Anders Bringdal steigt bei Mistral ein

 • Publiziert vor 12 Jahren

Sensation auf dem Brettmarkt. Der schwedische Ex-Worldcupper Anders Bringdal (41) ist der neue Lizenznehmer für Mistral-Boards. Ab dem 1. Juli führt der Worldcup-Dauerrivale von Robby Naish aus den 90er-Jahren die Marke aus seiner Wahlheimat Marseille in Südfrankreich. Mit an Board ist auch ein Mistral-Urgestein: Ernstfried Prade, Mitgründer der Marke, wird für das Marketing und die Boardgrafiken zuständig sein. Bringdal, der bislang seine eigene Brettmarke ab+ führte, plant vorerst eine überschaubare Palette mit 14 Boards, die im November auf den Markt kommen.

Anders Bringdal

Nachdem es die letzte Saison immer ruhiger um die Traditionsmarke Mistral wurde, Lizenznehmer Boards and More GmbH pushte vorwiegend Fanatic, überraschte Mistral-Inhaber Ado Huisman jetzt die Szene mit einem neuen Deal. Ab 1. Juli 2009 übernimmt der ehemalige Worldcupper Anders Bringdal Mistral. Sein Hauptquartier schlägt der Schwede im südfranzösischen Marseille auf. Wir stellten dem Boss von Bringdal International einige Fragen.

Wann geht es los mit einer neuen Mistral-Range?

Ende Juli werden wir die neue Range für 2010 vorstellen. Als erstes kommen vier Slalombretter und ein Speedboard auf den Markt.

Wieviel Boards in welchen Bereichen bietet Mistral an?

Wir arbeiten noch an der kompletten Range, aber es ist noch ein bisschen zu früh, darüber zu sprechen. Auf jeden Fall bringen wir noch einige Waveboards, sowohl Single Fin als auch Twinser. Anschließend folgen dann die Freerider und die Freeraceboards. Auch einige SuPBoards sind in der Planung. Insgesamt soll die Palette so an die 17 bis 20 Bretter umfassen.

Produziert weiterhin Cobra in Thailand?

Das hängt noch etwas in der Luft, einige Boards werden wohl bei Cobra hergestellt, aber auch ein Produktion in Vietnam wird aufgebaut.

Wir hörten, Mistral-Mitbegründer Ernstfried Prade ist auch in deinem Team. Was macht er genau?

Ernstfried ist meine rechte Hand und zuständig fürs Design, den Internet-Auftritt und die Kommunikation. Ich bin froh, dass er in meinem Team ist, denn keiner ist mehr in diese Marke involviert als er.

Zum Sport: Wird Mistral wieder im Worldcup mitmischen, gibt es ein neues Team?

Mein Fokus liegt zuerst auf dem Produkt, dann wollen wir mit den Importeuren „Local-Teams“ aufbauen. Denn die können uns dann die entscheidenden Impulse aus den verschiedenen Märkten geben. Wir werden auch weltweit in lokale Events wie dem Defi Wind investieren.

Marseille ist dein Firmensitz. Was sind die Gründe, von Frankreich aus die Marke zu steuern?

Als ich von Hawaii zurück nach Europa ging, habe ich mich in Marseille niedergelassen. Dort gibt es gute Bedingungen zum Windsurfen, hier bläst schließlich der Mistral. Zudem ist es ziemlich nahe zum europäischen Markt.

Wer übernimmt den Vertrieb? Was dieses Thema betrifft, halte ich mich noch etwas zurück. Wir werden sehr eng mit dem Club Mistral zusammenarbeiten, schließlich benützen dort jedes Jahr 25000 Windsurfer die Mistral-Boards. Ich bin auf jeden Fall sehr motiviert für die Zukunft.

Hier surft der Chef noch selber – der neue Mistral-Boss Anders Bringdal in der Monsterwelle von Jaws.

Themen: Anders BringdalMistral


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