Tow-in Burner 900°

  • Fabi Weber
 • Publiziert vor 10 Jahren

Die Freestyleszene ist jung, kreativ und permanent im Vorwärtsgang. Rückwärts gibt’s im Freestyle nicht, außer beim Sliden eines Moves. Die „Disziplin“ entwickelt sich permanent weiter. Der vierfache Freestyle-Weltmeister Gollito Estredo beherrscht die Tow-in-Freestylesessions derzeit nach belieben und bekommt regelmäßig die Maximalpunktzahl der Judges für seine unglaubliche Airtime beim Burner 900°, Gollitos signature Tow-in-Trick.

About Tow-in Burner 900°

Die Freestyleszene ist jung, kreativ und permanent im Vorwärtsgang. Rückwärts gibt’s im Freestyle nicht, außer beim Sliden eines Moves. Die “Disziplin” entwickelt sich permanent weiter, ich würde sogar so weitgehen, zu sagen, sie erfindet sich in regelmäßigen Abständen neu. Es ist noch gar nicht so lange her, da waren “Sliding” Moves wie Punetas, Esliders & Spocks die Krönung einer jeden Freestyler-Karriere. Es wurde geslidet bis einem schwindelig wurde, vierfach Flakas, Tripple Punetas, Hauptsache irgendwie rückwärts rutschen. Zum Teil wurden Boards entwickelt, die besser rückwärts als vorwärts fuhren.

Dann kamen die so genannten “Power Moves” wie Burners, Culos, Air Funnels und somit die nächste Revolution im Freestyle. War es vor zwei Jahren noch absolut hip, nur gerade so viel für einen Move abzuspringen, um ihn dann schön sliden zu können, gilt heute genau das Gegenteil – je mehr Airtime und je weniger das Board während eines Moves das Wasser berührt, desto besser. Mittlerweile werden Slide Moves in einem Worldcupheat entweder, um die Schwierigkeit zu toppen, an einen “Power Move” angehängt, oder als Lückenfüller eingesetzt, wenn der Wind mal schwächelt.

Was aber macht man, wenn der Wind während eines Events komplett ausbleibt und die Freestyle-Meute ungeduldig wird? Man überlegt sich etwas, mit dem man den Event retten kann – Tow-in. Es gibt wohl nichts besseres, was einem flautengeplagten Windsurfevent passieren kann, als eine Tow-in-Session mit einer Horde Freestyler, die heiß auf Action ist. Die Fahrer werden dabei je nach Jetski-Power auf 30 bis 50 Sachen beschleunigt und können dann aus voller Fahrt ihren Move zelebrieren. Der vierfache Freestyle-Weltmeister Gollito Estredo beherrscht die Tow-in- Freestylesessions derzeit nach belieben und bekommt regelmäßig die Maximalpunktzahl der Judges für seine unglaubliche Airtime beim Burner 900°, Gollitos signature Tow-in-Trick.

Tow-in selbst probieren?

Klar, warum nicht! Das Schwierigste beim Tow-in, neben dem Move selbst, ist es, in die Gleitfahrt zu kommen. Stelle dich am besten mittig auf dein Board, halte mit der Segelhand den Gabelbaum und mit der Masthand die Zugleine fest. Sobald du mit dem Board ins Gleiten kommst, es liegt stabiler auf dem Wasser, versuche dich jetzt vorsichtig in die Schlaufen zu tasten. Sobald du sicher in den Schlaufen stehst und eine ausbalancierte Fahrt hinbekommst, kannst du dich auf deinen ersten Tow-in-Move konzentrieren.

Suche dir zum Absprung eine glatte Stelle aus, und lasse das Seil los. Jetzt muss alles schnell gehen, damit du nicht zu viel Speed verlierst. Fasse mit der Masthand die Gabel und springe so schnell wie möglich ab. Versuche ein paar Flakas, um ein Gefühl für das richtige Timing zu entwickeln, klappt das, steht der Burner 900° an.

Den Tow-in Burner 900°-Move findest Du unten als PDF-Download.

Fotos: John Carter/PWA, Text: Fabi Weber

Gollito Estredo

Alter: 22

Segelnummer: V-01

Themen: Download

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    Tow-in Burner 900°

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