Reno Windsurf World Cup Sylt Tag 5

  • Andreas Erbe
 • Publiziert vor 9 Jahren

Slalom-Drama um Dunkerbeck, starker Auftritt der Deutschen – so konnte man den ersten Slalom Tag beim Worldcup auf Sylt zusammen fassen. Dominator des Tages war Antoine Albeau, der beide Slalom-Eliminations gewann.

Antoine Albeau

Ein Tag zum Vergessen für Weltmeister Bjørn Dunkerbeck. In der ersten Elimination schied er bereits in der zweiten Runde aus - der Lauf war am äußersten unteren Windlimit und Bjørn kam vor allem nach den Halsen nicht mehr richtig in Schwung. Auch lautstarke Proteste auf dem Wasser und eine Nachfrage bei der Wettfahrtleitung hatten keinen Erfolg. Der Lauf wurde gewertet. Damit standen für den amtierenden Weltmeister gleich einmal 18,5 Punkte zu Buche. Noch schlimmer hätte es um ein Haar den ärgsten Verfolger von Dunkerbeck in der Gesamtwertung getroffen. Er stürzte gleich in seinem ersten Lauf in Führung liegend. Das gesamte Feld zog an ihm vorbei. Doch der Franzose startete eine fulminante Aufholjagd und kämpfte sich auf Platz fünf vor. Doch auch das hätte zum Ausscheiden geführt. Doch dann kam ihm das Glück zu Hilfe. Dunkerbecks Teamkollege und Caddy Chris Pressler fuhr als Vierter duchs Ziel - doch versehentlich auf der falschen Seite der Zielboje - Disqualifikation und Rang vier für Albeau. Chris Pressler war untröstlich: "Die Wettfahrtleitung hatte nach einem Winddreher die Kurssetzung noch einmal verändert und den Zieldurchlauf nach Lee verlegt. Ich habe das nicht mit bekommen, weil ich noch zur Materialabstimmung auf dem Wasser war. Mein Fehler, aber richtig bitter."

In der zweiten Elimination legte Bjørn dann, vermutlich mit Wut im Bauch, richtig los und kämpfte sich ins Finale vor. Doch dort holte ihn das Pech wieder ein. Bei voller Fahrt auf Rang drei liegend brach ihm der Mast, ein katastrophaler Sturz war die Folge. Zum Glück blieb Dunki körperlich unverletzt. Albeau dagegen gab sich nach dem anfänglichen Schreck keine Blöße mehr. Er gewann all seine Vorläufe und steht nach zwei Finalsiegen souverän an der Spitze.

Damit hat er beste Chancen, Dunkerbeck im letzten Event den Weltmeister-Titel noch aus den Händen zu reißen. Dunkerbeck führte vor Sylt hauchdünn die Rangliste an, darf aber auf Sylt maximal einen Platz hinter Albeau landen.

Deutlich besser lief es insgesamt für das deutsche Team. Vor allem Vincent Langer überzeugte in der ersten Elimination. In einem Vorlauf konnte er sogar den Speed von Antoine Albeau locker mitgehen. Im Halbfinale kam er auf Platz fünf und verpasste das große Finale. Im kleinen Finale fuhr er dann auf Rang fünf. In der zweiten Elimination drehten dann vor allem Altmeister Bernd Flessner und Gunnar Assmussen richtig auf. Flessi gewann sogar einen Lauf vor Ludovic Jossin und Bjørn Dunkerbeck. Flessner und Assmussen schafften es mit einer grandiosen Leistung ins große Finale. Vincent Langer scheiterte im Halbfinale wieder äußerst knapp und erreichte erneut das kleine Finale. 

Im großen Finale sicherten Assmussen und Flessner eines der besten Ergebnisse aus deutscher Sicht seit langem: Gunnar schaffte einen - der Ausdruck trifft's hier ausnahmsweise - sensationellen vierten Rang. Nur Albeau, Angulo und Menegatti kamen vor ihm ins Ziel. Bernd Flessner kam an sechster Stelle ins Ziel. Das lässt auf die weiteren Slalom-Rennen hoffen, die voraussichtlich am Donnerstag folgen werden. Für morgen stehen die Zeichen auf Sturm - sprich Waveriding.

Hier schon mal ein Vorgeschmack auf die Action, die uns morgen ab 8:00 Uhr erwartet. Außerdem erfahrt in einem weiteren Clip mehr über die so erfolgreichen deutschen Fahrer auf Sylt.

Gunnar Asmussen fährt im zweiten Lauf bärenstark und holt den vierten Platz, Bernd Flessner surft auf Rang fünf

Flessi und Gunnar Asmussen verfolgen Björn Dunkerbeck

Pechvogel Dunki: Erst das Aus im Viertelfinale, dann ein Mastbruch - WM futsch?

Starker Tag für Vincent Langer: In beiden Läufen im kleinen Finale bedeuten Rang 13

Bernd Flessner hatte einen guten zweiten Lauf und gewann seinen Viertelfinal-Heat

 

Themen: Reno Windsurf WorldcupSylt


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