Baukasten: Starboard Foils

  • Stephan Gölnitz
 • Publiziert vor 3 Jahren

Bei Ikea würde das Set vermutlich Fojlar heißen. Aus zwei Fuselages und vier Flügeln ergeben sich vier Kombinationen – auf drei verschieden langen Masten.

Starboard Foil

"The stiffer the better" – ein Foil muss so steif sein wie möglich, davon ist Starboard-Designer Tiesda You überzeugt. "Die Steifigkeit ist wichtig, wichtiger als beim Kiten, denn wir haben beim Windsurfen eine viel größere Last", begründet Tiesda seine Theorie. "Die Flügel sind größer und wir surfen breitere Boards, bringen so größere Hebelkräfte auf das Foil. Und wenn sich das System unter Wasser bewegt, wird es schwierig zu kontrollieren." Eine solide Vollcarbon-Konstruktion ist die logische Folge. Je nach Einsatzbereich lassen sich die Teile unterschiedlich zu vier Set-ups kombinieren. "Ich möchte, dass die Leute die Starboard-Foils als Foil-Plattform sehen", wünscht sich Tiesda, "wie ein Windsurf-Rigg, bei dem man Mast und Gabel tauschen kann. Der Frontflügel  (Front Wing) sorgt dabei für mehr Power und früheres Abheben oder weniger Power, späteres Liften, aber mehr Speed." Ähnlich ist es beim Back Wing. Der kleinere für mehr Speed bei stärkerem Wind, der größere für stabileren Auftrieb bei weniger Wind. "Der größere Heckflügel ist toleranter, einfacher zu surfen, den kleineren benötigt man nur für Top-Speed. Mein persönlicher Favorit ist der kleine Front Wing mit dem großen Back Wing, weil ich auch gerne erst auf dem Board richtig gleite, bevor ich dann foile", sagt Designer You. "Der große Front Wing mit dem großen Back Wing ist die Leichtwind-Kombination.

Das empfehlen wir auch für Foil-Einsteiger. Du kannst damit kleine Segel durch den großen Frontflügel benutzen und hast gute Stabilität durch den Heckflügel." Dazu lassen sich unterschiedlich lange "Fuselages", die Rümpfe des Unterwasser-Fluggerätes, an dem die Flügel montiert werden, kombinieren. Mit der langen Fuselage wird Höhelaufen verbessert und die Stabilität erhöht, das Foil reagiert langsamer und leichter berechenbar. Du hast mehr Zeit zu reagieren, wenn das Board steigt. Mit der langen Fuselage fühlst du dich schnell wie ein Pro, weil du nie aufs Wasser aufschlägst. Der Nachteil ist der große Auftrieb bei viel Wind und hohem Speed. Je nach gewünschter Flughöhe und Können lassen sich diese Sets auf drei Masten (75 (Alu)/85/95 Zentimeter) kombinieren. Länger ist dabei leistungsstärker, aber auch anspruchsvoller. Ab Sommer soll es das Freeride-Modell GT auch in Alu-Ausführung geben.

Das passende Board basiert auf dem UltraSonic mit relativ wenigen, aber wichtigen Modifikationen. Die Finnenbox ist im speziellen Foilboard deutlich verstärkt. Dazu gibt es zusätzliche Schlaufenpositionen und die Cut Outs im Heck sind geschlossen, für mehr Volumen im Heck und besseres Angleiten. Dazu kommt noch eine gute Nachricht aus der Entwicklungsküche: "Uns war wichtig, dass der Foil 147 ein gutes Windsurfboard bleibt, es fühlt sich an wie der UltraSonic".

TECHNISCHE DATEN

Starboard Foil 147 Carbon Reflex Länge: 241 cm Breite: 95 cm Gewicht: 8,3 kg (9,5 kg*) Preise: 2799 Euro (2299 Euro in Technora-Edition*)

Starboard Foil

Starboard Foils Ultra:  Mast Carbon 85 oder Alu 75; Front Wing Small; Tail Wing Small; Fuselage Alu 75 Slalom:  Mast Carbon 95 oder Alu 75; Front Wing Small; Tail Wing Large; Fuselage Alu 75 GT: Mast Carbon 85 oder Alu 75; Front Wing Large; Tail Wing Large; Fuselage Alu 75 Race:  Mast Carbon 95; Front Wing Large; Tail Wing Small; Fuselage Alu 115 Preise: 2049 (Race 2149) Euro Infos: www.star-board.com

Starboard Foil

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Schlagwörter: Foilsurfen Starboard


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