Taka

  • Fabi Weber
 • Publiziert vor 11 Jahren

Taka Kamaguchi, ein Japaner, produzierte aus Versehen bei einem Cutback einen Spinout. Durch den Wellenschub kam er ins sliden, der Taka war geboren. Will ein Worldcupper heute im Heat punkten, kommt er an diesem Move nicht mehr vorbei. Fabi Weber, einer von Deutschlands Top-Freestylern, zeigt wie’s geht.

Viele, unter Wavern aktuell sehr angesagte “New-School-Moves”, stammen aus der Ideenküche des Freestyle. Kein Wunder, das Level im Tricksurfen ist in den vergangenen Jahren explodiert und es gibt so viele neue Moves, dass man schon ordentlich zu tun hat, will man den Überblick behalten. Eigentlich logisch, dass viele der jüngeren Waver, die häufig sogar vom Freestyle kommen, sich Gedanken darüber machen, welche Tricks aus dem Flachwasser man auch auf einer Welle zelebrieren kann.

Beim Taka war das nicht anders. Zwar war die Entstehung noch reiner Zufall, da der Japaner Taka Kamaguchi bei einem Cutback versehentlich einen Spinout hatte und dabei dank des Wellenschubes durch den Taka slidete. Die Perfektionierung des Moves, vor allem auch in Onshore-Bedingungen, stammt aber ohne Zweifel vom Bewegungsablauf eines Clew First Punetas, einem klassischen Freestyle-Move. Mittlerweile ist der Taka aus dem Repertoire eines Worldcup-Heats, vor allem in auflandigen Bedingungen wie vor Pozo, nicht mehr wegzudenken. Kaum ein Fahrer aus den Top Ten verzichtete beim diesjährigen Gran Canaria-Worldcup auf den Taka in seinen Heats.

Im Gegenteil, es wird immer entscheidender, die Tricks in die heftigsten Sektionen der Wellen zu setzen und eine Welle mit viel Flow zu bearbeiten. Neben ein paar guten Cutbacks darf für einen perfekten Wavescore vor Pozo ein Backside 360er und Taka auf ein und derselben Welle nicht fehlen.

How to do a Taka?

Um den Taka möglichst schnell zu lernen, suchst du dir am besten einen Spot mit Sideonshore- oder Onshore-Bedingungen. Wichtig ist auch, dass du ordentlich Power im Segel hast. Der Taka eignet sich perfekt dafür, einen Wellenritt abzuschließen, in dem du ihn auf die bereits gebrochene Schaumwalze zirkelst.

Fahre einen Bottom Turn und versuche, nicht zu viel Speed zu verlieren. Nun fährst du in Clew-first- und Switch-Stance-Haltung auf die Welle zu. Achte dabei darauf, dass das Segel weit geöffnet bleibt und du die Welle möglichst vertikal triffst. Je vertikaler du die Welle nimmst, desto leichter slidest du in die Backposition und damit in den Taka. War dein Hit ins Weißwasser vertikal genug, drückt es dich automatisch durch den Wellenschub in die Backposition. Achte beim Backsliden auf deine Vorlage und schiebe das Segel, ähnlich wie beim Flaka, mit der Segelhand durch den Wind, um die Rotation zu beschleunigen.

Zusätzlich kannst du noch mit dem Kopf über deine Schulter schauen, denn wie für jeden anderen Move auch gilt “where you look is where you go”. Bei der Ausleitung musst du nur noch darauf achten, dass du nicht vom Druck überrascht wirst wenn das Segel durch den Wind schnalzt. Lehne dich rechtzeitig nach hinten um die Rotation auszugleichen und schon hast du einen super angesagten Wave-Move zelebriert.

Fotos: Seb Schöffel, Text: Fabi Weber

Fabian Weber Alter: 32 Segelnummer: G-999 Sponsoren: Fanatic, North Sails, ION, MFC

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