Nach dem wetterbedingt ausgefallenen zweiten Tag kehrte die iQFOiL Youth & Junior World Championships am 6. Juli 2026 auf das Wasser vor dem Club de Vela La Ballena Alegre zurück. Die Bedingungen stellten Athleten und Rennleitung vor gegensätzliche Herausforderungen: Während an Land die spanische Wetterbehörde AEMET eine orangefarbene Hitzewarnung ausgegeben hatte und die Lufttemperatur auf rund 36 Grad Celsius kletterte, präsentierte sich das Mittelmeer mit einer leichten thermischen Brise aus Ost-Südost. Der Wind erreichte Stärken zwischen sechs und 13 Knoten, baute sich jedoch wiederholt auf und flaute ab. Diese instabilen Verhältnisse erforderten von den Startern konstante Anpassung und belohnten jene, die schnell auf die wechselnden Verhältnisse reagieren konnten.
Die U19 Men eröffneten den Wettkampftag als erste Flotte kurz vor 14 Uhr mt drei Sprint-Slalom-Rennen. Das bemerkenswerte Ergebnis: Die Spitze der Gesamtwertung blieb völlig unverändert. Itamar Levi aus Israel, der Italiener Mattia Saoncella und Artun Şenol aus der Türkei dominieren die Flotte weiterhin mit makelloser Konstanz. Nach nunmehr sieben absolvierten Rennen weist jeder der drei Athleten eine perfekte Bilanz auf – sie gewannen ausnahmslos jedes Rennen, an dem sie teilnahmen. Die drei Starter teilen sich damit punktgleich die Führung in der Gesamtwertung. Keiner der drei konnte sich bislang einen Vorteil erarbeiten, was die kommenden Rennen umso entscheidender macht.
Die U17 Boys starteten später am Nachmittag und absolvierten vier Sprint-Slalom-Rennen. Auch hier wiederholte sich das Muster der älteren Konkurrenz: An der Spitze der Gesamtwertung herrscht absolute Gleichheit. Der Spanier Gonzalo Ruiz Mendez, Frankreichs Swann Manhaval und Moritz Schleicher aus Deutschland liegen nach sieben Rennen punktgleich an der Spitze. Alle drei Athleten fuhren einen weiteren makellosen Tag auf dem Wasser und bauten ihre perfekten Siegesserien aus. Wie ihre älteren Kollegen in der U19 haben sie bislang jedes ihrer Rennen gewonnen und lassen sich an der Tabellenspitze nicht trennen. Der Kampf um die Podiumsplätze verspricht in den kommenden Tagen höchste Spannung, sobald die Flotten in die Finalserien eintreten.
Für die weiblichen Starterfelder gestaltete sich der Tag deutlich schwieriger. Die U19 Women konnten lediglich einen Heat absolvieren, wobei nicht genügend Rennen über alle Gruppen hinweg gefahren wurden, um eine aktualisierte Gesamtwertung zu erstellen. Die wechselhaften Windverhältnisse machten ein vollständiges Programm unmöglich. Die U17 Girls brachten immerhin ein Sprint-Slalom-Rennen ins Ziel, bevor die Brise erneut zu instabil wurde, um das Programm fortzusetzen. Parla Kabasakal aus der Türkei nutzte die Gelegenheit und gewann das einzige gewertete Rennen des Tages. Damit baute sie ihren hervorragenden Start in die Weltmeisterschaft aus und hält weiterhin eine makellose Bilanz. Ihre Landsfrau Ece Melis Baş belegt den zweiten Gesamtrang, während Maria Miarczyńska aus Polen nach einer soliden Leistung auf den dritten Platz vorrückte. Mit erst drei absolvierten Rennen bleibt die Gesamtwertung jedoch eng beieinander.
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