Lightweight SUP paddleTesting the new Duotone Carbon 100 Slim

Stephan Gölnitz

 · 06.05.2026

Ein leichtes, sportlich straffes Paddel.
Photo: Stephan Gölnitz
Nicht nur der Brand-Name ist neu (aus Fanatic wird Duotone), sondern auch die Paddel. Wir konnten das neue, griffige Carbon 100 Slim von Duotone und das günstigere Modell Bamboo Carbon 60 Slim bereits testen. Mit einer klaren Empfehlung, welches Paddel je nach Einsatzzweck die bessere Wahl für dich ist.

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Das Gute an SUP-Paddeln ist, dass diese bei pfleglichem Umgang kaum verschleißen oder kaputt gehen. Ein gutes (Carbon-)-Paddel ist daher eine sehr langfristige Investition - zwar teurer als ein Schweizer Offiziersmesser, aber günstiger als eine Rolex. Und der Unterschied zwischen einem Paddel in der Klasse unter 100 Euro oder einem Modell der Mittel- oder Oberklasse von rund 170 Euro aufwärts, ist auf dem Wasser meist gewaltig. 300 bis zu 400 Gramm Gewichtsdifferenz klingen erstmal wenig, machen aber spätestens nach einer halben Stunde auf dem Wasser einen extrem großen Unterschied aus. Das Duotone Carbon 100 Slim ist dafür ein gutes Beispiel. Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 399 Euro klettert es auf der Preisleiter schon ziemlich weit oben, doch es hat dem anspruchsvollen Paddler auch einiges zu bieten. Alternativ bietet Duotone das ebenfalls edel anmutende Bamboo Carbon 60 Slim (Test hier) an.

Die wichtigsten Features des Duotone Carbon 100 Slim

  • ein sehr geringes Gewicht von 520 Gramm in der getesteten Vario-Version (surf-Messung)
  • sehr dünner, griffiger Schaft (26 mm)
  • gute Steifigkeit
  • Verstellbereich von 170,5 bis 222 Zentimeter Gesamtlänge
  • dünnes, steifes Paddelblatt
  • großer, ergonomischer Griff
  • Blattgröße: 95 inch²
  • Variosystem mit Verdrehsicherung

Praxistest des Duotone Carbon 100 Slim auf dem See

Der Duotone-Antrieb ist mit 95er Blattgröße eher mit genügend Hubraum ausgestattet, zeigt sich aber dennoch erstaunlich “drehfreudig” - gemeint ist, es ist gut für hohe Paddelfrequenzen geeignet. Mit lediglich 520 Gramm (als Variopaddel!) liegt es federleicht in der Hand und spornt geradezu dazu an, die persönliche Paddelfrequenz in den roten Bereich zu drehen. Aber egal, wie schnell und beherzt du ziehst, der schlanke Carbon-Schaft gibt dabei nur wenig nach, das Blatt kommt hinten ohne spürbares Nachfedern leicht aus dem Wasser und sportliches Paddeln macht so richtig Spaß.

Aber auch bei gemächlichem Touring zieht es eigenstabil durch Wasser. Das Einstechen vor der Zugphase gelingt sowieso immer sicher, hier spielt das federleichte, hauchdünne und leicht löffelförmig gewölbte Carbon-Blatt beim “Catch” seinen Trumpf aus. Das Blatt baut sofort nach dem Einstechen gut Druck auf und hält diesen konstant durch die komplette Zugphase. Auch ohne fest zuzupacken zieht es dabei schön gerade durchs Wasser und lässt sich eng am Board führen. Nehazu kraftlos schwingt es wieder vor, bereit für den nächsten kraftvollen Paddelschlag. Die Längenverstellung gelingt mit der abgerundeten Klemme schnell und mit der Führungsnut auch verdrehsicher. Der dünne Schaft liegt sehr angenehm in der Hand, selbst Paddler mit großen Händen bevorzugen oft die dünneren Slim- Paddel. Und Personen mit kleineren Händen sowieso.

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surf-Fazit zum Duotone Carbon 100 Slim

Das Duotone Slim 100 überzeugt als besonders handliches und agiles, aber dennoch steifes Paddel, das vom gemächlichen Touring bis zum sportlichen Renntraining einen breiten Bereich abdeckt. Als Slim-Version bietet es eine kleine Dämpfung im Vergleich zu bocksteifen Rennrohren, verbindet so aber durchweg gute Steifigkeit mit perfektem Handling und sehr feinem Paddelgefühl.


Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz

Deputy Editor in Chief surf

Stephan Gölnitz comes from Bochum and had Holland as his home windsurfing territory for many years before moving to Munich in 1996 for the job of test editor at surf magazine. The materials engineering graduate worked as a surf instructor on the Ijsselmeer during his studies and competed for several seasons for the Essen sailing team in the Surfbundesliga and the Funboard Cup. He completed a traineeship at surf-Magazin in the test department and since then has actively accompanied almost all tests on the boom and for more than 10 years also as a photographer. Stephan has covered many thousands of test kilometers, mainly on Lake Garda and in Langebaan, but also in Egypt and Tobago. He gets his hands on over 100 new sails and boards every year as his company car. Privately, he prefers to surf with a foil on Lake Walchensee or “unfortunately far too rarely” in the waves. SUP is Stephan's second passion, which he pursued for several years at numerous SUP races. Today, he prefers to paddle on river tours with family or friends - even for several days.

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