Philip Köster: Zurück in seinem Element

  • Jeanette Borchers
 • Publiziert vor 4 Jahren

Philip Köster ist nach seiner schweren Knie-Verletzung im September zurück auf dem Wasser: Seit einigen Tagen arbeitet der dreifache Weltmeister mit dem Brett unter seinen Füßen.

Philip Köster

"Noch trainiere ich intensiv auf einem SUP-Board, doch Ende Januar kann ich langsam wieder mit dem Windsurfen beginnen", freut sich der 22-Jährige über die Rückkehr auf sein liebstes Element. Neben einer Vielzahl verschiedener Koordinations- und Kraftübungen steht auch Schwimmen auf dem Reha-Programm des Sportlers. Ein bekanntes Metier für den Wahl-Kanaren, der vor seiner Karriere im Windsurfen bereits kanarischer Meister im Freistilschwimmen wurde.

"Hohe Sprünge geben mir den Kick!"

Der Actionsportler kämpft sich nach seiner Verletzung Schritt für Schritt zurück in seine Top-Form. Das Ziel ist klar definiert: Endlich wieder Waveriding. Einen Start im Slalom oder Freestyle kann sich Philip Köster daher auch noch nicht vorstellen. Ganz im Gegensatz zu den SUP-Wettkämpfen, die "eine tolle Erfahrung" für den Surfer sind.

Gibt es das Gedankenspiel, nach so einer schweren Verletzung zunächst im Slalom-Wettbewerb teilzunehmen? Im Slalom zu starten ist für mich momentan keine Option. Mein Fokus ist komplett auf das Waveriding gerichtet. Ich habe überhaupt keine Zweifel daran, wieder zu 100 Prozent fit zu werden und in meiner Parade-Disziplin zu fahren. Vielleicht nehme ich an Slalom-Wettkämpfen teil, wenn ich etwas älter bin – momentan fühle ich mich dafür aber noch zu jung.

Bist du bereits im Freestyle oder Slalom angetreten? Vor Fuerteventura bin ich mal in der Freestyle-Wertung an den Start gegangen. Und mit dem ersten und zweiten Platz bei den kanarischen Meisterschaften konnte ich vor einigen Jahren auch im Slalom gute Ergebnisse einfahren. Aus Spaß trainiere ich zuhause bei geringem Wind regelmäßig mit meiner Slalom-Ausrüstung. Das Waveriding gefällt mir von allen Disziplinen aber am besten. Die hohen und trickreichen Sprünge geben mir einfach den Kick!

Auch im Stand Up Paddling bist du bereits Wettkämpfe gefahren. Warum ausgerechnet diese Trendsportart? Es ist eine schöne Abwechslung zum Windsurfen und man fährt an anderen Locations als in der World Tour. Der Reiz liegt auch darin, eine neue Herausforderung zu bestehen. Auf Maui habe ich im vergangenen Jahr zum Beispiel bei einem Downwind-Event mit Massenstart teilgenommen, eine tolle Erfahrung für mich.

Philip Köster trainiert auf dem SUP-Board für sein Comeback nach der Verletzung.

Man sieht dich oft gemeinsam mit deiner Freundin, der SUP-Sportlerin Manca Notar, auf dem Wasser. Lernst du viel von ihr auf dem SUP-Board? Wenn wir gemeinsam auf dem Wasser sind, steht der Spaß im Vordergrund. Manchmal trainieren wir zusammen aber auch für Longdistance-Rennen. Ich fahre seit rund sechs Jahren SUP und bin mittlerweile ganz gut, also musste mir Manca den Sport nicht neu beibringen. Vor Gran Canaria bin ich mit einem kleinen und sehr wendigen Brett oft in der Welle unterwegs.

Mittendrin auf der boot

Wenn am 21. Januar die Fachmesse boot in Düsseldorf startet, blicken alle Nautik-Fans in den Westen der Republik. Aber auch Wassersportler kommen auf ihre Kosten, immerhin werden die neuesten Trends der Szene vor Ort präsentiert. Philip Köster ist am 28. und 29. Januar mittendrin – egal ob bei den Interviews auf der Bühne oder den Autogrammstunden bei Maui Ultra Fins und dem SURF Magazin. Außerdem wird vor Ort ein Film von Kösters Sponsor Followfish gezeigt. Bei der neuesten Attraktion "The Wave" muss sich der Athlet allerdings auf das Zuschauen begrenzen: In Halle 2 wird eine zehn Meter breite Welle erzeugt, die Anfänger und Fortgeschrittene abreiten können. "Ich wäre gerne auch auf das Board gestiegen, aber bis ich wieder Wellenreiten kann, wird es noch etwas dauern", so Köster.

Themen: Philip Köster


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