Bongka

  • Fabian Weber
 • Publiziert vor 12 Jahren

Hast du schon ein Mal einen flachen Stein übers glatte Wasser flitschen lassen? Klar, das hat jedes Kind schon mal gemacht. Wer die meisten Hüpfer schaffte, hat gewonnen. So ähnlich muss man sich den neuen Move Bongka von Tonky Frans aus Bonaire vorstellen: Den Frontloop so flach landen, dass das Brett gleich weiter in einen Flaka flitschen kann.

Tonky Frans

Der Erfindungsdrang und die Kreativität unter den besten Freestylern der Welt nimmt kein Ende. Wie oft wurde ich schon gefragt, “Was denkst du, kommen da noch neue Moves? Es gibt doch eigentlich schon alles.” Vor ein paar Jahren dachte ich auch für kurze Zeit, “recht viel mehr kann doch da eigentlich nicht mehr kommen.” Doch weit gefehlt, da ging es erst richtig los. Die Weltelite im Freestyle um Gollito Estredo und Kiri Thode schafft es ein ums andere Mal die Grenzen des Machbaren zu verschieben, und zwar in einer Geschwindigkeit, dass selbst die Judges im Worldcup ihre liebe Not haben, immer auf dem neuesten Stand der Trickentwicklung zu bleiben. Ein Ende des Erfindungsreichtums ist jedenfalls nicht abzusehen und das Ende der Fahnenstange wird wohl noch lange nicht erreicht sein.

Bestes Beispiel ist die neueste Kreation aus dem Hause Frans. Dem Bonaire-Trickser mit dem einzigartigen Style fel beim Bearbeiten einiger Move Clips am Computer auf, dass er aus seinen Loops mit enorm viel Kontrolle und Geschwindigkeit herauskommt. Tonky: “Ich habe schon so viele Vorwärtsloops durchglitten, also habe ich mir einfach überlegt, es muss doch möglich sein, direkt nach der Landung wieder abzuspringen und einen Flaka anzuhängen.” Gesagt, getan – bei der nächsten Session auf seiner Karibikinsel probierte Tonky den neuen Move und schon nach dem dritten Versuch sah er sich einen perfekten Flaka nach einem Vorwärtsloop springen. Der “Bongka” war geboren und das Level im Freestyle-Windsurfen hat die nächste Stufe erreicht.

Beim Worldcup auf Fuerteventura konnte Tonky seine neue Kreation schon erfolgreich unter Wettkampfbedingungen “zeigen” und einen hervorragenden zweiten Platz herausfahren. Ich bin schon gespannt, über welchen neuen Trick wir uns als nächstes freuen dürfen.

von rechts nach links und von oben nach unten.... Das ist der Bongka

Warum der Name Bongka?

Tonky: “Ein guter Freund von mir hat mir vor einigen Jahren den Spitznamen Bongkes verpasst. Den Namen fand ich ganz cool. Da in meinem neuen Move auch der Flaka steckt, habe ich meinen neuen Trick Bongka getauft.”

Die Anleitung zum Bongka gibt's unten als PDF-Download. 

How to do a Bongka? Tonky: Der Bongka setzt sich aus einem Vorwärtsloop und einem Flaka zusammen. Dementsprechend sollte man diese beiden Moves sehr gut beherrschen. Der Vorwärtsloop ist der Knackpunkt. Du musst ihn sehr sauber rotieren, ein wenig auf Raumwindkurs, um mit viel Speed herauszukommen. Dabei die Gabel breit greifen und das Segel ordentlich dichthalten...

Sofort nach der Landung des Forwards auf leichtem Raumwindkurs springst du wieder ab und hängst einen Flaka, den du ja sowieso mit geschlossenen Augen beherrscht, hinten dran. Fertig ist der Bongka. Alles klar?

Themen: Download

  • 0,00 €
    Move: Bongka

Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Freestyle-Wave und Freemove 2008

    26.05.2008Drei für alle Fälle – so könnte man den letzten großen Teil unserer 2008er Test-Trilogie betiteln. Drei Gruppen von Allroundern für Freestyle, Welle und Freeride decken beinahe ...

  • Südamerika: Kolumbien

    10.12.2010Was tun zwei Jungs, die sich um diese Jahreszeit in Toronto und am Gardasee die Finger abfrieren? Sie steigen in den Flieger und düsen nach Kolumbien zum Wavesurfen vor kolonialer ...

  • Gun Sails Torro 6,0

    15.05.2011surf-Empfehlung: Ein auch in Manövern neutrales Segel für Surfer, die mehr Wert auf Handlingqualitäten als auf Geschwindigkeitsrekorde legen.

  • Point-7 AC-X (2G) 7,0

    29.05.2012surf-Empfehlung: Ein 7,0er-Segel, das kleiner wirkt und seine Stärken im mittleren Windbereich entfaltet – mit gutem Potenzial auch bei Starkwind.

  • Waveboards Twinser 2009

    16.01.2009Windsurfen in der Welle ist eine Sache des Stils. Stil ist vielfältig, Twinser-Stil ist anders: Nah an der Welle, wie ein Wellenreiter surfend, mit engen Turns, um oben die ...

  • Sailloft Hamburg Bionic 5,3

    20.04.2010Das Bionic verbindet klassische Tugenden wie gute Kontrollierbarkeit mit sehr leichtem Fahrgefühl. Es ist einfach zu surfen, fahrstabil und auf der Welle handlich und leicht. ...

  • F2 Vantage Air 136

    20.05.2010Sehr komfortabel, sehr ausgewogen und sehr einfach zu surfen zeigt sich der F2 Air. Racefeeling kommt an Bord kaum auf, die Stärken liegen im unkomplizierten Heizen und Halsen und ...

  • Sailloft Hamburg Bionic 5,3

    07.01.2012surf-Empfehlung: Ein kraftvolles Segel, das auch schwerere Surfer gut anschleppt, ein echtes Kraftpaket. Mit dem neuen Quad bietet Sailloft zusätzlich eine Alternative mit ...

  • JP-Australia Freestyle Wave 84 Pro

    25.04.2012surf-Empfehlung: Ein super agiles Manöverspielzeug für gute Windsurfer. Außerdem eine echte Alternative als Leichtwind-Waveboard.