Starboard 2018: Neues Freewaveboard "A.I.R."

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 4 Jahren

Starboard bietet 2018 ein neues Freewaveboard, den A.I.R., welches sowohl vom Shape her als auch bezüglich der Bauweisen neue Standards setzen will. Shaper Tiesda You verrät im Interview die Hintergründe.

Starboard A.I.R.

Tiesda, der neue A.I.R. wird von Starboard als "FreeWave-Board" positioniert – also genauso wie der beliebte Kode. Was sind konkret die Unterschiede zwischen beiden Konzepten? Der Hauptunterschied ist die geringere Länge des A.I.R., hinter den Fußschlaufen ist dieser viel kürzer und auch der Bugbereich wurde kompakter. So ist das Brett mit nur 2,20 Meter knapp zehn Zentimeter kürzer als der Kode Freewave. Wichtig ist dabei auch, dass wir die Mastspur deutlich zurückversetzt haben, um das Brett drehfreudiger zu machen.

Was bedeutet das für die Zielgruppe? Kurze Boards bereiten Surfern mit geringem Fahrkönnen ja manchmal Probleme beim Angleiten. Ja, das stimmt. Der A.I.R. benötigt ein etwas höheres Wave-Fahrkönnen als der Kode Freewave, ist etwas technischer zu fahren und liegt gewissermaßen zwischen den Welten "Wave" und "Bump & Jump". Für einige unserer Teamfahrer wie Dieter Van der Eyken und Taty Frans ist es das Allround-Waveboard für Bedingungen mit kleinen und drucklosen Wellen. 

Was ist die Überlegung hinter dem etwas verrückt aussehenden Heck? Das Design hat sich während des Entwicklungsprozesses so ergeben. Svein Rasmussen (Starboard-Chef, die Red.) hat es entwickelt und es sieht nicht nur cool aus, sondern erwies sich in unseren Tests als ideal. Wir shapten unsere Prototypen zuerst mit einem Swallow-Tail, also einem "Schwalbenschwanz" – das war beim Drehen super, aber auf der Geraden hatte es zu wenig Grip. Als wir das Heck änderten hin zu einem eckigen Squaretail, war der Grip besser, aber die Dreheigenschaften gingen verloren. Das jetzige Konzept vereint beide Aspekte und wir haben es "Bat Tail" getauft, weil es so aussieht wie eine Fledermaus.

Ihr bietet neben der sehr leichten und teuren Reflex-Carbon-Bauweise auch eine zweite mit der Bezeichnung "LCF" an. Was verbirgt sich dahinter? LCF steht für "low carbon footprint", also übersetzt, einen geringen CO2-Fußabdruck. Es ist die Konstruktion mit dem geringsten Schadstoffausstoß, den wir derzeit erreichen können. Es wird mit Bio-Harz laminiert, das Sandwich-Material besteht aus Balsa-Holz, einem Baustoff, den wir gerade neu im Brettbau etablieren. Dieser ersetzt das klassische PVC-Sandwich-Material, welches für einen Großteil der Emissionen verantwortlich ist. Aber insgesamt liegt noch ein weiter Weg vor uns, dies ist erst der erste Schritt! Die Bauweise "Carbon Reflex" ist eine andere Story: Dabei geht es uns darum, zu zeigen, was technisch möglich ist, um das leichteste Gewicht zu erreichen – zu einem entsprechend höheren Preis.

Stephan Gölnitz SURF Redakteur Manuel Vogel beim Interview mit Tiesda You (rechts)

Starboard A.I.R. FreeWave

Volumen: 83/93/103 Liter Längen: 220/222/222 cm Breiten: 59,3/61,3/65,0 cm Finnen: 19/20/21 cm + je 2 x 10 cm Preis: 2849 Euro (Carbon Reflex, alle Größen); Carbon-LCF-Bauweise für 2299 Euro Infos: www.star-board.com

Starboard A.I.R. FreeWave  

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