Boot Düsseldorf 2018

09.03.2018 Manuel Vogel - Die boot Düsseldorf verbuchte im Januar 2018 ein neues Rekordergebnis – daran hatte auch die neue Beach World in Halle 8a ihren Anteil, die sich dank stehender Welle, riesigem Wasserbecken und chilliger Atmosphäre zu einem echten Publikumsmagneten entwickelt hat.

© Thorsten Indra
Boot Düsseldorf 2018
Boot Düsseldorf 2018

Messechef Werner M. Dornscheidt dürfte aus dem Grinsen gar nicht mehr herausgekommen sein, konnte er doch Rekordzahlen vermelden: 1923 Aussteller und 247.000 Besucher festigten den Status der boot Düsseldorf als weltgrößte Wassersportmesse. Anteil daran hatte auch die neue Beach World in Halle 8a. Hier waren diesmal Aussteller, Shops und Attraktionen wie die stehende Welle "The Wave" oder ein knapp 65 Meter langes Wasserbecken vereint unter einem Dach – Südsee-Feeling als Publikumsmagnet, dieser Plan ging auf: Laut Veranstalter sahen sich 110.000 Menschen die Action auf der Welle an, und das Beste: Jeder konnte mitmachen! Knapp 1500 Besucher surften "The Wave", unzählige paddelten mit dem SUP-Board über das deutlich vergrößerte Wasserbecken oder schüttelten ihren Kindheitshelden Robby Naish oder Björn Dunkerbeck die Hand. Trendwende geschafft!

MITMACH-MESSE

Gute Shows wurden einige geboten – wenn SUP-Stars wie Bernd Roediger (3) oder Dänen-Ripper Casper Steinfath "The Wave" bearbeiteten, waren "Ahhs" und "Ohhs" garantiert. Doch dabei blieb es nicht, denn die Beach World lud erneut zum Mitmachen ein: 1500 Besucher versuchten sich selbst beim Wellenreiten (1), Ikone Robby Naish hatte großen Spaß daran, den Nachwuchs beim ersten Wellenritt zu unterstützen (4). Das diesmal deutlich größere Wasserbecken (6) erlaubte sogar Tow-in-Windsurfen von Worldcuppern wie Valentin Böckler oder Julien Mas (erste Doppelseite). Wer lieber trocken bleiben wollte, konnte am Stand von Mercedes (2 und 5) virtuelle Wellen surfen oder sich bei den Surf-Ausstellern über die neuesten Trends informieren. Nach langer Abstinenz wieder dabei waren North/Fanatic (7) und Naish. BIC, Gun Sails (10), Surfline Munich und Starboard/Severne gehören ja schon fast zum Inventar. Und auch wenn diesmal weniger Shops ihre Lager räumten, kamen Schnäppchenjäger doch immer noch auf ihre Kosten (8-9). 

Mal Einen Schnack mit dem Boardentwickler höchstpersönlich halten, den Finnendesigner über Spin-Outs ausquetschen oder ein Selfie samt Smalltalk mit King Robby (10)? Auf der boot standen die Stars und Markenvertreter den Besuchern Rede und Antwort. Philip Horn (2), unter anderem Vertriebschef der Marken NoveNove und XCEL, hatte zur Messe auch das neue DUO-Board mitgebracht, welches hinten auf einer festen Gleitfläche gleitet und dank aufblasbarem Bug einfach zusammengeklappt werden kann (1). Auch ein neues Komplettrigg mit Rucksackmaßen war erstmals zu sehen. Großer Erklärungsbedarf bestand natürlich beim Thema Foilen, am Stand von Starboard/Severne (3) war man hierfür bestens gerüstet. Auch Fanatic ist mittlerweile im Foilen aktiv und stellte seinen brandneuen Flügel vor (5). Neben etablierten Marken war und ist die boot aber vor allem für kleinere Brands eine Plattform – ein Segel der neuen Marke S2Maui (4) hatten vermutlich die wenigsten Surfer bisher live gesehen. Die von mehreren Ausstellern vorgestellten Jet-Surfboards, bei denen Surfen und Jetskifahren verschmelzen, waren zumindest ein Hingucker (7). Spannend für viele Besucher war sicher auch die Tatsache, es beim Beratungsgespräch direkt mit einem verantwortlichen Designer oder Entwickler zu tun zu haben: Von Gun Sails waren Entwickler Pieter Bijl (9) und der neue Teamfahrer Steven Van Broeckhoven dabei, am Stand von Fanatic stand Brandmanager Craig Gertenbach (8) den Kunden Rede und Antwort. Und wer schon immer mal alles über Finnen wissen wollte, war bei Rick Hanke (6), Designer von Maui ­Ultra Fins, bestens aufgehoben.

Zum 11. Mal wurden die surf-Leser Ende 2017  gebeten, ihre Stimme für den "Surfer of the Year" abzugeben. Über 1500 Leser machten beim Voting mit und fällten ein ebenso eindeutiges wie vorhersehbares Urteil: Das sensationelle Comeback von Philip Köster sicherte ihm 32 Prozent der abgegebenen Stimmen und damit seine achte Trophäe bei dieser Wahl mehr ->

Henri Kolberg wurde indes "boot Düsseldorf Windsurf-Talent des Jahres" mehr ->

DIE SCHNELLSTEN UND BESTEN

Traditionell fanden am zweiten boot-Wochenende auch die Jahressiegerehrungen für die Gewinner des German Speed King sowie des Deutschen Windsurf-Cups (DWC) statt. Die Teilnehmerzahlen bei den Speedern sind erneut beeindruckend, 136 Teilnehmer posteten knapp 2000 Sessions. Auch wenn 15 Teilnehmer sogar die 41-Knoten-Marke (76 km/h) knacken konnten, standen am Ende doch wieder bekannte Namen oben: Gunnar Asmussen gewann mit sportlichen 46,55 Knoten vor dem Deutsch-Italiener Roberto Hofmann (45,33 kn) und Klaus Küppenbender (43,81 kn). Asmussen konnte es sich auf der Bühne in Halle 8 gleich gemütlich machen, denn bei der anschließenden Siegerehrung des DWC durfte er ebenfalls einige Pokale in Empfang nehmen. Er gewann die Overallwertung vor Vincent Langer und Dennis Müller, zusätzlich auch die Master- und Slalomwertung. Leon Jamaer holte sich den Titel bei den Wavern vor Flo Jung und Dennis Müller, im Formula-Racing siegte Vincent Langer vor Asmussen und Nico Prien, und bei den Tricksern hatte Mathias Genkel die Nase vor Valentin Böckler und Lasse Bönecke. Als beste Dame nahm Freestylerin Johanna Rümenapp ihren wohlverdienten Preis entgegen, Oliver Schott wurde als bester Grand Master geehrt und die Zukunft könnte einem der drei top-platzierten Newcomer gehören: Michele Becker siegte bei den "Youths" vor Lars Paustian und Finn Kroll. Ebenfalls erfolgreich: Nick Spangenberg, Justus Schott und Leander Oldenburg als beste Junioren.

© Thomas Döblin
German Speed King
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© Thorsten Indra
DWC-Siegerehrung
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