Schon gefahren: Severne Alien 120

  • Tobias Frauen
 • Publiziert vor 3 Monaten

Alien – die Nachhut kommt! Die Aliens waren anscheinend so erfolgreich bei der Siedlung auf Mutter Erde, dass Severne jetzt – gefühlt waren gerade erst die ersten drei Flugobjekte gelandet – gleich zwei weitere Mutationen folgen lässt.

Neben den bekannten Shapes in 115, 125 und 155 Litern, die in Shape und Bauweise für 2022 gleich bleiben, folgen zwei weitere Größen in etwas anderer Shape-Philosophie und in günstigerer HD-Bauweise. Die genetische Abstammung bleibt deutlich erkennbar, doch es sind mehr als nur Feinheiten, in denen sich die beiden neuesten Kreationen aus Australien unterscheiden. Nämlich in der– nicht unerheblichen – Volumenverteilung.

In bisherigen Tests konnten die 115er- und 125er-Größe voll überzeugen, lediglich beim Segelaufholen und Wenden erforderte die sehr dünne Bugpartie etwas mehr Gefühl und flinke Füße. Genau da hat Designer Ben Severne mit seinem Team angesetzt. Das 2022er Alien 120, das wir im Rahmen des Surf-Festivals auf Fehmarn gleich testen konnten, zeigt in der Seitenansicht die sehr gleichmäßige Volumenverteilung. Das Heck wurde dünner gehalten, dafür die Frontpartie etwas aufgepolstert. Als Folge steht man auch bei knappen 90 Kilo beim Segelaufholen entspannter – und Wenden gelingen ebenfalls spürbar leichter und ohne Eile.

In der Seitenansicht fällt die gleichmäßige Volumenverteilung ins Auge

Geblieben ist der – in Kombination mit dem „Red Wing“-Foil (geliefert in praktischer Tasche, 1099 Euro) – sehr frühe Take Off, die extrem stabile Fluglage, die aktuell kaum zu toppen ist und das stabile Gleiten durch die Halse, auch bei sehr langsamer Geschwindigkeit. Dabei läuft das Foil gut Höhe, nicht so stark angekantet wie ein Freeracefoil, wirkt aber sportlich flott. Es ist sicherlich nicht für Regattaeinsätze vorgesehen, da fehlt dann ein bisschen TopSpeed. Dafür ist es super easy zu foilen und hat einen großen Einsatzbereich.

Der lange 85-Zentimeter-Mast sorgt für reichlich Bodenfreiheit im Chop und gibt Zeit zu reagieren, wenn das Board doch mal zu hoch steigt. Gerade die Bewegungen „hochrunter“ verlaufen aber besonders dosiert, vorhersehbar und kontrollierbar. Sollte es dennoch mal zu einem „Absturz“ kommen, fängt die stark aufgebogene Bugpartie mit viel Volumen und seitlichen Abschrägungen an den Kanten das ziemlich sanft ab.

Das "Red Wing"-Foil passt perfekt zum Board und ist easy zu fahren

surf-Fazit: Ein exzellentes Freeride-Setup, das uns besonders gut für frühes Foilen mit Segeln von viereinhalb bis sechseinhalb Quadratmetern geeignet erscheint.

„Mit dem neuen Shape wurde der einzige echte Kritikpunkt abgeschafft.“ Stephan Gölnitz, surf-Tester

Severne Alien 120 + 145 HD
Länge: 205/210 cm
Breite: 74/80 cm
Gewicht: 7,5/8,3 Kilo
Preis: 2049 Euro
Infos: www.severnesails.com

Themen: FoilboardsFreerideSeverne


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