Schon gefahren: Flight FR von NeilPryde

  • Tobias Frauen
 • Publiziert vor 2 Monaten

Mit dem Flight FR wirft NeilPryde ein schnelles High Aspect Foil für Freeracer in den Ring. Wer damit die Flucht nach vorne antreten kann, haben wir getestet.

An Land: „Weniger angsteinflößend als reine Racefoils, aber mit ähnlichem Speedpotenzial“ – das ist das erklärte Ziel des Herstellers beim Flight FR. Der 1000 cm2 große Frontwing des Flight FR 90 kommt erwartungsgemäß mit einer „high aspect ratio“ – d.h. einem schlanken Flügeldesign. Die Verbindungen zur Aluminium-Fuselage machen einen soliden Eindruck, es werden durchweg lange Torx-Schrauben verwendet. Der 85er-Aluminiummast wirkt recht steif, der Kopf wird separat zugekauft und kann bei Bedarf getauscht werden („interchangeable head“, 159-199 Euro), wodurch das Foil sowohl für Deep-Tuttlebox, Powerbox als auch für Boards mit Doppelschiene kompatibel gemacht werden kann. Zum Lieferumfang gehört eine passende Tasche samt Schrauben und Werkzeug. Nur auf einzelne Cover, um das Foil in montiertem Zustand zu schützen, muss man verzichten.

Schrauben und Verbindungen machen einen soliden Eindruck, das Box-System ist variabel.

Auf dem Wasser: Das Flight FR überzeugte im Test mit einem harmonischen Abflugverhalten. Dafür ist eine Geschwindigkeit nötig, in der das Board bereits beginnt zu gleiten, dann befördert einen das Flight FR äußerst berechenbar und easy in die Luft. Einmal abgehoben will das Foil am liebsten leicht angekantet werden und zieht dann mit viel Speed auf der Kreuz davon. Der Fahrwiderstand ist gering und wer Lust auf Speedduelle mit den Kumpels hat, hat mit dem Flight FR gute Karten. Dabei ist das Foil nicht sonderlich schwer zu fahren und liegt schön stabil im Wasser, Voraussetzung ist allerdings, dass man es in Kombination mit einem Board verwendet, bei dem die Schlaufen weit außen montiert sind. Ideal sind diesbezüglich sportliche Foilboards oder Freerace- bis Slalomboards mit entsprechend verstärkter Box. Manöver leitet man mit viel Speed ein und kommt ebenso flott wieder heraus, das entsprechende Fahrkönnen vorausgesetzt.

Das schlanke Flügeldesign spricht vor allem Race-orienterte Fahrer an.

surf-Fazit: Das Flight FR überzeugt als schnelles Freerace-Foil vor allem Foilsurfer mit Vorerfahrung. Am besten passt es in Kombination mit sportlichen Freerideoder 2-Cam-Segeln und Boards mit breiten Hecks und weit außen montierten Schlaufen. Zum Cruisen und Tricksen dürfte das NeilPryde Glide die deutlich bessere Wahl sein.

NP Flight FR 90
Fläche Frontwing: 1000 cm2
Spannweite Frontwing: 90 cm
Fläche Backwing: 225 cm2
Spannweite Backwing: 40 cm
Fuselage (Alu): 90 cm
Mast (Alu): 85 cm
Gewicht (surf-Messung): 4,84 kg
Preis: 1299 Euro
Info: www.neilpryde.com

Themen: FoilFreeraceNeilPryde


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