Sensation im DWC – Neuer Organisator ab 2015

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 8 Jahren

Nach 15 Jahren als Organisator des Deutschen Windsurf Cups verliert der Kieler Eventmanager Choppy Water die Vermarkungsrechte ab 2015 an die Münchner Agentur für Erlebniskommunikation widua.

DM auf Sylt

Die Grundidee:

Zum besseren Verständnis hier mal ein paar Fakten: Die Deutsche Windsurf Vereinigung (DWSV) vergibt die Vermarktungs- und Organisationsrechte für die ranghöchste Deutsche Regattaserie, den Deutschen Windsurf Cup (DWC) per Ausschreibung an eine Event-Agentur. Diese ist vertraglich verpflichtet eine bestimmte Anzahl an Events an dafür geeigneten Standorten zu organisieren und erhält dafür exklusiv die nationalen und internationalen Vermarktungs- und Medienrechte.

Mit der Agentur widua wurde nun ein neuer Partner für die Austragung der höchsten nationalen Regattaserie gewonnen. Seit 2006 ist die Agentur widua beratend in der Welt der alternativen Kommunikation tätig und hat unter anderem das Rennen "Round Norderney" betreut.

Über die Hintergründe berichtet Denis Standhardt, Leiter der Abteilung Shortboard beim DWSV:

"Die Wahl fiel jetzt auf die Münchner Eventmarketing-Agentur widua, die im Windsurfbereich längst keine mehr Unbekannte ist. So organisierte die Agentur beispielsweise das bekannte Rennen "Round Norderney" sowie weitere Projekte in Zusammenarbeit mit Deutschlands erfolgreichstem Windsurfprofi, Bernd Flessner. Das Angebot von widua hat uns einfach überzeugt: So soll ab 2016 ein Unterbau für den DWC in Form einer Amateurklasse aufgebaut werden. Die Events sollen von lokalen Surfclubs mit Unterstützung von widua organisiert werden und Leute, die Lust aufs Racen haben, langsam an den DWC heranführen. Des Weiteren sollen Showevents in Großstädten den Sport publikumswirksamer machen und in die Ballungsräume holen. Darüber hinaus wird auch eine Senkung der Startgelder und mögliches Preisgeld für die nationalen Regatten angestrebt."

Tim  Widua, Chef der Agentur, freut sich verständlicherweise über den Zuschlag: "Die exklusive Zusammenarbeit mit der DWSV im Windsurfsport bietet für unsere Agentur viele neue Möglichkeiten und ist für unser Portfolio eine tolle Bereicherung. Wir sind sehr froh, dass wir uns mit der DWSV auf eine Zusammenarbeit verständigen konnten und sehen großes Potential in der Sportart und deren Weiterentwicklung in den kommenden Jahren. Windsurfing begeistert nach wie vor viele Besucher an Nord- und Ostsee und bietet für viele Unternehmen eine hochattraktive Plattform und Zielgruppe."

Protest gegen DWSV-Anforderungen

Komplett anders gestaltet sich die Gemütslage derweil bei Choppy Water, die aus Protest gegen die Bedingungen der Ausschreibung kein Angebot abgegeben hatten. Auf Nachfrage von surf erklärte Chef-Organisator Matthias Regber:

"Die Bedingungen der Aussschreibung waren für uns nicht akzeptabel. Das fängt damit an, dass in der Aussschreibung die Disziplinen Racing und Slalom als offizielle Hauptdisziplinen gelten, Wave und Freestyle, die wir seit langem versuchen im Boot zu halten oder wieder zu integrieren, sind nur Randerscheinungen. Allein die Unterscheidung in Haupt- und Nebendisziplinen ist ein Schlag ins Gesicht jedes Wavers und Freestylers. Wir wollen aber allen Disziplinen eine Plattform bieten! Ein weiterer Punkt ist die gewünschte Eindämmung internationaler Fahrer. So sollen bei Deutschen Meisterschaften beispielsweise keine ausländischen Starter mehr zugelassen werden. In unseren Augen ist das nicht zeitgemäß. Generell machen wir uns aber nicht verrückt, denn wir haben langfristige Verträge mit den Veranstaltungsorten und den Sposoren geschlossen. Es wird daher auch 2015 und danach eine von uns organisierte DWC-Tour an den bekannten Spots geben. Niemand kann uns das verbieten."

Parallelwelten?

Wohin die aktuelle SItuation führt ist derzeit noch völlig offen. Möglich wären zwei miteinander konkurrierende und parallel verlaufende Touren, was für einen kleinen Wettkampfsport wie Windsurfen sicher nicht gut wäre. Auch eine komplette Abspaltung der Disziplinen Wave und Freestyle erscheint in solch einem Szenario denkbar, wobei Widua betont, dass es eine Tour für alle Disziplinen geben soll und auch internationale Fahrer weiterhin mehr als willkommen sind.  

Es bleibt in jedem Fall spannend, wir werden uns dem Thema in der kommenden surf-Ausgabe ausführlicher widmen und versuchen, mehr Licht ins Dunkel zu bringen.

Themen: Deutscher Windsurf CupEventTour


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