Tail Grab Pushloop

  • John Skye
 • Publiziert vor 11 Jahren

Für Snowboarder ist es völlig normal, dass sie bei ihren Flugeinlagen mit den Händen irgendwo am Sportgerät rumfummeln. Je nachdem wo sie hinlangen, haben sie auch schon einen neuen Trick erfunden. Ihr großer Vorteil: Sie haben im Flug die Hände frei! Als Windsurfer sollte man dagegen, wie beim Autofahren, beide Hände am Lenker haben. Alles Quatsch – findet John Skye.

John Skye beherrscht den Tailgrab Pushloop perfekt

Ich glaube, der Tailgrabpushy ist sowas wie mein Markenzeichen geworden. Ich mache diesen Sprung nun schon seit einigen Jahren, aber bei anderen Fahrern habe ich ihn noch nicht so oft gesehen. Das erste Mal probierte ich den Move bereits 2003. Ich kann mich gut erinnern, dass ich da gerade eines der ersten richtigen Freestyle-Videos geschaut hatte. Ich weiß den Titel des Streifens nicht mehr, aber damals war Freestyle noch viel dichter am Wavesailing dran. Web Pedrik von der Columbia River Gorge war der Meister in diesem Video, und er machte damals schon sehr feine Tail Grab Pushloops. Bei seiner Version griff er schon im Steigflug nach dem Absprung ans Heck und ich fand das wahnsinnig cool.

Aber ich dachte darüber nach, wie man den Move noch cooler machen könnte und versuchte, erst am höchsten Punkt der Rotation ans Heck zu greifen. Und siehe da: es klappte. Seither habe ich den Sprung schon tausendfach gemacht. Aber irgendwie traue ich mich nie, ihn auch konsequent im Wettkampf zu zeigen. Mal sehen, vielleicht schaffe ich es ja diese Saison.

Die Technik beim Tail Grab Pushloop ist eigentlich die gleiche wie beim normalen Pushloop. Also lern’ den erst mal perfekt, bevor du an die One-Hand-Variante gehst. Spring’ den Pushloop ganz normal. Am höchsten Punkt, wenn du schon fast durch den Wind rotiert bist, lass’ die hintere Hand von der Gabel los und greif’ ans Heck. Versuch’ es so lange wie möglich festzuhalten (das macht die Sache erst richtig cool). Wenn alles gut geht, solltest du auch in dieser Position ganz normal weiter rotieren. Am Ende lässt du das Heck einfach los und greifst zurück an die Gabel. Das größte Problem bei dem Sprung ist, wie ich finde, dass man nicht genügend rotiert ist, bevor man das Heck greift. Also stell’ sicher, dass du schon durch den Wind gedreht hast, bevor du die Hand loslässt.

 

Die Anleitung zum Tail Grab Pushloop gibt's unten als PDF-Download.

 

John Skye – mal mit beiden Händen am Board

Themen: Download

  • 0,00 €
    Move: Tail Grab Pushloop

Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • DWC Norderney 2010

    23.05.2010Sebastian Kördel siegt beim Deutschen Windsurf Cup im Rahmen des „White Sands Festival“ auf Norderney – Eine Veranstaltung voller Spannung und Überraschungen erlebten die ...

  • North Sails Ice 5,3

    31.03.2009Äußerst gut kontrollierbares Segel mit gutem Handling und einer gelungenen Mischung aus Drive und Neutralität, das auch sehr leicht wirkt.surf-Tipp: Allrounder mit guter Eignung ...

  • England: Cornwall

    29.03.2012Unwirtliche Kliffs, lange Strände und einsame Buchten prägen die Küsten Cornwalls. Und über allem liegt manchmal ein fast übernatürlicher Zauber aus Wasser, Wellen und Licht. John ...

  • Schottland

    14.01.2004Am Ende der Straße ist Schottland zu Ende. Bei Thurso ist einfach Schluss. Hier haben die Wellen und Stürme aus dem Nordatlantik ganzjährig „Tag der Offenen Tür“. Ungebremst ...

  • Einsteigerboards 2002

    30.03.2005Die Pisa-Studie lässt grüßen: Fast alle Hersteller starten jetzt eine Ausbildungsoffensive – kurze, breite Boards mit scharfem Shape und sanftem Softdeck als Lehrmittel für den ...

  • Gaastra Manic 4,7

    15.03.2009Ein direkt wirkendes Segel für radikalste Bedingungen. Fahrstabil und einfach zu surfen, dabei radikal für extremste Bedingungen. Etwas weniger gleitstark.

  • JP Single Thruster 82 Pro vs. JP Twinser Quad 82 Pro

    15.03.2012surf-Empfehlung: Bei JP fällt die Wahl nicht so leicht – beide Shapes sind vollwertige Waveboards. Wer sehr gut in der Welle surft, holt bei Sideshorewind aus dem Quad mehr raus – ...

  • Tabou Twister 100 Team

    20.10.2010Der Tabou wirkt kleiner, aber auch lebendiger, schlägt Haken auf der Stelle und rotiert eher zu weit als zu wenig. Kurzum ein Board für höchstes Niveau im Freestyle. Gutes ...

  • Hüfttrapeze

    13.09.2009Früher war die Sache einfacher – Racer fuhren eine Sitzhose und wer einen Hüftgurt umschnallte zeigte, dass ihn Geradeausfahren langweilt. Mittlerweile setzten sich Hüfttrapeze ...