Reverse

  • Christl Borst-Friebe
 • Publiziert vor 10 Jahren

Der Brasilianer Marcilio „Brawzinho“ Browne zählt heute zu den innovativsten und radikalsten New School Waveridern auf der Worldtour. Der Move wird aus einem extremen Backside Cutback geslidet, dadurch sieht man ihn meist eher in Pozo- oder Cabezo-Bedingungen. Im Worldcup gibt es nach wie vor nur eine Hand voll Fahrer, die den Reverse beherrschen – ein Move zum Zähne ausbeißen.

About the "Reverse"

Der Brasilianer Marcilio “Brawzinho” Browne zählt heute zu den innovativsten und radikalsten New school Waveridern auf der Worldtour. Mit seiner Sicht der Dinge, die schwierigen Wave Moves wie Air Taka, Goiter oder Backside 360er in die heftigsten Sektionen der Wellen zu zaubern, hat er defnitiv die Grenzen des Machbaren verschoben und das Waveriding verändert. Wie könnte es auch anders sein, der Ursprung seiner Leichtigkeit bei den schwierigen Wavetricks stammt natürlich aus der Freestyleschule. 2007 holte sich Brawzinho sogar den Weltmeistertitel im Tricksen, verabschiedete sich dann aber nach einer Verletzung relativ zügig von dieser Disziplin, um sich voll und ganz auf seine Wave-Karriere zu konzentrieren. Seither bereichert er, zusammen mit seinen Kumpels Kauli Seadi und Ricardo Campello, den Sport mit reichlich Innovationen. Nicht nur was die Trickkiste angeht, sondern auch die Board- und Segelentwicklung wurde von den Jungs auf den Kopf  gestellt.

Ricardo war es auch, der schon vor einiger Zeit den “Reverse”, also eine Art Grubby auf der Welle, kreierte. Der Move wird aus einem extremen Backside Cutback geslidet, dadurch sieht man ihn meist eher in Pozo- oder Cabezo-Bedingungen. Im Worldcup gibt es nach wie vor nur eine Hand voll Fahrer, die den Reverse beherrschen – ein Move zum Zähne ausbeißen.

Während der Filmaufnahmen für den Gran Canaria-Part von “Minds Wide open” zog Marcilio alle Register und sorgte mit einigen unglaublichen Tricks für staunende Gesichter bei der Filmcrew. Der Reverse war einer davon – staunt selbst.

How to do a "Reverse"

Der Reverse entsteht aus einem Backside Cutback, suche dir also am besten einen Spot, der Onshore oder Sideonshore-Bedingungen mit kleinen Wellen bietet. Wähle dein Material so, dass du dich wohl fühlst, du solltest aber nicht überpowert sein. Suche dir eine Welle und setze deinen Backside Cutback in den brechenden Teil, versuche dabei viel Speed mitzunehmen. Der Backside Cutback sollte richtig radikal sein, mit dem hinteren Fuß musst du mächtig Druck geben, damit das Board anfängt über das Weißwasser zu rutschen. Versuche dabei, dich wie bei einem Grubby möglichst weit nach vorne Richtung Brettspitze zu lehnen und das Segel back zu drücken.

Wenn du dich weit genug nach vorne lehnst und mit den Füßen dem Board mit viel Druck die Richtung vorgibst, hilft dir der Wellenschub beim weitersliden. Schaue jetzt über deine hintere Schulter, achte weiterhin auf deine Vorlage und halte dem Segeldruck stand. Jetzt musst du eigentlich nur noch deine Position halten und warten, bis das Board zu Ende geslidet hat und parallel zur Welle steht. Lehne dich jetzt nach hinten, um auf das Umschlagen des Segels vorbereitet zu sein und hole mit der Segelhand dicht. Wenn alles gut gegangen ist, gleitest du jetzt einfach auf dem Weißwasser der Welle weiter und kannst dir gleich am Strand den verdienten Applaus abholen.

Die ideale Vorübung für den Reverse ist der Grubby, da sich die Bewegungsabläufe sehr ähnlich sind. Viel Spaß.

Fotos: J. Carter  

 

 

Den Reverse-Move findest Du unten als PDF-Download.

 

Marcilio Browne Alter: 22 Segelnummer: BRA-105 Sponsoren: Fanatic, North Sails, ION, MFC

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