Kaino - auch als Movie

  • Fabian Weber
 • Publiziert vor 11 Jahren

Kai Lenny zeigt im Windsurf Movie II seinen Kaino live - klickt mal rein.... Wonderboy Kai Lenny (17) lebt auf Hawaii und gilt als einer der größten Hoffnungsträger der nächsten Generation in der Welle. Bekannt durch seine Vielseitigkeit, vor kurzem konnte er den ersten Stand-up-Paddle Worldcup auf Hawaii gewinnen, gilt er als Parade-Exemplar für den Titel des sagenumwobenen hawaiianischen „Waterman“.

Hier gibt's den Film zum Move -> 

In den Anfangszeiten der Freestyle-Bewegung war alles noch harmlos. Wenn es darum ging, neue Tricks fürs Flachwasser zu erfinden, bedienten sich die meisten Top-Freestyler einfach in ihrem Wave-Repertoire. Die Jungs überlegten sich, welche Wave-Moves auch im Flachwasser funktionieren könnten und begannen wie wild daran zu feilen. So entstanden spektakuläre Freestyle-Tricks wie der Ponch, Wymaroo und viele mehr. Die Freestyle-Disziplin explodierte förmlich, fast wöchentlich entstanden und entstehen neue Moves. Bei den Wavern dagegen wurde es etwas ruhiger, die meisten konzentrierten sich auf stylisches Wellenabreiten und einige Standardsprünge.

Erst als ein paar “Young Guns” damit anfingen, neue Freestyle-Tricks aus dem Flachwasser zurück ins Waveriding zu integrieren, gab es wieder frischen Wind in der Wave-Disziplin. Es ist unglaublich, wie stark sich diese beiden Disziplinen gegenseitig beeinflusst haben und es ist toll zu sehen in welche Richtung sich das Waveriding derzeit entwickelt. Viele Top-Waver arbeiten daran, Freestyle-Tricks wie den Taka oder Backside 360° in die heftigsten Sektionen der Welle zu zirkeln.

Kai Lenny hat sich, bevor er seinen neuen Trick, den Kaino, kreiert hat, auch ein wenig im Freestyle-Lager umgeschaut. Einen der derzeit angesagtesten Freestyle-Tricks, den Kono, hat er geschickt in einen spektakulären und flüssigen Wave Move verpackt. Respect!

Und warum der Name Kaino? Kai: “Mein neuer Trick Kaino basiert auf dem Flachwasser-Kono. Da ich eine neue Variation des Moves für die Welle erfunden habe, dachte ich mir, ich kombiniere den Namen des Tricks mit meinem Vornamen. Heraus kam der Kaino.

Die Technik:

(Die Anleitung zu diesem Move findet Ihr unten als PDF-Download.)

Hier gibt's den Film zum Move ->

Der Kaino setzt sich aus einem Carving 360°, frontal in die Welle gefahren, und dem Freestyle-Trick Kono zusammen.

Am besten suchst du dir eine steile Welle, auf die du mit sattem Druck im Segel frontal zufährst. Direkt vor der Welle zirkelst du in einen halben Carving 360er – der Wellenschub unterstützt dich dabei. Wenn das geklappt hat, fährst du jetzt back stehend die Welle hinunter. Den ersten Teil des Moves hast du jetzt schon in der Tasche und das Gefühl bis hierhin ist schon fast unschlagbar – es kommt aber noch besser.

Aus der Backfahrt, je schneller und angepowerter desto idealer, solltest du versuchen, möglichst hart in den Wind zu carven, um möglichst viel Druck im Segel aufzubauen. Dieser hilft dir, den Kono hoch und schnell zu zelebrieren. Bist du weit genug in den Wind gecarved, ist es Zeit für den Absprung. Du musst dich dafür mit deinem gesamten Gewicht schlagartig nach hinten werfen und mit der Segelhand kräftig drücken. Jetzt segelst du wie beim “normalen” Kono um 180 Grad in den Wind.

Das verrückte beim Kaino: Du schwebst nun über der Welle und slidest nach der Landung komplett rückwärts die Welle wieder herunter. Verkehrte Welt.

Hast du’s bis hier geschafft, ist der Rest nur noch eine Kleinigkeit. Du musst jetzt das Board nur noch einmal um 180 Grad flippen, der Wind und Wellenschub unterstützen dich dabei, und das Segel schiften und schon hast du eine der aktuellsten Wave-Freestyle-Kombos im Sack.

Kai Lenny beim Autogrammeschreiben während des Colgate World Cups auf Sylt 2009

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