Reno Windsurf World Cup Sylt Tag 6

  • Andreas Erbe
 • Publiziert vor 8 Jahren

So ähnlich muss der Weltuntergang aussehen. Sylt lieferte am fünften Wettkampftag absolutes Schietwetter ab, aber auch super Freestyle-Bedingungen am Vormittag und tolle Wellen bis in den Abend. Gollito Estredo gewann am Vormittag die Freestyle Double Elimination. Die Waver müssen noch in die Verlängerung.

13-Grad-Waschgang für Leon Jamaer - mit Schleudern

Mehr als zehn Stunden Action lieferte Sylt heute ab. Bereits um acht Uhr morgens gingen die Freestyler an den Start und beendeten im Laufe des Vormittags ihre Double Elmination. Besonders ausgeschalfen war der junge Holländer Youp Schmit. Er setzte sich nacheinander gegen Anthony Ruenes, Taty Frans und Philip Soltysiak durch und konnte erst von Tonky Frans gestoppt werden. Damit fuhr er mit Platz fünf sein bestes Wolrdcup Ergebnis ein. Tonky Frans übernahm dann den Staffelstab und schaltete nach Schmit auch Weltmeister Steven van Broeckhoven und Kiri Thode aus. Erst im Finale gegen Gollito zeigte der Venezolaner dem Mann aus Bonaire die Grenzen. Damit ist Gollti der Weltmeister Titel praktisch nicht mehr zu nehmen, auch wenn noch eine zweite Double Elimination im Freestyle gefahren werden kann. Leider waren alle deutschen Freestyler bereits früher in der Rückrunde ausgeschieden. 

Nach einer kurzen Pause switchte die Wettkampfleitung auf die Disziplin Wave um. Mit auflaufendem Wasser wurden die Wellen höher und kraftvoller. Der Wind wehte perfekt sideshore, so dass die Bühne für eine tolle Double angerichtet war. Schon in den ersten Runden gabe es vor allem sehr gute Wellenritte aber auch schon gute Sprünge zu sehen. Allerdings lief es für die Deutschen trotz der guten Bedingungen sehr unglücklich. Mik Kleingarn schied gegen den Finnen Naalisvaara in seinem ersten Heat aus. Dann erwischte es Leon Jamaer äußerst unglücklich gegen Adam Lewis. Am Ende fehlten ihm gerade einmal 0,1 Punkte. Der Brite schmiss dann auch gleich noch in der nächsten Runde Dany Bruch raus. Für Klaas Voget begann der Tag eigentlich viel versprechend: In seinem ersten Lauf dominierte er klar gegen John Skye. Auch sein Heat gegen Jules Denel begann gut. Klaas hatte früh zwei gute Wellenwertungen im Kasten. Doch dann fand er bis zum Ende des Laufes keine vernünftige Rampen zum Springen. Kurz vor Schluss probierte er zumindest noch einen Backloop, doch der reichte bei weitem nicht, um den solide fahrenden Denel zu schlagen. So lagen alle Hoffnungen auf Philip Köster, der nach der Single Elimination führt.

Mann des Tages war allerding Ross Williams. Der britische Allrounder, er ist Formular Weltmeister und rangiert auch im Slalom unter den Top-Ten, fuhr wie entfesselt. Er zeigte saubere Wave 360s und fand auch immer wieder gute Rampen für hohe einhändige Backloops. Mittlerweile wurden die Bedinungen immer schwieriger, weil massive Regenschauer über Westerland. Sie brachten teilweise extrem Winddreher und Schwankungen mit sich. Immer wieder mussten Heats abgebrochen und erneut angesetzt werden. Insgesamt sechs Heats fuhr Williams, bevor Alex Mussolini die Aufholjagd stoppte. Damit schob sich Williams noch auf den fünften Rang vor. Danach war Schluss für die Herren für den heutigen Tag.

Unterdessen hatten auch die Damen ihre Double Elimination gestartet. Die Auslosung der Deutschen Mädels war etwas unglücklich, da sie sich in den ersten Runden gegenseitig eliminierten. Steffi Wahl untermauerte dabei ihre Vormachtstellung in der nationalen Szene. Sie gewann gegen Caro Weber, Heike Reimann und Alice Arutkin. Der Heat gegen Karin Jaggi wurde dann wegen einbrechender Dunkelheit und immer schlechterer Bedingungen abgebrochen. Sylt verabschiedete sich dann bei Fahrern und Zuschauern mit einem grandiosen Sonnenuntergang - gerade so, als wolle die Insel sich für die massiven Regenschauer des Tages entschuldigen.

Gollito Estredo gewann die Double Elimination im Freestyle, damit ist er so gut wie sicher Weltmeister

Für Klaas Voget war leider schon früh Schluss: Er fand keine Wellen, um eine gute Sprung-Wertung einzufahren

Dany Bruch schied ebenfalls aus

Ross Williams kämpfte sich durch die Heats und wurde erst von Alex Mussolini gestoppt

In schwierigen Bedingungen zeigte Steffi Wahl großartige Leistungen

Themen: Reno Windsurf WorldcupSylt


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