Culo – auch als Movie

  • Fabian Weber
 • Publiziert vor 11 Jahren

Regulär in den Fußschlaufen steht eigentlich kaum noch ein Top-Freestyler. Wer allerdings den „Culo“ springen möchte, sollte diese Standposition einnehmen. Der Belgier Steven van Broeckhoven, bester Europäer in der Gilde der Tricksurfer, gibt in kurzen Worten die Anleitung zum Absprung in den verkehrten „Burner“.

Steven van Broeckhoven beim Culo

Wenn man die Freestyle-Worldcups der vergangenen Saison noch einmal Revue passieren lässt, und die Ergebnisse betrachtet, fällt auf, dass sich bei jedem Event fast immer die gleichen Fahrer in den Top Ten behaupteten. Das ist natürlich kein Zufall. Seitdem sich das neue Judging-Format im Freestyle-Worldcup durchgesetzt hat – nicht mehr die Menge an Tricks steht im Vordergrund, sondern möglichst neue, radikale Moves, je schwieriger und höher gesprungen, desto besser – trennt sich sehr deutlich die Spreu vom Weizen. Derzeit gibt es im Worldcup eine Hand voll Tricks, die den Unterschied zwischen Sekt oder Selters ausmachen. Sie sind so komplex in der Ausführung, dass sich nach wie vor ein Großteil der besten Freestyler der Welt daran die Zähne ausbeißt. Den Zahnarztbesuch sparen kann sich Steven van Broeckhoven. Der belgische Top-Freestyler beherrscht die schwierigsten Moves wie den “Culo” mit fast schon beängstigender Sicherheit. Seine Konstanz brachte ihm in der vergangenen Saison einen hervorragenden 5. Rang im Freestyle-Worldcup sowie den Titel des Europameisters ein. Mit Hilfe des “Culo” konnte Steven so manch engen Heat für sich entscheiden.

>>> Hier gibt's den Film zum Move (Rider: Andraz Zan/SLO 49) ->

 

Der “Culo” ist im Prinzip ein “Burner”, allerdings aus dem “regular stance” heraus gesprungen. Alles klar? Die Hauptschwierigkeit beim “Culo” besteht darin, in voller Fahrt normal in den Schlaufen stehend das Segel wie bei einer Duck Tack nach Luv zu schieben und im Anschluss aus der Backfahrt nach Lee abzuspringen. Wenn alles glatt läuft, sollte man dann über dem Segel liegend nach Lee rotieren. Leider wird’s nun nicht leichter, denn der zweite Knackpunkt hat es auch noch mal in sich. Damit sich das Segel nach der Rotation mit Hilfe des Windes und der eigenen Geschwindigkeit wieder aufrichtet, muss man den Impuls der Drehung verstärken. Das funktioniert am besten, wenn man mit dem Kopf in die Richtung schaut, in die man springt (der Kopf lenkt!). Ist die Rotation dann noch schnell genug und streckt man energisch den Segelarm, hat man auch schon einen der angesagtesten Freestyletricks des Jahres 2009 in der Tasche.

Die Anleitung zum Culo gibt's unten als PDF-Download.

Viel Spaß beim Tricksen!!

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