Redaktion

surf-Test Südafrika – es geht wieder los!

  • Manuel Vogel
28.10.2018

Jedes Jahr Ende Oktober rückt unsere Testcrew zum Mega-Test nach Langebaan/Südafrika aus, um die neusten Produkte auf Herz und Nieren auszuprobieren. Wie wir testen, welche neuen Produkte euch in den kommenden Heften erwarten und was hinter den Kulissen noch so alles passiert, lest ihr in unserem Blog.

Sieben Testgruppen mit insgesamt über 80 Produkten haben wir zum Mega-Test nach Langebaan mitgebracht.

"Viel Spaß im Urlaub" – die Verabschiedung des Hamburger Kollegen einer anderen Redaktion ist nicht böse gemeint. Aber sechs Wochen Südafrika mit Sonne, Wind und Surfen, da kann schonmal Neid aufkommen. Ich erspare mir längere Erklärungsversuche unserer Tätigkeit beim Test und belasse es bei einem "Augen auf bei der Berufswahl!" In wenigen Stunden geht unser Flieger, doch für uns Redakteure hat die Test-Arbeit längst begonnen.

Einge Wochen zuvor:

In den Redaktionen in München und Hamburg glühen seit geraumer Zeit die Telefondrähte. Testgruppen werden zusammengestellt, neue Produkte auf Verfügbarkeit geprüft und nebenbei muss noch das gesamte Setup samt Fotoequipment, Unterkünften und Mietwagen am Testspot Langebaan organisiert werden. Der Surf & Action Company treten wir die herausfordernde Aufgabe ab, eine Airline davon zu überzeugen, sieben surf-Mitarbeiter und knapp 25 große Boardbags an Bord zu nehmen. In den letzten Tagen vor dem Abflug fällt täglich ein anderer schwitzender Paketboote vor einer Kartonlawine aus dem Fahrstuhl. Schadenfreude ist nicht angebracht, denn kurze Zeit später versucht ein schwitzender surf-Redakteur den gleichen Haufen wieder im völlig überfüllten Keller zu verstauen.

Schweißtreibend

In München, Mailand, Wien und Hamburg steht den Testern der Schweiß auf der Stirn – und das liegt nicht nur am Schleppen. Zu oft war der Check-in in der Vergangenheit schon nervenaufreibender als erwartet. Bei einem der letzten Tests wurde in Folge des Übergewichts der einzelnen Bags die Frischhaltefolie im Flughafen-Supermarkt leergekauft, um daraus neue Segelpakete zu schnüren. Und auch diesmal geht's erstmal "verheißungsvoll" los: "Soll das alles mit?", will der nette Mitarbeiter von Turkish Airlines am Hamburger Check-in wissen. Nach einem Blick auf unsere Buchungsbestätigung ist klar: Es soll. "Dann müssen wir schnell mal den Frachtraum umplanen". Keine Stunde später ist tatsächlich alles drin und auch von den Abflughäfen der anderen Tester kommen positive Rückmeldungen. Danke auf diesem Weg nochmal an Turkish Airlines und die Surf & Action Company für die unkomplizierte Abwicklung!

Cheers! Feierabend in Istanbul

Istanbul, 0:45:

Gerade hatten wir es uns mit einem Feierabendbier am Flughafen Istanbul gemütlich gemacht, als sich die Sonne verdunkelt. Der breite Schatten, der auf uns fällt, gehört Björn Dunkerbeck, der gerade auf dem Weg zur Speed Challenge nach Lüderitz ist. Während wir in knapp 12 Stunden fast am Ziel sein werden, hat Dunki anschließend nochmal 16 Stunden Fahrt durch die Wüste vor sich. Dafür biegt er beim Boarding des Kapstadtfluges zielstrebig Richtung Business Class ab. Als erfolgreichster Profisportler alles Zeiten darf man das auch.

Nur das Nötigste!

Zurück in der "Mother City"

Die "Mother City" begrüßt uns mit Flaute und 36 Grad. Das stellt in diesem Jahr nicht mal die Nordlichter unserer Crew vor Probleme. 36 Grad – das hatten wir in diesem Jahr doch andauernd. Nachts, versteht sich. Die Fahrt von Kapstadt ins eine Stunde nördlich gelegene Langebaan ist für uns wie nach Hause zu kommen. Seit 1997 reisen wir nun schon im Herbst hierher. Warum? Weil es für unsere Ansprüche einfach nichts Besseres gibt! Wo sonst findet man ein windsicheres Revier mit unterschiedlichsten Bedingungen von Flachwasser, Bump & Jump bis hin zu Sahnewellen in unmittelbarer Umgebung?! Dass sich mit dem Cape Sport Center ein perfekte Basis direkt am Spot befindet und wir keine zehn Meter vom Strand entfernt wohnen können, rundet die Sache ab und macht Langebaan letztlich alternativlos. Und das Beste heute: Es ist KEIN Wind! Ja, richtig gelesen. Nada, zero, null komma nix. Regelmäßig brach in der Vergangenheit schon Chaos aus, wenn beim Anreisetag die Bedingungen feuerten – auch wir sind schließlich nur ganz normale Windsurfer. Diesmal können wir also in Ruhe alles auspacken, Schlaufen montieren bis die Sehnen knarzen – und uns auf morgen freuen. Dann kommt der Wind und ab Dienstag auch der Swell.

Bis zum nächsten Update!

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