Service WINDSUP: SUP-Crossover

  • Steve Chismar
 • Publiziert vor 7 Jahren

Windsurfen mit dem SUP-Brett? Das geht – und nicht nur für Neulinge des Stehsegelns.

Zweierpack: Robby Naish mit seiner kleinen Wasser­nixe vor Lanikai Beach auf Oahu, Hawaii.

SUP-Paddler und Windsurfer haben nichts gemeinsam – oder doch? Die Gründer des SUP waren Windsurfer. Robby Naish ist ­König des Holmziehens und hat SUP erst ­richtig populär gemacht. Die meisten SUP-Marken kommen vom Windsurfen und beide ergänzen sich perfekt. Die Hersteller müssen lediglich eine kleine Schraube ins Brett laminieren – und schon wird mit montiertem Rigg aus einem Paddelgerät eine Windsurf-Maschine. Maschine? Oder doch nur einfach ein Brett mit Segel? Hier die Fakten:

Robby Naish und seine Tochter unterwegs auf Mauis Küstengewässern

• Ein SUP-Brett mit Montagemöglichkeit eines Riggs nennt man SUP-Crossover oder Convertible. • Mit jedem SUP-Crossover-Brett kann man Windsurfen. • Besonders iSUP-Convertibles ­eignen sich in der richtigen Größe hervorragend für Windsurf-Einsteiger. • Auch feste Allround-Bretter sind dank ihrer weichen Standfläche und ihres Volumens ­hervorragende Windsurf-Einsteigerbretter. • Windsurf-Experten können auch bei sehr ­wenig Wind wieder Spaß haben – nach dem Motto: Back to the roots. • Wave-Convertibles eignen sich nicht für radikales Windsurfen bei Starkwind, sie sind jedoch bei sehr wenig Wind Wellenreit-Spaßbretter für Experten. • Windsurf-Experten werden mit langen SUP-Touring-Boards die Verdrängerfahrt neu entdecken. • Einige Hersteller wie JP, Starboard, Naish oder RRD haben spezielle WindSUP-Shapes mit integrierten Schwertern ent­wickelt. Den ultimativen WindSUP-Test aus SURF 8/2014 findet Ihr hier -> .

Welche Brett-Typen eigenen sich zum Windsurfen?

WINDSUP: SUP-Crossover

4 Bilder

Windsurfen mit dem SUP-Brett? Das geht – und nicht nur für Neulinge des Stehsegelns.

Kann ich mit meinem alten Windsurf-Brett paddeln gehen?

Uwe Geißler ist Surfer der ersten Stunde, ehemaliger Chefredakteur des TOUR-Magazins und jetzt faszinierter Stand-up-Paddler. 

Selbst der bereits ver­storbene Kult-Shaper von Naish, Harold Iggy aus Hawaii, hatte sich am Anfang seiner SUP-Karriere auf ein Mistral-Competition-Board gestellt. Sein Urteil: Im Flachwasser geht’s, in ­Dünung schreckt es eher ab. Uwe Geißler wollte es dennoch wissen und holte seinen alten Windglider aus der Garage. Auf dem See war er erstaunt über die gute Richtungsstabilität. Vorraussetzung war ­natürlich das lange SUP-Paddel. Zum Vergleich fuhr er danach ein SUP-Allround-Brett und ein Touring-Board in gleicher Länge (12 Fuß).

Geißler erkannte sofort die Komfort-Unterschiede: Alte Windsurfbretter sind nicht nur erheblich schwerer zu tragen, sie haben außerdem eine rutschige, harte Standfläche und sind in der Längsachse um einiges kippeliger (Domedeck). Zudem drehen alte Windsurf-Bretter schlechter. Sein Fazit: "Zum Einsteigen und Aus­probieren funktioniert das alte Windsurf-Brett, aber man ­möchte das Paddeln ja genießen – und das geht mit den richtigen SUP-Shapes deutlich besser."

Themen: SUP CrossoverWindSUPWindSUP


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