German Freestyle Battle 2014 powered by CHIEMSEE

  • Jeanette Borchers
 • Publiziert vor 8 Jahren

Back to the roots: Die German Freestyle Battles kehrten in diesem Jahr dorthin zurück, wo vor vier Jahren alles begann. Chiemsee griff in die Tasche und lockte mit 1000 Euro Preisgeld Deutschlands Freestyler nach Pelzerhaken zum Surf Festival. Glücklicher Gewinner wude Adi Beholz.

German Freestyle Battle 2014: Adi Beholz, Platz 1

Report von Adi Beholz:

Die Idee war, am Samstag den 31. Mai zu starten und wenn es keinen Wind haben sollte, eine Wertung im Tow-in durch zu führen. Normalerweise laufen die Freestyle Battles als Stand by Event über mehrere Wochen und so rechnete dieses Mal auch keiner mit Wind am Samstag. Es war zu erwarten, dass ein Tow-in durchgeführt wird, bei dem die Fahrer von einer Winsch mit einem Seil angezogen werden, um dann aus dem Gleiten heraus einen Move zu springen.

Nichtsdestotrotz war die auf 32 Fahrer begrenzte Liste sehr schnell voll besetzt. Darunter auch der aus Österreich stammende Max Mattisek der als Towin Spezialist und Titelfavorit gehandelt wurde. Ich selbst (Adi Beholz) bin kein großer Freund und Verfechter des Tow-in, mal davon abgesehen, dass ich es einfach nicht kann. Also behielt ich mir vor, nicht zu starten, alsdann meine Nacht etwas länger werden würde. Genau so kam es. Kein Forecast für Samstag, eine lange Nacht und die ersten Qualifikationsrunden um 10:30, während ich mich in meinem Bus ausschlief. Die jeweils besten drei Fahrer aus drei Qualifikationsläufen sollten weiter kommen und dann im Finale am Nachmittag gegeneinander antreten.

German Freestyle Battle 2014: Max Matissek

Doch dann geschah etwas Unerwartetes. Plötzlich drehte der Wind auf und auch die neuesten Forecasts sagten Wind am unteren Limit für den späten Nachmittag voraus. Valentin Böckler und Gereon Gollan disponierten als Eventorganisatoren kurzfristig um und entschieden sich für den Start echter Freestyle Battles um 14:00Uhr.

Allerdings musste die Wettbewerbszone vom Festivalgelänge weg etwa 500 Meter nach Luv verlegt werden, da der Wind nur hier bis an den Strand heran bließ und eine schöne Show direkt vor den Judges ermöglichte. Während Chiemsee Athletes Manager Harry Goeft den Strand auf und ab wetzte, Fahnen platzierte und Sticker verteilte, schleppten die Fahrer ihren Stuff den Strand entlang und machten sich fertig.

Ich war etwas überrascht von diesen frohen Nachrichten aus meinem Tiefschlaf erwacht und habe es gerade noch rechtzeitig vor meinem Heat an Ort und Stelle geschafft. Nicht so Wahlkieler Lukas Käding, der schon in Lemkenhafen Standhaftigkeit zeigte und nach einer durchzechten Nacht auf Platz 5 fuhr. Dieses Mal schlug er leider erst kurz nach Start seines Heats am Strand auf. Tilo Eber hingegen verletzte sich am Rücken und konnte seine Chancen auf den Titel nicht nutzen. Ob er sich während der morgendlichen Tow-in-Qualifikation oder in der Nacht davor verletzte ist unklar.

Kurz vor dem Start waren die Fahrer oft noch mit 4,8 qm gepowert. Doch genau mit Start der ersten Runde sackte der Wind etwas in den Keller. Ein paar Heats wurden nach Abstimmung unter den Fahrern gewertet, obwohl sie am untersten Windlimit stattfanden. Doch pünktlich zur 2.Runde drehte der Wind wieder auf und die verbliebenen 16 Fahrer konnten nun alle Moves zeigen.

Die erste Enttäuschung aus deutscher Sicht war nun das frühzeitige Ausscheiden von Valentin Böckler gegen Max Mattisek. Vor allem Valentin überraschte mit Shove it Spocks, Konos und Burner, die er voriges Jahr noch nicht im Heat zeigte. Max konterte mit World-Cup-Routine. Am Ende kam es zur knappsten Entscheidung des Tages, die aufgrund eines sehr hohen Culos zu Max Gunsten ausfiel.

German Freestyle Battle 2014: Jannes Thomsen

Auch der junge und talentierte Jannes Thomson schied in der zweiten Runde unglücklich aus. Das Los-Pech brachte uns zusammen und obwohl Jannes extrem schöne Moves zeigte, konnte ich ihn am Ende mit Air Bobs und beidseitigen Konos bezwingen. Gereon Gollan surfte als Co-Organisator des Events ebenfalls tolle Heats bis ins Viertelfinale, wo er dann trotz Air-Chachoo-Versuch gegen Max und mich ausschied.

Auf der unteren Hälfte der Eliminationledder setzten sich Julian Wiemar und Hannes Volkmer bis ins Halbfinale durch. Hannes Volkmer war für mich ein völlig unbeschriebenes Blatt und überraschte mit einer Glanzleistung. Auch er zeigte Konos und andere Powermoves und wurde dafür während der Siegeherung gebührend gefeiert.

Mein Halbfinalheat gegen Max Mattisek, der gerade den Winter in Kapstadt verbrachte, sollte nun zu meinem schwierigsten werden. Doch ich setzte mich durch und traf im Finale auf Julian Wiemar. Dies ist natürlich eine besondere Freude. Julian kann schon bald einer der besten Freestyler der Welt sein. Ein Finale in Deutschland hat sich das 17-jährige Talent schon allemal verdient. Er will bald auf den ersten Platz fahren, aber noch ist es nicht so weit...

German Freestyle Battle 2014: Julian Wiemar

Nach einer üppigen Siegerehrung stürzten sich die Einen ins Nachtleben, während die Anderen ins Bett fielen, um einen anstrengenden Tag gebührend ausklingen zu lassen.

Eine Picture Gallery findet Ihr auf der German Freestyle Battle Facebook Seite ->

Ranking: .

German Freestyle Battle 2014: Reporter und Competitor Adi Beholz

Themen: ChiemseeGerman Freestyle BattlePelzerhaken


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