Redaktion

Worldcup Sylt: Premiere für die Foiler

  • Tobias Frauen
04.10.2019

Nach einer Woche Warten durften heute auch die Foiler aufs Wasser. Nach drei Kursrennen und einem Slalom wurde die WM-Wertung ordentlich durcheinandergewirbelt.

Nico Prien auf dem weiten Weg zum Renn-Kurs

Nach sechs Tagen Warten durften heute endlich auch die Foiler aufs Wasser. Während der leichte Ostwind am Strand kaum spürbar war, wurden weiter draußen immer hin zehn Knoten und mehr gemessen. Das bedeutete Kursrennen, die leider von Land aus nur schwer zu verfolgen waren.

Doch für das Rennen um den WM-Titel war jeder Heat wichtig. Thomas und Nico Goyard, vor Sylt auf den Plätzen fünf und sechs der Rangliste, dominierten die ersten drei Läufe und machten die Siege unter sich aus. Zweimal hatte Thomas die Foil-Nase vorne, einmal Nicolas.

Auch dahinter war alles in französischer Hand. Julien Bontemps und Alexandre Cousin fuhren konstant in die Top fünf, auch WM-Anwärter Pierre Mortefon war mit Rang vier im ersten Lauf auf Kurs. Doch im zweiten Rennen stürzte er in Führung liegend und musste sich danach mit dem zwölften Platz zufrieden geben.

Die Bedingungen vor Westerland waren alles andere als einfach für die Foiler. "Es gibt noch ordentlich Wellen von den letzten Tagen, das macht es schwierig", berichtete Sebastian Kördel vom Rennen. Er kam nach einem Mast-Tausch in letzter Minute im ersten Rennen auf Rang neun, anschließend auf Rang sieben ins Ziel. "Ich hatte einen schlechten Start, hätte aber die Vierer-Gruppe vor mir beinahe noch erwischt. Das war mega-enges Racing, echt spannend!" Im dritten Lauf konnte sich Kördel dann mit Platz vier noch weiter verbessern.

Der WM-Führende Matteo Iachino konnte zwar noch nicht ganz nach vorne fahren, platzierte sich aber mit den Plätzen sechs, drei und wieder sechs konstant in den Top Ten. "Meine Taktik am Start ist nicht aufgegangen, aber mit meinem Speed bin ich zufrieden", so der Italiener anschließend. 

Nach einer Pause wurde dann umgestellt auf Foil-Slalom, also ging es im Zick-Zack-Kurs downwind Richtung Helgoland. Dabei wurde das Feld in zwei Vorläufe aufgeteilt, bei denen Iachino und Sebastian Kördel mit jeweils großem Abstand als Erste durchs Ziel gingen. Zwischendurch musste noch der Kurs korrigiert werden, da der wenige Wind etwas Richtung Süden gedreht hatte. 

Im Finale lag dann wieder Matteo Iachino vorne, was ihn zumindest vorübergehend den zweiten Platz in der Event-Wertung einbringt. Platz neun war für Sebastian Kördel nach dem guten Vorlauf etwas enttäuschend, doch der Mann aus Radolfzell berichtete hinterher, dass er nach einem suboptimalen Start keinen freien Wind hatte. Nico Prien, als Sechster aus dem Vorlauf ebenfalls im Finale, crashte bei der ersten Halse in die Boje und kam als 16. und damit Letzter ins Ziel.

Damit liegen die Goyard-Brüder in der Sylt-Wertung vorne und schieben sich auch in Sachen WM an die Spitze. Matteo Iachino rutscht auf Platz vier ab, während Pierre Mortefon mit seinem zehnten Platz hier bis auf Rang sechs durchgereicht wird, den er sich derzeit mit Sebastian Kördel teilt.

Nach der vierten Wertung war Schluss für heute, morgen und am Sonntag könnte der Wind noch für weitere Rennen reichen. Dann fällt auch die WM-Entscheidung im Foil, es bleibt also spannend!

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