Redaktion

Finale Grande auf Sylt

26.09.2018

Ab Freitag (28.9.2018) kommt es beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup auf Sylt zum großen Showdown am Brandenburger Strand in Westerland. Als Finale der PWA Worldtour werden auf Sylt die Titel in der Welle (Männer und Frauen), im Slalom, Freestyle und Foilracing vergeben. Wir stellen euch alle Favoriten vor.

Vier Disziplinen, über 100 Starter, hunderttausende Zuschauer und fünf Weltmeister-Entscheidungen: Der Mercedes-Benz Worldcup Sylt ist zum ersten Mal seit 2012 wieder das Finale der PWA-Tour. Vom 28. September bis zum 7.Oktober gibt es hoffentlich jede Menge Action auf dem Wasser - an Land im Party-Zelt und auf der Bühne ist sowieso immer was los. Auch das surf Magazin ist natürlich mit einem neuen Zelt zum chillen und schnacken dabei! Wir geben vor dem Super-Finale einen Überblick, wo es besonders spannend ist und wer sich Hoffnungen auf einen WM-Titel machen darf!

Matteo Iachino

Wie von einem Drehbuchautor inszeniert wirkt der Stand bei den Slalom-Herren: Antoine Albeau und Matteo Iachino liegen vor dem letzten Event punktgleich an der Spitze, beide haben gleich viele erste und zweite Plätze eingefahren. Iachino liegt nur wegen einem Platz Vorsprung vom Event an der Costa Brava derzeit vorne, auf Position Drei lauert noch Pierre Mortefon. Diese drei werden also auf Sylt ganz besonders im Fokus stehen: Kann Routinier Antoine Albeau seinen 25. WM-Titel holen? Oder geht der Titel nach 2016 zum zweiten Mal an Matteo Iachino? Weil auf Sylt bei Starkwind die Waverider und Freestyler Vorrang haben, sind eher einige Leichtwind-Slaloms zu erwarten. Beide Favoriten haben gezeigt, dass sie in allen Bedingungen siegfähig sind, doch Albeau könnte aufgrund seiner immensen Erfahrung und Coolness ein wenig die Nase vorn haben. Aus deutscher Sicht wird spannend, ob es Europameister und Gelegenheits-Worldcupper Vincent Langer wieder mal gelingt, das PWA-Feld aufzumischen. Im Jahresranking liegt Malte Reuscher bislang auf Rang 15, Sebastian Kördel kommt als 23. nach Sylt, da ist noch Luft nach oben.

Victor Fernandez

Auch bei Waveridern ist es spannend: Sah es nach dem Event in Pozo so aus, als ob Philipp Köster auf dem Weg zum 5. WM-Titel nicht aufzuhalten sei, ist vor dem Finale alles wieder offen. Durch einen ungewohnten fünften Platz vor Teneriffa liegt Titelverteidiger Köster derzeit nur auf Rang zwei hinter Victor Fernandez, der nach 2010 und 2016 seinen dritten Titel holen will. Machen die beiden die WM unter sich aus oder kann Ricardo Campello, derzeit auf dem dritten Platz, nochmal gefährlich werden? Auch Marcilio Browne, Jaeger Stone, Adam Lewis und Alex Mussolini auf den folgenden Rängen sind nicht zu unterschätzen und in den unberechenbaren Sylter Bedingungen für eine Überraschung gut. Zumindest in Richtung Top Ten möchte sich sicherlich auch Leon Jamaer vorarbeiten, der nach einem enttäuschenden 25. Platz in Pozo inzwischen wieder zur Normalform zurückgefunden hat. Nur drei Events in diesem Jahr bedeuten, es gibt keine Streicher, damit kann jeder Fehler einer zu viel sein und sich in der Rangliste noch viel tun.

Iballa Moreno

Bei den Damen hat Sarah-Quita Offringa sich in der Wave-Wertung in diesem Jahr zwischen die Moreno-Zwillinge geschoben und liegt derzeit auf Rang zwei hinter Iballa. Gelingt der Freestyle-Queen auch auf Sylt der Sprung ins Finale? Hinter den Top 3 lauert Lina Erpenstein, vor heimischem Publikum sicherlich besonders motiviert, den großen Namen gefährlich zu werden. Auch Steffi Wahl, Caro Weber und die Polin Justyna Sniady haben jede Menge Sylt-Erfahrung. Im Gegensatz zu den Herren schlagen in der Damen-Rangliste mit dem Cup in Marokko sogar vier Events zu Buche, so dass es einen Streicher geben könnte, der das Feld nochmal durcheinanderwirbeln würde.

Gollito Estredo

Nur zwei Wettbewerbe hingegen umfasst die Freestyle-"Tour". Bei den Damen hat Sarah-Quita Offringa schon auf Fuerteventura ihren fast schon abonnierten WM-Titel für dieses Jahr klar gemacht, bei den Herren fällt die Entscheidung auf Sylt. Top-Favorit ist einmal mehr Gollito Estredo, der den bislang einzigen Event auf Fuerte vor Adrien Bosson und Yentel Caers gewinnen konnte. Dauer-Rivale Amado Vrieswijk wurde dort nur Vierter. Klinische Freestyle-Bedingungen sind auf Sylt eher nicht zu erwarten, entscheidend wird sein wer seine Tricks am besten in den Shorebreak setzen kann. Der Weg zum Titel führt in jedem Fall nur über Gollito, der in den letzten Jahren aber fast unschlagbar wirkte.

Gonzalo Costa Hoevel

Besonders im Fokus steht auf Sylt das Foiling. Bevor 2019 der erste "echte" Weltmeister-Titel vergeben wird, geht es zwar in diesem Jahr nur um die goldene Ananas, aber alle Starter sind hochmotiviert. Und mit Sebastian Kördel ist sogar ein Deutscher unter den Aspiranten auf den Jahres-Sieg in der Trend-Disziplin. Drei Foil-Events gab es in diesem Jahr bislang, Gonzalo Costa Hoevel aus Argentinien führt die Rangliste an. Dahinter lauern Slalom-Weltmeister Antoine Albeau, Freestyler Amado Vrieswijk und Kördel. Auch beim Foiling wird es einen Streicher geben, wenn auf Sylt eine Wertung zustande kommt. Das Feld liegt eng zusammen, so dass Sebastian Kördel mit einem guten Ergebnis realistische Chancen auf die Top 3 hat.

Der Mercedes-Benz Worldcup Sylt startet am 28. September und geht bis zum 7. Oktober. Wir werden Euch täglich auf www.surf-magazin.de und auf unserer Facebook-Seite auf dem Laufenden halten!

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