Clew First 360

 • Publiziert vor 10 Jahren

Es gibt Surfer, die sind von Natur aus kreativ. Sie scheuen nicht davor zurück, ständig etwas Neues zu versuchen, zig Mal zu scheitern, ausgelacht zu werden, um am Ende zu triumphieren und mit einem neuen Move in die (Surf-)Geschichte einzugehen. Mark Angulo ist einer von diesen Surfern. Hier kommt sein neuester Beitrag für die Geschichtsbücher.

Manche nennen das Manöver Clew first mutant (siehe surf 7/2009-> ), doch für mich ist es eher ein Clew first wave 360. Diesen Move musst du knallhart durchziehen. Ein Rantasten gibt es nicht. Es ist ein sehr hoch gesprungener Wave 360, aber eben Achterliek voraus (clew first). Ich habe diesen Move schon vor längerer Zeit einmal gemacht und dachte seither darüber nach, mehr Tricks beim Wellenabreiten clew first zu machen. Aber mit Schothorn voraus zu fahren ist nicht so einfach, vor allem in Wellen und mit böigem Wind und manchmal ist das Resultat alles andere als angenehm.

Als ich es das erste Mal wieder versuchte, kriegte ich einen 360er einigermaßen schlampig hin. Aber es war einfacher als es vielleicht aussah. Der Knackpunkt war nur, dass ich mich nicht auf meinen Bottom Turn verlassen durfte, denn ich konnte nicht am Segel ziehen, um mich wieder aufzurichten. Ich musste den Turn also viel aufrechter fahren und mehr so surfen als hätte ich gar kein Segel.

An dem Tag als die Fotos entstanden liefen recht hohe Wellen und die Bedingungen waren insgesamt recht tricky. Ich erinnere mich, dass ich an diesem Tag Ärger hatte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man etwas verändern muss, etwas anders machen muss, wenn man einen schlechten Tag hat. Bei mir funktioniert das immer. Und wenn man nur eine Inspiration für die nächste Session bekommt. Ich entschied mich also, an diesem Tag den Clew first 360 zu versuchen.

Ich weiß noch genau, diese eine Welle war perfekt. Sie hatte ein gute Höhe und niemand war mir im Weg. Manchmal ist das Problem in Hookipa, dass die Welle zwar gut aussieht, aber die Lippe sich eher unsauber zeigt. Nicht so an diesem Tag. Meine Welle gab mir an der Lippe den richtigen Push und die Rotation war sehr sauber. Ich war mit der Drehung schon ziemlich früh fertig und ich sagte mir: Jetzt musst du nur festhalten, nur nicht loslassen. Als nächstes erinnere ich mich, dass die Landung unglaublich sanft war. Ich fing sofort an zu lachen, es war ein großartiges Gefühl. Ich liebe Windsurfen – manchmal ist es einfach der perfekte Sport. Später erzählte mir Jimmie, dass er eine Sequenz von dem Move gemacht hat. Cool!

Eines habe ich gemerkt, als ich den Mutant gelernt habe: Halt immer fest und versuch’ den Move durchzuziehen. Oft würden wir etwas schaffen, wenn wir nur eine Sekunde länger festhalten. Gib also nie auf, lass deine Kumpels lachen, mach’ einfach immer weiter – denn dann bist du irgendwann derjenige, der lacht.

Aloha Mark

Den Respect-Move gibt es unten als PDF-Download.

 

Fotos: Jimmie Hepp

Mark Angulo ist immer noch der Stylemaster. 

Themen: Download

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