich besonders häufig in der Surf-Szene und auch auf dem Festival in Fehmarn – daher ist das der perfekte Ort und die perfekte Community, um neue Lebensretter zu finden.

30.000 Surfbegeisterte werden dort erwartet. Was ist deine Botschaft an sie?

Als Medizinstudentin und Surferin ist es mir ein Herzensanliegen, das Leben in den Vordergrund zu stellen und es zu schützen. Meine Botschaft ist daher ganz klar: Lasst euch registrieren und werdet so vielleicht zu Lebensretter! Und jeder Einzelne, der oder die sich registriert, hilft auch dabei, dass an Blutkrebs Erkrankte wissen: Ich bin nicht allein. Da gibt es Menschen, die mir helfen wollen. Das ist so, wie wenn ich vor einer meterhohen Welle auf dem Wasser sitze und weiß: Ich muss da jetzt durch, aber hinter mir stehen Leute, die auf mich achten und für mich da sind, wenn es brenzlig wird.
Die Hilfsbereitschaft ist bei den jungen Menschen ist da. In der Surf-Szene leben die Leute alltäglich Werte wie Verantwortung, Hilfsbereitschaft und Zusammengehörigkeit. Daher bin ich zuversichtlich, dass viele mitmachen werden.

Du bist auch selbst als potenzielle Stammzellspenderin registriert. Was hat dich damals dazu bewogen?

Eine sehr gute Freundin von mir kam nach ihrer Registrierung bei der DKMS als potenzielle Spenderin in Frage und hat 2018 tatsächlich in die USA gespendet. Danach erhielt sie von dem Empfänger einen anonymisierten Brief, in dem er sich bei ihr für die geschenkte Lebenszeit bedankt hat. Als ich diesen Brief lesen durfte, war ich absolut gerührt und habe mich sofort selbst registriert.

Apropos Zukunft: Welche Wünsche hast du selbst für die nächsten Jahre?

Im Medizinstudium steht bei mir nur noch das Praktische Jahr an, der Abschluss ist daher in greifbarer Nähe und der nächste große Meilenstein für mich. Danach würde ich mich gerne noch einmal ganz auf das Windsurfen konzentrieren und versuchen, mich darin weiter zu verbessern. Auch wenn ich schon seit 12 Jahren professionell windsurfe – es gibt noch einige Herausforderungen, die ich meistern möchte. Möglichst viel trainieren, mich bestmöglich auf zukünftige Wettkämpfe vorbereiten und in der Weltspitze angreifen – das ist mein Plan für die nächsten Jahre.

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