Hot Sails Maui zurück in Deutschland

03.05.2018 Manuel Vogel - Zuletzt war es auf dem deutschen Markt etwas still geworden um Hot Sails Maui. Jetzt will ein junges Brüderpaar aus Norddeutschland die Kultmarke wiederbeleben. Im surf-Interview stellen wir die Köpfe hinter der Marke, Nikhil und Naveen Hanig, vor.

© Hot Sails Maui
Nikhil Hanig (links) studiert in Kiel Ozeanographie, Bruder Naveen bald Informatik.
Nikhil Hanig (links) studiert in Kiel Ozeanographie, Bruder Naveen bald Informatik.

surf: Hot Sails Maui kommt jetzt quasi als „Familienunternehmen“ zurück nach Deutschland.

Nikhil: Mein Vater Florian hat ein GEO Special über Hawaii als Redakteur betreut und im Zuge dessen haben mein Bruder Naveen und ich mal ein halbes Jahr auf Maui gewohnt. Mein Freund Henri Kohlberg hat uns dort mit dem Hot Sails-Gründer Jeff Henderson bekannt gemacht. Deshalb haben wir uns entschlossen den Import zu übernehmen, als sich die Möglichkeit dafür ergab. Damit wir preislich mit den großen Marken mithalten können, vertreiben wir die Segel über das Internet. Und wir werden einen Bestand mit den wichtigsten Modellen und Größen immer auf Lager haben.

© Hot Sails Maui
Nicht nur "Wave" – Hot Sails Maui hat auch für Kinder und Jugendliche einige Neuheiten im Portfolio
Nicht nur "Wave" – Hot Sails Maui hat auch für Kinder und Jugendliche einige Neuheiten im Portfolio

Wie wollt ihr euch neu ausrichten?

Wir wollen auch das Freeride-Segment bedienen, Hot Sails Maui ist nicht nur „Wave“. Vor allem die Kinder- und Jugendsegel liegen uns am Herzen. Leider stellen viele Eltern ihre Kinder immer noch aufs eigene Alt-Material, ohne zu merken, dass dieses oft viel zu schwer ist.

Wird es spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche geben?

Ja, wir reichen das Microfreak und das MicroKS zum Selbstkostenpreis durch. Das Mikrofreak ist unser Segel für aufstrebende Kids – ein leichtes, robustes Dacronsegel mit vier Latten, quasi der Hot-Sails-Klassiker Superfreak in klein: Es ist eher weich, federt Böen gut ab, aber man kann damit auch bei Gleitwind heizen oder erste Wellen nehmen. Für Jugendliche, die schon ambitioniert in der Welle fahren, haben wir das MicroKS3 in 2,4, 2,7 und 3,0, also Kauli Seadis federleichtes Drei-Latten-Wavesegel mit einem extrem leichten 270er-Mast.

„Leider versuchen viele Eltern, ihren Kindern das Surfen mit dem eigenen Material schmackhaft zu machen. Das geht meist nach hinten los!“

Was heißt „Selbstkostenpreis“ konkret?

Die Microfreaks gibt’s von 0,8 bis 3,8 qm für 200 bis 280 Euro. Dazu Komplett-Riggs, nämlich das Riggpaket „Small“ mit einem ultraleichten, 4-teiligen Mast, dünner Alugabel, Verlängerung und Tasche. Kosten: 180 Euro. Für die Größen von 2,8 bis 3,8 qm gibt’s das Riggpaket „Large“ mit zweiteiligem 310er-Carbonmast, Alugabel, Verlängerung und Tasche für 240 Euro. Die MicroKS-Segel fangen bei 390 Euro an.

Warum setzt Hot Sails Maui bei den Jugendriggs so konsequent auf Dacron?

Viele Segelmacher im Yacht-Sport schwören auf Dacron: Es ist robuster als Monofilm, leicht und damit es nicht ausleiert, verstärken wir es mit Kevlar-Fäden. Es gibt Dracon in vielen Farben, Kunden können ihre Segel selber designen, ohne Aufpreis: Dein Stil, dein Segel! Das Fenster ist aus PVC und dadurch ebenfalls fast unzerstörbar. Ein großer Vorteil ist auch, dass man beim Microfreak die Segellatten rausnehmen und das Segel wie ein T-Shirt gefaltet ins Reisgepäck legen kann. Das Packmaß ist dadurch bei Bedarf sehr klein – ideal, um es z.B. auf einem aufblasbaren WindSUP-Board im Urlaub zu nutzen.

© Hot Sails Maui

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